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Nachricht vom 14.03.2018 - 09:11 Uhr    

Kreis-Grüne beschäftigten sich mit veränderter Schullandschaft

Wie wird sich die Schullandschaft im Kreis Altenkirchen verändern? Dieser Frage ging die Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen nach, die sich bereits über einen längeren Zeitraum mit dem Thema Schulen des Kreises Altenkirchen beschäftigt. Der Kreistag hatte in der letzten Woche die integrative Schulform für die Realschule plus in Wissen auf den Weg gebracht und die Standortfrage für die Betzdorfer Realschule plus zugunsten des „Bühl“ entschieden.

Altenkirchen/Kreisgebiet. Schon seit Monaten zieht sich die Diskussion über und die Befassung mit dem Schulentwicklungsplan von durch die Ausschuss- und Kreisarbeit der kommunalen Politik. Im umfassenden Werk des Gutachters Wolf Krämer-Mandeau sind eine detaillierte Bestandsaufnahme, inklusive der aktuell jetzt vorliegenden Anmeldezahlen für das Schuljahr 2018/2019, Fragen zur Standortsicherung der Schulen ebenso wie diskussionswürdige Prognosen und Vorschläge enthalten.

„Parallel zur Befassung mit den Unterlagen, die vom Kreis bereitgestellt wurden, haben wir Grüne alle Möglichkeiten genutzt, um uns über wahrgenommene Besuchsangebote in den Schulen und bei Gesprächen vor Ort einen eigenen Eindruck zu verschaffen.", so die Schulpolitiker der Grünen, Dorothee Hermes-Malmedie, Kevin Lenz und Anna Neuhof. Zu entscheiden war über die folgenden drei Schwerpunkte: Die Aufhebung der gemeinsamen Orientierungsstufe zwischen der Realschule plus und dem Gymnasium in Wissen, die Umwidmung der Realschule (RS) plus in Wissen als integrative Angebotsform und die abschließende Entscheidung zum Standort der Realschule plus in Betzdorf.

Hermes-Malmedie und Neuhof weiter: „Wir müssen mit der Entscheidung sicherstellen, dass die an den Standorten bereits vorhandene qualitativ hochwertige Ausbildung weiterhin angeboten und ausgebaut werden kann.“ Mit einer Aufhebung der gemeinsamen Orientierungsstufe des Gymnasiums und der RS plus in Wissen und der Umwidmung zur integrativen Angebotsform der RS könne diese gestärkt werden. „Dies ist der gemeinsame Wunsch und Wille der Schulleitung und der Eltern. Wir haben hohe Anmeldezahlen von SchülerInnen aus Wissen, die die integrative RS plus in Gebhardshain besuchen möchten, das sind SchülerInnen, die dem Standort verlorengehen.“, so der Fraktionssprecher der Kreistagsfraktion Gerd Dittmann. „Auch wir von den Grünen sehen durch diese Änderungen Vorteile für alle Beteiligten“.

„Zur Standortfrage der Bertha-von-Suttner Realschule RS plus in Betzdorf zu entscheiden ähnelte der Lösung des gordischen Knotens. Standort ‚Bühl‘ oder weiterhin Standort in der Schützenstraße? Die Realschule steht für eine gute Schulausbildung und hat eine lange Tradition, allerdings haben die zwei Schulstandorte in der Vergangenheit zu einigen Problemen geführt“, so Anna Neuhof. Die Beteiligung des Kreises als Träger der Schule, die bevorstehende Entscheidung der VG Betzdorf/Gebhardshain und der Stadt Betzdorf, ein marodes Schulgebäude zu sanieren und einen Kindergarten zu erweitern, oder eventuell das Gebäude in der Schützenstraße als kostengünstigere Variante vom Kreis zu erwerben, um beides dort unterzubringen, machte eine Entscheidung nicht einfacher. „Nach unserer Einschätzung weist der Bühl entscheidende Kriterien für bessere Entwicklungsmöglichkeiten der Schule auf. Mit den erheblichen Investitionskosten ist eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die dem Schulkonzept Rechnung tragen und optimale Bedingungen für die SchülerInnen schaffen, was sicher nicht allen gerecht wird, uns aber als vorrangig erscheint. Wir sehen als Ziel einen zukunftsfähigen Schulstandort und hoffen, dass dies durch einen Anstieg der Anmeldezahlen honoriert wird“. (PM)

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Kommentare zu: Kreis-Grüne beschäftigten sich mit veränderter Schullandschaft

1 Kommentar


Ich bin ein Schüler der BvS Betzdorf und finde, dass der Standort Schützenstraße der weitaus bessere Standort für die Schule ist. Der wirklich gute Ruf der Schule wurde von der DOS zerstört.
Die Anmeldezahlen zeigen das genau im letzten Jahr, wo die Schulen getrennt waren:
BvS: ca. 130
DOS: ca. 35 .
Der Standort am Bühl ist schon sehr alt und auch sehr marode, der Standort Schützenstraße dagegen noch funktionstüchtig. Die Klassenräume in der Schützenstraße wurden von den Schülern schon selbst saniert, auf dem Bühl hingegen nicht.
Außerdem, was bringt ein riesen Areal, wenn wir eh immer weniger Schüler bekommen? Genau gar nichts.
Die Schützenstraße ist aus meiner Sicht und aus der Sicht vieler Schüler und Lehrer der weitaus bessere Schulstandort.
LG

#1 von Lukas Hensel, am 13.03.2018 um 14:21 Uhr

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