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Nachricht vom 17.03.2021    

Hospizverein Altenkirchen: Trauerbegleitung und die Wurzeln der Hospizidee

Dreizehn Teilnehmer*innen des Aufbaukurses "Zur Sterbegleitung befähigen" haben ihre Ausbildung mit zwei weiteren Online-Kursterminen fortgesetzt. Denn auch in diesen besonderen Zeiten ist die Hospizarbeit wichtig.

Altenkirchen. Und besondere Zeiten erfordern besondere Flexibilität – trotz des räumlichen Abstands gelang es dem Team des Altenkirchener Hospiz- und Palliativberatungsdienstes und Schwester Barbara Schulenberg das anspruchsvolle Thema „Trauerbegleitung“ mit Empathie und reichem Erfahrungsschatz lebendig werden zu lassen. Trauer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion auf einen Verlust. Nicht nur durch den Tod erleben wir Abschied, das Leben konfrontiert uns mit unterschiedlichsten Abschieden: Wohnsitzwechsel, Verlust des Arbeitsplatzes, körperliche Defizite, eine Scheidung beispielsweise; Erlebnisse, die betrauert und verarbeitet werden wollen. Diese Sichtweise des „abschiedlich leben lernens“ kann helfen, Verluste als natürliche Erfahrungen zu begreifen. Und: Das Erleben der eigenen Vergänglichkeit macht deutlich, wie wertvoll jeder Augenblick ist.

Das Sterben und der Tod als letzte Stationen eines Lebensweges verlangen in ihrer Endgültigkeit dem Sterbenden und seinen Zugehörigen Kraft, Mut und Zuversicht ab. Oft verdrängt, gesellschaftlich tabuisiert, sehen sich viele dieser Situation hilflos ausgeliefert, fühlen sich unvorbereitet und allein gelassen. Neben Medizinern, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Theologen bieten hier Hospiz- und Palliativberatungsdienste ihre Hilfe und emotionale Unterstützung an. Der Themenschwerpunkt des zweiten Kurstages widmete sich den Wurzeln der Hospizidee und dem daraus gewachsenen Unterstützungsnetzwerk. Im Zentrum der Arbeit steht die Verbesserung der Lebensqualität des sterbenden Menschen und seiner Angehörigen unabhängig von Nationalität, Kultur, Religion und ethnischer Herkunft.



Seit 1996 hat sich die Zahl der ambulanten Hospiz- und Palliativdienste mehr als verdreifacht. Etwa 120.000 Ehrenamtliche arbeiten in der Hospizbewegung, 58 Frauen und Männer engagieren sich rund um Altenkirchen. Gut vorbereitet und begleitet von den hauptamtlichen Koordinatorinnen des Hospizvereins werden es im Sommer ein gutes Dutzend mehr sein. Gerne werden auch Sie unterstützt und begleitet.
Für den neuen Grundkurs, der am 4. September 2021 beginnt, können sich Interessierte über das Hospizbüro anmelden. Tel.: 0 26 81 – 87 96 58. (PM)


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
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