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Wolf-Garten: Warnstreiks nicht ausgeschlossen

Warnstreiks bei Wolf-Garten in Betzdorf sind jetzt nicht mehr ausgeschlossen. In der gut besuchten Mitgliederversammlung wurde die Forderung nach einem Sozial-Tarifvertrag aufgestellt und eine Tarifkommission gewählt. Hintergrund: Das Konzept des Betriebsrates wurde von der Geschäftsführung des MTD Konzerns am Montag abgelehnt.
Betzdorf. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung der IG Metall wurden
die Beschäftigten von Wolf-Garten gestern ausführlich über die Gespräche
zwischen Betriebsrat, IG Metall, TBS und Geschäftsleitung am vergangenen
Montag informiert. Das vorgelegte und ausgearbeitete Konzept, den Forschungs- und Entwicklungsbereich sowie die Logistik und Teile der Montage in Betzdorf zu halten, wurde erneut von der Geschäftsführung abgelehnt. Es erhärtet sich nach Ansicht der IG Metall immer mehr der Verdacht, dass die Schließung des Standortes in Betzdorf bereits strategisch durch MTD abgeschlossen ist. Nur so ist es zu verstehen, dass sich die Geschäftsführung auf keine Alternativen und Vorschläge einlässt.
"Das Qualitätssiegel Made in Germany/Made in Betzdorf spielt für MTD in den Verhandlungen überhaupt keine Rolle mehr", so Leonhard Epping, 1.Bevollmächtigter der IG Metall. "Hier geht es nur noch um Profit und um die Namensrechte. Hinzu kommt die Überheblichkeit und Arroganz der Geschäftsführung, was der Besuch von Staatssekretär Peter Hintze zeigte. Ein solches Verhalten ist schlichtweg eine Frechheit", so Epping.
Aber kampflos aufgeben will man nicht, schließlich geht es um 240 Arbeitsplätze.
So wurden in einer sehr ausführlichen und intensiven Diskussion Möglichkeiten und Perspektiven beraten. Letztendlich fasste die Mitgliederversammlung bei einer Stimmenthaltung den Beschluss, die Forderung nach einem Sozial-Tarifvertrag zu stellen. Zu diesem Zweck wurde eine Tarifkommission gewählt, die in den anstehenden Verhandlungen mit der Geschäftsführung tätig wird. Damit können begleitend zu den Gesprächen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung Tarifverhandlungen aufgenommen werden, in deren weiteren Verlauf die IG Metall Warnstreiks nicht mehr ausschließt.
"Die Luft wird rauer, die Gangart härter", so Leonhard Epping. Mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen hat die IG Metall entsprechende Möglichkeiten die Geschäftsführung intensiv unter Druck zu setzen, so etwa mit entsprechenden
Warnstreiks, heißt es in der Pressemitteilung der IG Metall.
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