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Nachricht vom 04.12.2018 - 14:39 Uhr    

Werksschließung: Montaplast verlässt den Standort Betzdorf

Die Tage der Montaplast GmbH am Standort Betzdorf sind gezählt: Im Sommer 2019 wird das dortige Werk geschlossen. Das teilt das Unternehmen aktuell mit. Die derzeitigen Auflagen durch den Bebauungsplan machen den Standort Betzdorf-Bruche demnach unrentabel. Die Entscheidung falle der Geschäftsführung der Montaplast GmbH besonders schwer, da schon siebenstellige Investitionsbeträge in das Zukunftsprojekt der Kleinserienproduktion Betzdorf getätigt worden seien, heißt es. Alle 230 Kolleginnen und Kollegen am Standort Betzdorf erhalten Arbeitsplatzangebote an den Montaplast-Standorten Morsbach oder Lichtenberg.

Betzdorf/Morsbach. Die Montaplast GmbH verlässt den Standort Betzdorf-Bruche im Sommer des Jahres 2019. „Die in den vergangenen Monaten geänderten Rahmenbedingungen durch den von der Stadt Betzdorf im Oktober 2018 aufgestellten Bebauungsplan und die dadurch notwendigen Ertüchtigungen gemäß bauordnungsrechtlichen Vorschriften der im Bestand befindlichen Hallen machen den Standort unrentabel“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (3. Dezember). Hinzu kämen die aktuellen Anforderungen bezüglich Brandschutz und Löschwasserrückhaltung, die vom Betreiber unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu erfüllen seien.

Diese Entscheidung falle der Geschäftsführung der Montaplast GmbH besonders schwer, da schon siebenstellige Investitionsbeträge in das Zukunftsprojekt der Kleinserienproduktion Betzdorf getätigt worden seien. „Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Personen bedanken, die uns bei den laufenden Diskussionen Rückhalt gegeben haben, während andere von Anfang an das Projekt verhindern wollten“, heißt es von Montaplast.

Die Information der Arbeitnehmervertretung und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Schließung des Werkes Betzdorf ist laut Montaplast bereits erfolgt. Alle 230 Kolleginnen und Kollegen am Standort Betzdorf erhalten demnach Arbeitsplatzangebote an den Standorten Morsbach oder Lichtenberg.

Die weiteren Details der Werksschließung will das Unternehmen in den kommenden Wochen erarbeiten und mit allen Beteiligten besprechen. (PM)

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Kommentare zu: Werksschließung: Montaplast verlässt den Standort Betzdorf

5 Kommentare

Mir tun die Mitarbeiter leid, die vielleicht keinen Führerschein haben und nicht eben mal nach Morsbach können...
#5 von Lea Schmidt, am 05.12.2018 um 11:44 Uhr
Andreas Hundhausen, SPD-Kreisvorsitzender. "Die Angriffe gegen Bürgermeister Bernd Brato laufen ins Leere. Er und die SPD in Betzdorf werden in dieser Sache auch weiterhin an der Seite der Bürger stehen." so am 7.März 2017 jetzt hat er sich auf die Seite der Bürger gestellt und für Ruhe in Bruche gesorgt ! Glückwunsch von einem alten Wolfer dem bei diesen Nachrichten das Herz blutet.
#4 von Ulrich Eichling, am 05.12.2018 um 07:35 Uhr
"Danke" Herr Brato, 230 Familien das Leben schwer gemacht für das Jahr 2019 👏Glückwunsch.
#3 von M.Petronelli, am 04.12.2018 um 15:50 Uhr
Die Montaplast GmbH wird die Konsequenzen aus der einseitigen Politik des Bürgermeisters und seiner Fraktion gezogen haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiter vom Standort Betzdorf alle einen Arbeitsplatz in Morsbach und Lichtenberg bekommen. Als Bewohner der ländlichen Region ist es mir absolut unverständlich, wie man eine solche Politik betreiben kann und gut bezahlte Arbeitsplätze in der eigenen Stadt ablehnt oder sogar vernichtet. Ein Bürgermeister mit seiner Besoldungsgruppe kennt die Ängste solcher Arbeitnehmer leider nicht. Es bleibt zu hoffen, dass Unternehmen, die sich zukünftig in Betzdorf ansiedeln möchten, es weniger schwer gemacht bekommen. Ansonsten darf die Stadt, aufgrund geringerer Einnahmen, nochmals die Hebesätze der Grundsteuer für den „kleinen“ Bürger erhöhen.
#2 von Stefan Weitershagen, am 04.12.2018 um 07:45 Uhr
Statt mit den Betrieben die in der Region sind und bleiben möchten eine Lösung zu finden wird wohl alles getan, dass eine weitere Firma die Region verlässt.
230 Mitarbeit, dazu Ehepartner und Kinder stehen vor dem Nichts. Wo sind die Politiker die bei jedem Glasfaseranschluss ihr Gesicht in die Kamera halten? Was nützt der Region schnellere Datenanbindung wenn die Betriebe fehlen.
#1 von Joerg, am 04.12.2018 um 07:19 Uhr

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