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Nachricht vom 10.10.2017 - 07:35 Uhr    

Wissen: Hotel- und Erlebnisgastronomie Germania eröffnet bald

Zahlreiche Handwerker wuseln durch das Gebäude auf dem Gelände der abgerissenen Germania-Brauerei. Seit geraumer Zeit können die Wissener verfolgen, wie sich ein ehemaliger Schandfleck in ein potentielles gastronomisches und touristisches Aushängeschild verwandelt. In wenigen Tagen wird schon das Hotel und die Erlebnisgastronomie Germania über dem Rewe an der Oststraße eröffnen. Und nicht nur der Name soll an die ehemalige Traditionsbrauerei erinnern. Ein Vor-Ort-Besuch.

Geschäftsführer Christoph Fischer (links) und Bauherr Franz-Rudolf Sanktjohanser freuen sich auf die baldige Eröffnung. Fotos: ddp

Wissen. Moderne Glasfronten treffen auf rustikalen Backstein und Holz. Nach über einem Jahr Bauzeit steht ein ambitioniertes Projekt kurz vor der Fertigstellung, das Moderne mit Tradition vereinen will. Im Zuge der Errichtung des Rewe-Marktes war im Jahr 2000 das Gebäude der Germania-Brauerei abgerissen worden. Für viele vergammelte das Gelände seitdem zu einem Schandfleck. Und an diesen erinnert nach rund 5,5 Millionen Euro für Bau und Einrichtung nun rein gar nichts mehr. Schon bald sollen Gäste aus nah und fern in die Erlebnisgastronmie einkehren, die Tagungsräume nutzen oder in einem der 38 Zimmer und Suiten übernachten.

Am Samstag, 14. Oktober, können sich Interessierte selbst ein Bild am Tag der offenen Tür machen. Noch herrscht emsige Betriebsamkeit auf den rund 1700 Quadratmetern, die sich auf vier Stockwerke erstrecken. Zahlreiche Handwerker hämmern, bohren, schleifen, transportieren, diskutieren. Beim Gang durch die zumindest fast fertige Baustelle lässt sich bereits erahnen, dass die Bauherren und Investoren nicht einfach nur, eine Übernachtungsmöglichkeit für Gäste in Wissen schaffen wollten. Edel und rustikal, offen und besonders – diese Schlagworte fallen einem sofort ein, wenn man durch die Gänge schlendert. Obwohl aus dem Boden gestampft, atmet das Gebäude Geschichte und erinnert an die Brauerei-Tradition, die unweigerlich mit dem Gelände über dem Rewe-Markt verknüpft ist. Hat man das Tor an der Oststraße mit dem edlen Germania-Schriftzug passiert, steht man auch schon auf der Fläche eines groß angelegten Biertgartens, der rund 130 Sitzplätze bieten wird. Beim Blick nach links Richtung Kreisel stellt man sich Kinder vor, wie sie auf den Holzgerüsten des Spielplatzes herumtollen, vielleicht Sandburgen bauen.

Noch bevor man eingetreten ist in den Restaurantbereich (geöffnet von 11 Uhr bis 23 Uhr), erahnt man, wo man sich gleich niederlässt dank der großflächigen Glasfronten: Der Restaurantbereich bietet 135 Plätze und ist wie der gesamte Gebäudekomplex an den Stil der Germania-Brauerei angelehnt. Am ehesten ist dies der Fall bei den kleinen Fliesen, über die man geht, oder den Backstein an Wänden und Fassade. Modernität versprüht neben den Glasfronten der Einsatz von grauen Betonflächen. Im Zentrum des Gebäudes ist die Brauhausküche untergebracht. Sie soll auch Vegetarier und Veganer zufriedenstellen, betont die Hotelleiterin Marise Stausberg.

Weiter geht’s in das „Kleine Kulturwerk“. Richtig gehört: Der kulturelle Anziehungspunkt im ehemaligen Walzwerk bekommt einen kleinen Bruder. Hier sollen rund 130 (Sitzplätze) beziehungsweise 300 Gäste (Stehplätze) einkehren können. Ein Konzert und eine Feier zu Weihnachten sowie eine Silvestersause stehen schon fest im Terminkalender. Aber auch weitere Veranstaltungsformate sind angedacht, etwa Puppentheater für die Kleinsten über Comedy oder Livemusik bis hin zum Seniorentanz.
Auch an Geschäftsleute wurde gedacht. Drei Tagungsräume (zweimal 40 und einmal 80 Quadratmeter) stehen für sie bereit. Gegenüber dem Restaurantbereich betritt man schließlich die Hotellobby mit angeschlossenem Frühstücksraum. Für die Gäste wird zum Speisen außerdem eine Terrasse zur Verfügung stehen. In den oberen zwei Stockwerken sind die 38 Gästezimmer und Suiten untergebracht. Nach der baldigen Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll der zweite rasch folgen. In jedem Zimmer erinnern Naturmotive an die ländliche Umgebung. Zur Standardaustattung gehören Boxspringbetten, ein Flachbildfernseher, Schreibtisch, Safe und natürlich moderne Badezimmer sowie kostenloses WLAN. Neben den Standard-Einzel- und Doppelzimmern stehen zwei komfortable Junior-Suiten sowie mehrere Familienzimmer zur Verfügung. Ein Highlight: die „Germania-Suite“ mit Dachterrasse mit Blick auf das Kulturwerk.

Geschäftsführer Christoph Fischer und einer der Bauherren Franz-Rudolf Sanktjohanser betonen, dass das Projekt 30 Mitarbeitern in Festanstellung Arbeit bieten wird, der überwiegende Teil davon in Vollzeit. Neben der Familie Sankjohanser treten die Familien Brucherseifer und Mayinger als Bauherren auf. Was die Motivation für das Großprojekt ausmachte? Heimatverbundenheit, gepaart mit einem Sinn für ordentliche Geschäftsführung, erklärt Sanktjohanser.

Am kommenden Samstag, 14. Oktober, können sich Interessierte von 11 bis 18 Uhr selbst ein Bild vom Hotel und der Erlebnisgastronomie machen. Die Gäste erwartet unter anderem Live-Musik von der Jazz-Band „Schräglage“. Und am Sonntag, 15. Oktober, wird im „Kleinen Kulturwerk“ ein Brunch von 9.30 bis 14 Uhr angeboten. Tags drauf, am 16. Oktober, schließt die Gastronomie die Pforten – der „einzige und letzte“ Ruhetag, betont Geschäftsführer Fischer. (ddp)

Mehr zum Thema:

Ehemaliges Brauerei-Gelände: Schandfleck wird Aushängeschild (14.09.2015)

Germania Brauhaus Wissen nimmt Formen an (20.12.2016)

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
     


Kommentare zu: Wissen: Hotel- und Erlebnisgastronomie Germania eröffnet bald

4 Kommentare

Trotz einigen negativen Kommentaren, (Schriftzug usw) finde ich es gut wieder ein modernes Hotel in Wissen zu haben. Wuensche jedenfalls viel Erfolg :-)
#4 von Manfred Dickersbach, am 11.10.2017 um 14:09 Uhr
Endlich mal wieder eine Belebung für unser Wissen und die ganze Umgebung. Ich wünsche auf jeden Fall den mutigen Investoren und dem ganzen Team einen glücklichen und erfolgreichen Start in der Hoffnung, dass das große Ziel der Verantwortlichen, in Wissen, an einer traditionsreichen Stätte, eine belebende Hotel- und Gastronomielandschaft auf Dauer zu etablieren, in Erfüllung geht.
Beim Kulturwerk gab´s zu Beginn auch immer wieder die Kritiker, die das Objekt schlecht reden wollten. All diese sind ob des großen Erfolges des Projekts verstummt. Ich denke, hier bei der "Germania" wird es genau so gehen.
Nur Mut und viel Glück!

Dieter Dornhoff, Selbach
#3 von Dieter Dornhoff, Selbach, am 11.10.2017 um 06:55 Uhr
Nicht nur der Schriftzug ist kein Originaler auch die Miss Germania ist abgeändert.
#2 von Gerhard Schmidt, am 10.10.2017 um 13:35 Uhr
Warum hat man den alten Schriftzug "Germania" nicht verwendet? Evtl. geschützte Schreibweise?
#1 von Klaus Rödder, Mittelhof, am 10.10.2017 um 07:06 Uhr

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