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Nachricht vom 04.08.2018 - 16:52 Uhr    

Radsportevent „City Night“ lockt wieder nach Betzdorf

Faszinierend ist es zu erleben, wenn der Pulk an Rennradfahrern mit fast 50 Kilometern pro Stunde über die Pflastersteine der Fußgängerzone in Betzdorf fährt und der Fahrtwind drückt – bis weit in den Abend hinein: Am Freitag, 10. August, wird es dieses besondere Erlebnis wieder geben – für die Starter und die Zuschauer bei der „Sparkassen City Night“, die der örtliche Radsportclub „Peter Günther“ 1984 zum 16. Mal veranstalten wird.

Jan-Peter Will und Melanie Eckhard werden im Trikot des Radsportclubs (RSC) „Peter Günther“ 1984 beim Betzdorfer Radsportevent in die Pedalen treten. (Foto: tt)

Betzdorf. Das Event wurde am Donnerstag, 2. August, bei einer Pressekonferenz im S-Forum vorgestellt – und das Motto der City Night lautet „Rund um das S-Forum“. Das bedeutet für die Rennsportfahrer in der Elite A-/B-Klasse 70 Runden über den 900 Meter langen Rundkurs. Das werden vom Start am Rathaus bis zum dortigen Zieleinlauf am Ende 63 Kilometer sein, die die Fahrer beim letzten Rennen des Tages im Sattel sitzen werden.

Zur Pressekonferenz hatte Johannes Kaspers, Leiter Vertriebsmanagement und damit für Sportförderung und Sponsoring zuständig, in den Geschäftsräumen der Sparkasse Westerwald-Sieg in Betzdorf begrüßt. Im Beisein von Barbara Ruß, Marktbereichsleiterin der Geschäftsstelle, Stadtbeigeordnetem Michael Pagnia und Vertretern des RSC betonte Kaspers: „Wir sind froh, eine solche Veranstaltung hier zu haben und die Menschen hier hin zu ziehen“.

Es begann 1996
„Wir freuen uns, dass die Sparkasse als Hauptsponsor und so unterstützt, dass wir die Veranstaltung durchführen können“, betonte Vorsitzender Markus Grigat, der kurz ins Jahr 1996 zurück blickte, als man mit kleinen Mitteln angefangen habe. Zu Glanzzeiten habe man die deutsche Radsportelite in die Stadt an Sieg und Heller geholt. Die deutsche Amateurelite zu präsentieren, darauf habe man sich inzwischen fokussiert. Das sei aber eben nicht ohne Sponsoren zu realisieren, unterstrich Grigat, der auch der Erzquell-Brauerei, von dieser war Werberepräsentant Harald Diehl zur Pressekonferenz erschienen, dankte. Seinen Dank entrichtete er auch an die Sponsoren. Kamp EAW sei mit einer Autopräsentation dabei, und die Petz Rewe GmbH patroniere das erste Rennen, sagte der Vorsitzende.

Bei diesem Kombinationsrennen werden um 18.30 Uhr die Senioren 4 und Frauen Elite starten. Wenn die Senioren ihre 40 Runden (36 Kilometer) hinter sich gelassen haben, werden die Damen noch fünf weitere (45 Runden, 40,5 km) alleine drehen und um einen Platz auf dem Podest fahren. Als einzige Frau im RSC-Trikot wird Melanie Eckhard aus Eisern mit von der Partie sein. 2014 bereits bei der „Sparkassen City Night“ gestartet, freut sie sich nach der Babypause nun auf ihr erstes Rennen und ihren zweiten Start beim Event in Betzdorf. Es sei ein schöner, kleiner Kurs, mit vielen Zuschauern, die anfeuern würden. Mit Verweis auf das „Trainingspensum mit Kind“, das nicht so hoch sei, möchte sie das Rennen durchfahren, sagte sie und blickte auf die Starterliste. Alle gemeldeten seien unter den Top 10, da sei es schwer aufs Podest zu schaffen. „Durchfahren ist ein Erfolg“, betonte Michael Graben, der beim RSC für die Rennsportabteilung verantwortlich ist und einige Teilnehmer vorstellte, zum Beispiel Lydia Wegemund (RSV Gütersloh 1931). Sie führt beim Bund deutscher Radfahrer die Rangliste der Frauen-Elite an. Francis Cerny (RSC), die bei den Landesmeisterschaften in Mainz gestürzt sei, werde nicht starten, so Graben.

RSC mit eigenen Fahrern am Start
Bei der City Night werden rund zehn RSC-Fahrer antreten. So zum Beispiel Kurt Werheim (Senioren). Bei der Senioren 4 wird ab 60 Jahren gefahren, und auch Titelverteidiger Gerhard Hack (KMO Cycling Master Team II) startet. „Bei den Senioren sind einige dabei, die richtig schnell fahren“, gab Graben einen Einblick. Besonders viele Fahrer werden um 19.35 Uhr den Startschuss in der Elite C-Klasse (19 bis 40 Jahre), dem „Großen Preis der Erzquell Brauerei“ erwarten, hieß es. Nach den 50 Runden sind hier 45 Kilometern auf dem gewohnten Rundkurs absolviert. Nach den eingebauten Sprints, die es zusätzlich spannend machen sollen, wird an den Besten das Trikot der Sparkasse Westerwald-Sieg vergeben. Mit vier Leuten mischt hier der RSC mit, darunter der neu dazu gestoßene Jan-Peter Will. Bislang Hobbyrennen gefahren, ist es für den 29-Jährigen das erste Lizenzrennen. Für ihn sei es wichtig, Erfahrungen zu sammeln. Es ist sein erster Start in Betzdorf, aber zugeschaut hat er schon: „Es ist absolut beeindruckend.“ In den Burbacher werden große Hoffnungen gesetzt, hieß es. Er kam eher zufällig zufällig zum RSC, nach Trainingsbegegnungen mit Jeremias Schramm aus Struthütten, der im RSC als Jugendfahrer groß geworden ist und jetzt im Bundesliga-U23-Team Magnesium Pur fährt.

Schramm war im Juni beim DM-Profirennen gestartet und wird in Betzdorf in der Elite A/B-Klasse antreten. Graben hob die super starken Leistungen von Schramm hervor, was einiges erwarten lasse. Aber als Einzelfahrer werde er es gegen die Teams schwer haben, hieß es. Aus dem Cross-Bereich komme Mario Scheel (Friedewald), der für den RSC in die Pedalen tritt. Teamkollege Tim Neschen (Obererbach, jetzt Düsseldorf) sei ein guter Allrounder. Auch Frank Stühn sitzt im RSC-Trikot im Sattel. Besonders machte Graben auf Andreas Vach (Gummersbach), der früher für den TV Jahn Siegen fuhr, aufmerksam. Der 51-jährige Fahrer (Adam Donner Master Racing) war jüngst bei den Senioren deutscher Meister geworden – und nun wird im DM-Trikot in der C-Klasse in Betzdorf starten.

70 Runden, 70 Minuten
Das Sprinttrikot in der Elte A/B-Klasse (Großer Preis der Sparkasse Westerwald-Sieg) kommt von der Erzquell-Brauerei. Dieses Rennen als Höhepunkt startet um 21 Uhr, und die Veranstalter gehen davon aus, dass die die 70 Runden nach 70 Minuten absolviert sein werden. Das bedeuten einen Schnitt von fast 50 Kilometer pro Stunde auf dem engen Kurs, verdeutlichten die Veranstalter. Für den RSC ist hier Marvin Schmidt am Start, ein Crossspezialist, der höchste deutsche Eliteklasse fährt. Simon Happel, der 2016 das Rennen gewann. Mit dem damals Zweitplatzierten Dominik Ivo und dem Drittplatzierten Christian Noll fährt er diesmal zusammen im Team Kern-Haus. „Die dominieren die Rennen wirklich“, sagte Graben. Ein Novum sei es diesmal, dass die Rennserie Kern-Haus-Cup mit dem fünften Rennen in Betzdorf ende, sagte Grigat. Zum Rennen merkte er an, dass es auch auf Taktik ankomme, denn bei der Geschwindigkeit vorne zu fahren, das sei „brutal“. Wann lässt man andere vorfahren? Wann fahre man wieder selbst voraus? Das sei abzuschätzen, sagte Grigat.

Erfreut ist der RSC darüber, wieder Henning Thon als Sprecher gewonnen zu haben. Er werde die sportlichen Sachen herauskristallisieren und die Zuschauer auf dem Laufenden halten, was auf dem Kurs geschehe. „Das wird eine gute Sache, wir freuen uns darauf“, sagte Grigat. Seinen Dank entrichtete Grigat auch an die Stadt Betzdorf, die wieder helfe. So habe der Bauhof um Pflastersteine in der Fußgängerzone ausgebessert, über die die Räder rasen werden. Feuerwehr und THW würden wieder Beleuchtung installieren. Denn das besondere Feeling, da ist sich Grigat sicher, mache bei der „Sparkassen City Night“ aus, dass die Rennradfahrer durch eine vier Meter breite Gasse an den Zuschauern vorbeirauschen, und das bei abendlicher Stimmung. Er hofft, dass das Wetter mitspielt und es nicht mehr so heiß sei wie jetzt.

Rennsportfeeling für den Nachwuchs
Wie der AK-Kurier bereits berichtete, wird es wieder ein „Fette Reifen Rennen“ geben. Bei zwei Rennen können Acht- bis Neunjährige (eine Runde) beziehungsweise Zehn- bis Elfjährige (zwei Runden) Rennsportfeeling schnuppern. Anmeldungen sind unter der E-Mail-Adresse rsc-betzdorf@gmx.de und bis eine Stunde vor dem Start am Rathaus möglich – das Rennen geht um 18.15 Uhr los. Um 18 Uhr wird Stadtbeigeordneter Pagnia den Fassanstich vornhmen, und einen „bunten Abend“ eröffnen, ist sich Vorsitzender Grigat sicher. (tt)

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