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Nachricht vom 14.02.2017    

Wissener Frauenkarneval begeisterte auch die Männer

Zum ersten Mal in der Geschichte des Wissener Frauenkarnevals durften auch Männer an einer der drei Sitzungen im Jugendheim teilnehmen. Wieder einmal präsentierten die Karnevalsfrauen ein tolles Programm, das mit viel Hingabe und Herzblut zusammengestellt und dargeboten wurde.

Die Wissener Karnevalsfrauen gaben an drei Tagen im Jugendheim wieder alles. Fotos: Regina Steinhauer

Wissen. Am Samstag, 11. Februar feierte der Wissener Frauenkarneval eine Premiere: Zum ersten Mal standen die Türen auch für die Herren der Schöpfung offen und gemeinsam wurde der Karneval der KFD eröffnet. Ein bunt gemischtes, über vierstündiges Programm wartete auf die Jecken, und das Musikduo Nicki und Danny sorgte für gute Stimmung. Sogar Prinz Michael besuchte gemeinsam mit seinem Gefolge die Sitzung und war sichtlich begeistert.

Im Fokus standen wie immer die Darbietungen der Karnevalsfrauen, die eine Vielzahl an Sketchen auf die Bühne brachten. Von der resoluten Charlotte Zwiebelmeier konnte man noch so einiges über den „richtigen“ Umgang mit Männern lernen.
Ein Paar neue Zähne zum Geburtstag, die neuesten Fitnesstrends wie „Kibotu“ (Kinderbodenturnen) oder wilde mexikanische Hühner beim Schwarzlichttheater – die Ideen scheinen den Wissener Karnevalsfrauen noch lange nicht auszugehen. Nicht selten plauderten die Damen auch aus dem Nähkästchen und so kommt es vor, dass „zufällige“ Parallelen zu den eigenen Familienmitgliedern und Ehepartnern nicht ausgeschlossen sind.

Mittlerweile zu einer festen Größe des Wissener Frauenkarnevals geworden ist Johannes Ortheil. Auf der Bühne schlüpft er in die verschiedensten Rollen – so auch diesmal: als Schweinezüchter und Zigeunerbaron heiratete er die Tochter einer ungarischen Großfamilie. Wer nicht dabei war, der hat was verpasst. Ein chaotisches und äußerst amüsantes Schauspiel sorgte für viele Lacher.
Aber auch hinter den Kulissen steht Johannes Ortheil den Karnevalsfrauen seit Jahren tatkräftig zur Seite und deshalb wurde er für sein Engagement mit dem Orden der Rhein-Zeitung geehrt.

„Früher gab es beim Frauenkarneval die geballte Weiblichkeit, heute auch die geballte Herrlichkeit“ - auch Pfarrer Martin Kürten ließ es sich nicht nehmen, selbst die Bütt zu besteigen. Reichlich Bühnenerfahrung konnte er ja bereits in seiner Kirche sammeln. Er erzählte von seinen Anfängen in Wissen und seinem Weg dorthin. Damals musste sich der Kardinal gedacht haben: „Wie kriegen wir den Kürten möglichst weit weg von Köln? – Schicken wir ihn nach Wissen.“ Und so begegnete er auf seiner Reise zahlreichen merkwürdigen Orten wie „Grab“, „Fegefeuer“ oder „Pinkler“ und die Einwohner letzteren Ortes würden ja dann … - na gut, das kann sich nun jeder denken. Angesichts der skurrilen Ortsnamen sei Wissen doch gar nicht so übel, meinte Kürten.

Ein weiteres Highlight auf der Bühne des Jugendheims war der Auftritt der „Drömdöppe“ aus Lohmar. Das Männerballett begeisterte mit einer ausgefeilten Choreografie und halsbrecherischen Hebefiguren.

Zum großen Finale kamen noch einmal alle zehn Karnevalsfrauen auf die Bühne. Aus Mönchskutten wurden fesche Dirndl und man fühlte sich fast wie auf dem Oktoberfest. Als dann noch Andreas Gabalier höchstpersönlich mit seinem Superhit „Hulapalu“ auf die Bühne kam, erreichte die Stimmung einen weiteren Höhepunkt. Der ganze Saal jodelte mit und so fand die Sitzung einen gelungenen Abschluss.

Es folgten zwei weitere Sitzungen am Sonntag und Dienstag zur gewohnten Zeit um 14.11 Uhr – nur für die Damen, versteht sich. (rst)

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