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Nachricht vom 04.12.2017 - 09:03 Uhr    

JU Betzdorf-Gebhardshain zur Parkplatzsituation am FvS-Gymnasium

Die Parkplatzsituation am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf/Kirchen stellt eine schwierige Situation dar, bei welcher gleich mehrere Parteien (Anwohner, Schüler, Schule, Stadt) in einen Konflikt geraten. Die Dialogbereitschaft aller Beteiligten ist von absoluter Notwendigkeit.

MdL Michael Wäschenbach, Christian Behler und Justus Brühl (von links) begutachten die Parkplatzsituation in der Freiherr-vom-Stein Straße. Foto: JU

Betzdorf. Für die Schüler stellt die geringe Kapazität der Parkplätze am Gymnasium eine große Herausforderung dar. Auf knapp 200 Schüler, die mit dem Auto zur Schule fahren, kommen nur 96 Parkplätze. Die Schüler können lediglich in den Nebenstraßen auf den gekennzeichneten Parkflächen parken. Dort geraten die Schüler allerdings immer häufiger mit Anwohnern in Konflikte.

Die Junge Union nimmt die Anliegen der Anwohner ernst. „Wir wollen, dass jeder ohne Probleme vor seinem Haus einen Parkplatz findet“, konstatiert Christian Behler, Vorsitzender der Jungen Union Betzdorf-Gebhardshain, „allerdings muss auch die Seite der Schüler verstanden werden. Es kann nur eine Lösung geben, wenn die Konfliktparteien gemeinsam dran arbeiten.“ Eine Protestkation der Anwohner, bei der eine Seite der Struthofstraße mit Autos blockiert werden sollte, wurde seitens der Stadt auf Grund der Verkehrssicherheit untersagt.

Der JU-Kreisvorsitzende und ehemalige Schülersprecher des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Justus Brühl führt dazu aus: „Es kommen mehr Schüler als früher mit dem Auto zur Schule. Dies liegt einerseits an rasant gestiegenen Schülerzahlen. 2007 haben knapp 80 Schüler Abitur am FvSGy gemacht, 2016 etwa 180 Schüler. Andererseits sind die Stundenpläne der Oberstufenschüler dadurch individueller geworden. Fast kein Stundenplan ähnelt dem anderen, der Schulschluss fällt für jeden unterschiedlich aus. Fahrgemeinschaften lohnen sich daher nicht. Diese beiden Entwicklungen führen dazu, dass zu wenig Parkplätze vorhanden sind.“

„Der ÖPNV zur Schule ist sehr lückenhaft. Gerade für Schüler aus Friesenhagen oder Derschen, gibt es nicht genügend Anbindungen. Zudem muss das Busticket in der Oberstufe von den Schülern selbst bezahlt werden. Für sie rentiert sich der Nahverkehr nicht.“, ergänzt Christian Behler.

Für die Anwohner gibt es seit 2016 Parkausweise, mit welchen unbegrenzt auf den Parkflächen geparkt werden kann. Schüler hingegen können nur zwei Stunden auf den Parkplätzen bleiben. „In Klausurzeiten ist das nicht machbar“, berichtet Behler. Die Schüler nähmen oftmals Strafzettel in Kauf, weil es keine anderen Parkmöglichkeiten gibt. „Wir wünschen uns daher die Parkzeitverlängerung vormittags auf vier Stunden zu verlängern.“ Zudem werden ab 13 Uhr Parkplätze von Eltern blockiert, welche ihre Kinder abholen möchten, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kommt. Die JU hält eine Zone, in der Eltern ihre Kinder zur Schule bringen und abholen können für nahezu notwendig um den Verkehr zu entlasten. Diese könnte beispielsweise in der Kirchener Straße geschaffen werden.

Ungeklärte Zuständigkeiten zwischen Stadt und Landkreis für die Erschließung weiterer Parkflächen halten eine Lösung auf. Die Junge Union fordert daher, die entsprechenden Zuständigkeiten zu prüfen. Des Weiteren fordert sie die Prüfung der Möglichkeit, die Baugrundstücke im Bereich des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums anzumieten, um somit weitere Parkmöglichkeiten zu schaffen. (PM)


Kommentare zu: JU Betzdorf-Gebhardshain zur Parkplatzsituation am FvS-Gymnasium

1 Kommentar

Die vorgeschlagene Lösung der Jungen Union geht doch am eigentlichen Problem vorbei: Müssen wirklich knapp 200 Schülerinnen und Schüler mit dem Auto zur Schule kommen? Wenn wirklich nur diejenigen mit dem Auto kommen würden, für die es keine andere Möglichkeit gibt (z. B. die im Artikel angesprochenen Schülerinnen und Schüler aus Derschen und Friesenhagen), wäre die Parkplatzsituation am Struthof schnell entschärft.

Als Junge Union auf der einen Seite eine Stärkung des ÖPNV zu fordern (Nachtzug und -bus nach Siegen), diesem jedoch mit der hier vorgeschlagenen Lösung einer Stärkung des Individualverkehrs auf lange Sicht zu schaden, ist weder zukunftsorientiert, noch zeugt es von einer klaren und konsistenten Linie.

Zu kritisieren ist hierbei auch die Aussage von Herrn Behler, der davon spricht, dass sich der Nahverkehr für die Schülerinnen und Schüler nicht rentiere. Hier frage ich mich, wer dann das Auto und die Unterhaltskosten desselben übernimmt, welches offensichtlich für die Fahrt zur Schule genutzt wird.

Eine Lösung des Problems kann sich, wie auch die Junge Union festgestellt hat, nur mit allen Beteiligten zusammen ergeben. Gefordert sind hier jedoch auch die Schülerinnen und Schüler, die mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Region ihre Einstellung zum ÖPNV und dessen Nutzung überdenken müssen.
#1 von Jan Hellinghausen, am 04.12.2017 um 18:14 Uhr

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