Werbung

Nachricht vom 01.02.2017 - 09:29 Uhr    

Gesetzesänderung verbessert Wettkampf- und Trainingsmöglichkeiten

Politik kreiert schon komplizierte Begriffe. „Sportanlagenlärmschutzverordnung“ gehört dazu. Allerdings: Änderungen dieser Verordnung durch den Deutschen Bundestag erweitern die Wettkampf- und Trainingsmöglichkeiten für Vereine und Sportler. Das teilt Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel aus Windhagen mit. Beispielsweise gibt es nun weniger strenge Auflagen bei Ruhezeiten.

MdB Erwin Rüddel informiert über Verbesserungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb durch Änderungen der Sportanlagenlärmschutzverordnung. (Foto: Büro Erwin Rüddel)

Kreisgebiet. „Eine Nachricht, die auch die Sportvereine im Landkreis Altenkirchen erfreuen dürfte: Der Bundestag hat für den Sport wichtige Änderungen bei der Sportanlagenlärmschutzverordnung beschlossen. So sind die strengen Auflagen bei den Ruhezeiten, die den Trainings- und Spielbetrieb gerade an Wochenenden beeinträchtigt haben, im Sinne des Sports deutlich verbessert worden“, teilt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel mit.

Zudem wurden auch die rechtlichen Unklarheiten bei älteren Sportanlagen ausgeräumt. „Mit der modifizierten Verordnung haben die Vereine und ihre Sportstätten Rechtssicherheit und Klarheit darüber erhalten, dass es nach einer Sanierung oder nach einem Umbau älterer Anlagen nicht zu anderen Lärmschutzauflagen kommt“, betont der selbst sportlich aktive Abgeordnete.

In einem Kriterienkatalog ist nunmehr ganz klar geregelt, was an baulichen Veränderungen an einer Altanlage vorgenommen werden darf, ohne dass sie ihren sogenannten Altanlagenbonus – also großzügigere Immissionsregeln – einbüßen muss. So stellen hiernach der vielzitierte Kunstrasenplatz oder der Einbau neuer Flutlichtanlagen kein Problem mehr dar. „Bisher liefen Sportanlagenbetreiber bei vielen Erneuerungen Gefahr, dass der Status der Altanlage verloren geht“, merkt Rüddel an.

Wegen der Bedeutung, Sport innerstädtisch, abends sowie an Wochenenden ohne Einschränkung zu treiben, sei eine gute Regelung gefunden. „Im Einzelnen bedeutet dies für die Immissionsrichtwerte einer Sportanlage dann, dass für die abendlichen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie für die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr die Werte an die tagsüber geltenden Werte angepasst werden. Mit diesen Änderungen wird der Zeitraum, währenddessen Sportanlagen in den Ruhezeiten ohne eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte genutzt werden können, deutlich erhöht“, präzisiert der Parlamentarier und Beauftragte für Sportfragen der CDU Rheinland-Pfalz.

Sport müsse dort sein, wo die Menschen leben und arbeiten – ein wohnortnahes Sportangebot sei sozusagen Daseinsvorsorge; und Anwohnerschutz dürfe nicht bedeuten, dass Sport nur noch außerhalb der Stadttore möglich sei. „Daher ist die überarbeitete Verordnung so bedeutend. Beides, Neujustierung der Ruhezeiten und ein planungssicher Umgang mit älteren Anlagen, waren zentrale Forderungen der Sportvereine, denen mit dem neuen Verordnungsentwurf nachgekommen wird“, konstatiert der dem Gesundheitsausschuss angehörende Bundestagsabgeordnete.

Dabei seien die Immissionswerte noch deutlich unterhalb der Grenzwerte, wie sie beispielsweise im Verkehrsbereich bestehen. „Bei dem zentralen Stellenwert, den Breitensport im Sinne der Gesundheits- und Bewegungsförderung erfüllt, ist die gefundene Regelung sicher auch in der Abwägung der Anwohnerinteressen gut begründet. Nunmehr ist es wichtig, dass die Verordnung schnell im Bundesrat beraten und verabschiedet wird, so dass sie im Sommer in Kraft treten kann“, bekräftigt Rüddel.


Kommentare zu: Gesetzesänderung verbessert Wettkampf- und Trainingsmöglichkeiten

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Politik


Junge Union wählte Kreisvorstand neu

Kirchen. Vergangene Woche wurde im Kirchener Restaurant Da Vinci der Vorstand des Kreisverbandes der Jungen Union neu gewählt. ...

SPD-Vize Stegner in Wissen: Regieren um jeden Preis geht nicht!

Wissen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Jüli und Joe Baker, die den Abend mit „Gare du Nord“, dem Nachtzug nach Paris, ...

MdB Sandra Weeser wird Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie

Betzdorf/Berlin. Schwerpunktthemen ihrer Arbeit sieht Sandra Weeser in der Förderung mittelständischer Unternehmen: „Wir ...

Kreis-SPD will sich organisatorisch neu aufstellen

Kreis Altenkirchen. Unter der Überschrift „SPD erneuern – Wir machen den Anfang!“ befasste sich der SPD-Kreisvorstand im ...

Bätzing-Lichtenthäler will bei ADD vermitteln

Kirchen-Herkersdorf. Wegen der anhaltenden Kritik an der geplanten Schließung des Grundschulstandortes Herkersdorf-Offhausen ...

Plädoyer für Sport beim Fußballverband Rheinland

Region. Themen eines engagierten Informationsaustausches waren unter anderen die Zusammenarbeit mit Schulen, internationale ...

Weitere Artikel


SGD Nord rät: Augen auf beim Kostümkauf zu Karneval

Region. Ob Pirat, Krankenschwester, Teufel oder Cowboy - die Auswahl an Kostümen im Supermarkt, Kaufhaus oder Karnevalsladen ...

Felsenbank bei Wissen-Schönstein bleibt zugänglich

Wissen-Schönstein. Im Rahmen der Einziehung alter und nicht mehr benötigter Wanderwegemarkierungen entfällt in Kürze auch ...

Westerwald Bank gratuliert sieben frisch gebackenen Bankkaufleuten

Hachenburg. Mit ihrer mündlichen Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mitte Januar haben sieben junge Frauen ...

Stipendium für Hotel- und Gastronomienachwuchs

Koblenz. Das Gastronomische Bildungszentrum (GBZ) der Industrie- und Handelskammer Koblenz unterstützt junge Menschen durch ...

Offener Treff im Teehaus Hamm

Hamm. Der offene Treff dient als Anlauf- und Kontaktstelle und soll so der Isolation, welche eine psychisch Erkrankung oftmals ...

Zentrale Sportlerehrung der VG Daaden-Herdorf

Daaden. Genau 100 Sportler aus 13 Vereinen ehrte Verbandsbürgermeister Wolfgang Schneider am Dienstagabend, 31. Januar im ...

Werbung