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Nachricht vom 11.10.2018 - 15:59 Uhr    

Er will Kümmerer sein: Ulrich Noß startet als Wissener Citymanager

Jetzt ist er da, der neue Wissener Citymanager. Die Wahl fiel auf Ulrich Noß. Der 58-Jährige war bereits in gleicher Funktion im Oberbergischen tätig. Bei der Stadt Wissen übernimmt er die Funktion in Teilzeit. Sein Büro liegt gleich neben dem des Stadtbürgermeisters im Gebäude der Westerwald Bank.

Sie sitzen Tür an Tür: Stadtbürgermeister Berno Neuhoff (rechts) begrüßt Ulrich Noß als neuen Citymanager der Stadt Wissen im Büro im Untergeschoss der Westerwald Bank. (Foto: Stadt Wissen)

Wissen. Der Startpunkt ist gesetzt. Am 18. September bezog Ulrich Noß sein Büro neben Stadtbürgermeister Berno Neuhoff in Wissen im Untergeschoss der Westerwald Bank. Im letzten Jahr hatte der Stadtrat Wissen das Citymanagement einstimmig auf den Weg gebracht. Zunächst hatte man sich bei externen Büros umgesehen, war aber dann zum Ergebnis gelangt, einen eigenen City-Manager einzustellen. Diese Stelle wird zu 70 Prozent aus dem Programm „Aktive Stadt“ gefördert, und das für die Dauer von zwei Jahren. Die Stelle wurde im Sommer ausgeschrieben. Die Wahl fiel schließlich auf Noß. „Ulrich Noß mit seiner Erfahrung ist eine gute Entscheidung für unsere Siegstadt Wissen“, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff in einer Pressemeldung. „Er stammt aus dem benachbarten Oberbergischen, war Vorsitzender einer Werbegemeinschaft und hat Erfahrungen im City-Management und spricht die Sprache der Menschen. Für die schwierige Aufgabe des Citymanagements in Wissen brauchen wir einen guten Start“, so Neuhoff.

Auf Vorstellungsrunde
Jeden Dienstag ist Ulrich Noß im Büro anzutreffen. Der zweite Tag in der Woche wird sich variabel gestalten. Er übt seinen Job in Teilzeit aus. In den ersten Wochen seines Dienstes ist er auf Vorstellungsrunde. Ulrich Noß: „Ich bin überall sehr offen und freundlich empfangen worden. Das macht Mut und Freude an der Arbeit“, so der neue Citymanager im ersten kurzen Rückblick. Der Vertrag, der zunächst für zwei Jahre und 19,5 Stunden die Woche gilt, ist von der Verbandsgemeinde Wissen unterzeichnet. Auch Bürgermeister Michael Wagener freut sich über den neuen Mann für Wissen.

Mit dem Handel vertraut
Der 58-jährige Noß hat in seinem Berufsleben vielfältige Erfahrungen gesammelt: 30 Jahre in der Touristik haben ihm einen Blick über den Tellerrand ermöglicht. Als Mitglied einiger Werbegemeinschaften und langjähriger Vorsitzender im „Wiehler Ring“ in seiner Heimatstadt im Oberbergischen sind ihm die Probleme und Abläufe im Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe wohl bekannt, beispielsweise die Veränderung der Innenstädte durch den digitalen Handel. Geschäfte, die schließen werden oft nicht wieder besetzt. Leerstand ist ein großes Problem. „Dabei gilt es zusammenzurücken und das Problem in Gemeinschaft anzugehen. Mehr Flexibilität bei Immobilienbesitzern wäre ein erster Schritt auch für Wissen“, schreibt die Stadt in ihrer Meldung. Noß, der vor seiner Bewerbung schon öfter in Wissen war, ist überzeugt, dass man einiges bewegen kann: „Die Leute sind offen und interessiert“, stellte er fest. „Viele sind hier schon geboren und es liegt ihnen an einer funktionierenden Innenstadt.“

Noß will Kümmerer sein
Dass es kein einfacher Weg ist, konnte er als Citymanager in Bielstein und Wiehl in vier Jahren Dienstzeit erfahren. Anderseits ist die Aufgabe ungeheuer spannend und bietet Möglichkeiten, Handel neu zu denken. Er bezeichnet sich daher gern als Kümmerer. „In meiner Position kann ich nur anregen und aufmerksam machen“, umsetzen müsse es der Handel selber. Mit Ideen und Hilfestellung soll es nicht fehlen.

Gemeinschaftsaufgabe Citymanagement
Aufgaben gibt es zweifellos genug: die Begleitung beim Umbau der Rathausstraße, Leerstandbeseitigung, Hilfe bei der Organisation von Veranstaltungen, Digitalisierung im Handel stehen auf der Agenda. „Ich habe erfahren müssen, dass Citymanagement eine Gemeinschaftsaufgabe ist, nur so kann es gelingen, die Stadt zukunftstauglich zu gestalten.“ Die bevorstehenden Investitionen der Stadt seien ein deutliches Signal, so Citymanager Ulrich Noß, dass der Wille, in eine gemeinsame Zukunft zu gehen, da sei. „Dies erwarte ich auch von Händlern und Immobilienbesitzern.“

• Der neue Wissener Citymanager Ulrich Noß ist wie folgt erreichbar: Tel.: 02742-9115153, mobil: 0151-50617618, E-Mail: ulrich.noss@rathaus-wissen.de (PM)

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Kommentare zu: Er will Kümmerer sein: Ulrich Noß startet als Wissener Citymanager

5 Kommentare

Wissen als Standort für Familien aus dem Ballungsraum Köln und Bonn attraktiver machen. Statt einer Bahnverbindung die an jedem kleinen Bahnhof hält eine Verbindung die zügig die Strecke in der Hälfte der Zeit schaffen muss. Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs werden es ohne Zuzug weiterhin schwer haben. Haltestellen Au, Eitorf, Siegburg, Köln.

#5 von Joerg Dielmann, am 13.10.2018 um 08:13 Uhr
Viel Erfolg "in" und "für" die Stadt Wissen/Sieg...! Vielleicht gibt es ja ein Konzept, was nicht in "einer Versicherungsagentur" oder "einem Optiker Geschäft" endet.
#4 von Günther W. Humpert, am 12.10.2018 um 13:10 Uhr
Alles gut, warten wir es ab, aber wegen Erfolg wurde noch niemand vor die Tür gesetzt.
#3 von Ingeborg Merzhäuser, am 12.10.2018 um 10:58 Uhr
Also ich kenne er Noss persönlich und ich muss sagen er hält was er verspricht er kümmert sich sehr gerne und viel um verschieden Dinge er bringt Leute dazu dass Sie miteinander statt gegen einander arbeiten
Alles was er in die Hand nimmt wird gut !!! Mit seinen Visionen kann man sehr gut arbeiten und es macht ihm sehr viel Spaß In Wiehl hat man ihn ja leider raus gehauen weil einigen Leuten seine Nase nicht gepasst hat
#2 von Dominic Heene, am 12.10.2018 um 10:13 Uhr
"Dies erwarte ich auch von Händlern und Immobilienbesitzern."

Gerade angefangen, nix vorzuweisen, aber schon passiv was erwarten. Finde ich schwierig, vor allem wenn im Gegenzug bereits jetzt die Erwartungen der Bürger und des Handels an das Citymanagement relativiert werden.
"„In meiner Position kann ich nur anregen und aufmerksam machen“, umsetzen müsse es der Handel selber. "
Warten wir mal ab, ob es, anders als in (dem benachbarten ???) Bielstein, nach den zwei Jahren auch was Handfestes gibt.
#1 von Ingeborg Merzhäuser, am 12.10.2018 um 09:09 Uhr

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