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Nachricht vom 23.12.2016    

Junge Union startet Mobilitätskampagne

Die Junge Union stellte zum Start ihrer Mobilitätskampagne Banner an den Bahnhöfen Kirchen, Betzdorf und Wissen auf. Sie wünschen sich eine Nachtbuslinie oder nächtlichen Zugverkehr für feiernde Studenten und junge Leute. Ob ihre Ideen überhaupt umsetzbar sind und wie sie finanziert werden sollen, bleibt unklar.

Offizieller Konzeptstart am Kirchener Bahnhof. v.l. Justus Brühl, Kreisvorsitzender der JU, Thilo Kipping, Stellvertretender Kreisvorsitzende der JU und Nico Schuhn, Stellvertrender Kreisvorsitzende der JU Foto: jkh

Kirchen. Am Freitag, den 23. Dezember wurde die Mobilitätskampagne offiziell in Kirchen gestartet. Damit will die Junge Union einen Anstoß geben, dass der Kreis und das Land über eine Nachtbuslinie oder nächtlichen Zugverkehr zwischen 24 Uhr und 4 Uhr von Siegen bis nach Betzdorf bzw. von Köln bis nach Wissen diskutieren.

Im Zuge der HTS-Eröffnung rückt der Oberkreis noch näher an Siegen heran. Die Verbandsgemeinden Kirchen und Betzdorf gewinnen insbesondere für Berufstätige und Studenten an Attraktivität. Gleichzeitig pendeln per Auto und Zug ins Rheinland, um in den Metropolen, wie Köln, zu studieren oder zu arbeiten.

Studenten und junge Menschen wollen nicht nur möglichst günstig und zentral wohnen, sondern auch Freizeitaktivitäten am Wochenende nachgehen. Doch wer in das Siegener oder Kölner Nachtleben eintauchen möchte, muss früh anfangen. Denn bereits um 24 Uhr ist Schluss, da dann die letzten Züge in Richtung Heimat fahren. Im Idealfall würde der RE9 im 24-Stunden-Takt durchfahren. Da dies aber absolut unrentabel und realitätsfern wäre, stehen Alternativen im Fokus, so Thilo Kipping, stellvertretender Kreisvorsitzender der JU

Daher startet die Junge Union eine Kampagne für einen Nachtbusverkehr am Wochenende ein, der zwischen 24 Uhr und 4 Uhr stündlich von Siegen in den Oberkreis pendelt. Dieser soll die Route der Siegstrecke befahren und bis Betzdorf an allen Bahnhöfen halten. Davon würde nicht nur die Jugend direkt vor Ort profitieren, sondern auch die Gemeinden entlang der Siegstrecke. Da diese dann eine vollständige Anbindung an die Universitätsstadt bieten könnten, würden sie somit auch für Studenten als Wohnort attraktiv. Schließlich verlassen 30 Prozent der Schüler, die ihren Abschluss im Kreis machen, diesen anschließend. Somit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sagt Justus Brühl, Kreisvorsitzender der JU.

Das Einzugsgebiet Siegens geht bis einschließlich Betzdorf. Ab Wissen zieht es die Menschen eher nach Köln, meint Kipping. Daher wünscht sich die Junge Union zusätzlich, dass die Strecke der aus Köln kommenden S12 verlängert wird. „Langfristig könnte diese sogar bis nach Siegen verkehren und somit den Lückenschluss herstellen, mittelfristig erhoffen wir uns aber mindestens eine Verlängerung bis nach Wissen.“, sagt Brühl.

Unter den hiesigen Politikern fanden sich bereits im Vorfeld zahlreiche Unterstützer, wie Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach und Maik Köhler, Ortsbürgermeister von Mudersbach und Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Kirchen. Der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel übernahm die Schirmherrschaft über die Kampagne.

Die Junge Union stellte an den Bahnhöfen in Kirchen, Betzdorf und Wissen Banner auf, um auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Zudem stellte sie eine Anfrage an den Kreis. Ziel der Kampagne ist es, dass die Thematik auf die Agenda kommt. Zudem wurde eine Facebookseite erstellt.

Ob ihre Ideen zu einer Nachtbuslinie oder dem nächtlichen Zugverkehr überhaupt umsetzbar sind, wie ein funktionierendes Modell oder die Finanzierung aussehen soll und ob es überhaupt genügend potentielle Nutzer gibt, konnte die Junge Union nicht beantworten. Erst einmal sucht die Junge Union parteiübergreifend weitere Unterstützer. (jkh)


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