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Nachricht vom 28.04.2017 - 22:44 Uhr    

„Siebter Altenbericht": Wie werden die Ergebnisse umgesetzt?

Kann ich im Alter in meiner Stadt noch gut leben, bin ich, auch wenn ich nicht mehr so mobil bin hier noch gut versorgt oder muss ich umziehen? Diese und andere Fragen zum älter werden, stellt sich irgendwann jeder. Die Antworten sind sehr oft von den lokalen Bedingungen abhängig. Die CDU Stadtratsfraktion Betzdorf möchte von der Verwaltung wissen, wie die Erkenntnisse und Empfehlungen des „Siebten Altenberichts“ in Betzdorf umgesetzt werden.

Werner Neuhaus übergibt den siebten Altenbericht des Bundesfamilienministeriums an Werner Hollmann, den Fraktionssprecher CDU Stadtratsfraktion. Foto: Privat

Betzdorf. Ist der Lebensmittelmarkt zu Fuß erreichbar? Habe ich Verwandte, Freunde, Bekannte oder Nachbarn, die mich besuchen und vielleicht auch kleinere Besorgungen für mich erledigen, wenn ich meine Wohnung nur schwer verlassen kann? Mit dem Älterwerden, verkleinert sich meist der Aktionsradius und die Straße oder die Hausgemeinschaft wird zum Lebensmittelpunkt. Der Wohn-, Lebensort ist deshalb für Ältere, mehr als für jüngere Menschen, besonders wichtig. Er ist mit entscheidend, ob wir bis ins hohe Alter weitgehend selbständig und selbstbestimmt in unserer vertrauten Umgebung leben können.

Ältere Menschen fühlen sich räumlich und emotional eng mit ihrer Umgebung verbunden und engagieren sich dort. Teilhabe und Lebensqualität im Alter hängen also in hohem Maße von der lokalen Infrastruktur und den sozialen Netzen im Umfeld ab. Die CDU hat deshalb beantragt, dass die Verwaltung über die, in diesem Bereich in Betzdorf vorhandenen Maßnahmen, informiert. Danach soll das Thema in einer öffentlichen Sitzung im Stadtrat beraten werden, um so eine möglichst breite Diskussion darüber anzustoßen.

Der vom Bundesfamilienministerium im November 2016 herausgegebene „Siebte Altenbericht“ zeigt, welche Maßnahmen für ein würdiges, selbstbestimmtes Älterwerden nötig sind. Er gibt Empfehlungen, wie auf lokaler Ebene, durch die Vernetzung und Steuerung der regionalen Aktivitäten, die Rahmenbedingungen für das Leben der älteren Bevölkerung in ihrem Umfeld verbessert werden können. Die Kommunen sollen die Vorgaben umsetzen und Netzwerke schaffen. Die kommunalen Gremien sind nah am Menschen und haben engen Kontakt zu den vor Ort ehren- und hauptamtlich Tätigen. Sie sind erster Ansprechpartner.

Die CDU Fraktion möchte, dass die Stadt Betzdorf die Herausforderung annimmt und in der Daseinsfürsorge für Ältere aktiv wird. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, und die Politik für und mit älteren Menschen wirkungsvoll weiterentwickeln, erklärt die CDU. Dazu gehören lebendige Nachbarschaften, aktive Vereine, eine ausreichende Nahversorgung, eine gute ärztliche und pflegerische Infrastruktur, bezahlbare, barrierefreie Wohnungen sowie die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements. Diese und weitere, vielfältige Anregungen des Altenberichts sollen in Betzdorf nach und nach umgesetzt werden. Die Stadt steht erst am Anfang einer langen Entwicklung zum Erhalten der Lebensqualität, auch im hohen Alter. Die CDU Stadtratsfraktion möchte mit ihrem Antrag erreichen, dass Betzdorf damit beginnt.

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