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Nachricht vom 24.03.2021    

Lächelnder Empfang: Geschwindigkeitsmessgerät soll unterstützen

Zunehmender Verkehr mit überwiegend überhöhter Geschwindigkeit ist ein Dauerbrenner-Thema in der Ortsgemeinde Katzwinkel. Rund 6000 Autos durchfahren Katzwinkel tagtäglich auf der L279 (Knappenstraße), die sich durch den ganzen Ort zieht. Brennpunkte gibt es an vielen Stellen - auch im Ortsteil Elkhausen.

Mit einem grünen lächelnden und freundlichen Smiley begrüßt zu werden, dass wünschen Hubert Becher und Sascha Hombach allen Verkehrsteilnehmer auf dem Weg durch Katzwinkel. (Foto: KathaBe)

Katzwinkel. Seit Freitag, 19. März, wird man in Katzwinkel mit Smileys begrüßt. Dafür sorgt das von der Gemeinde kürzlich angeschaffte mobile Geschwindkeitsmessgerät. Aus Richtung Wehbach/Wingendorf kommend ist es derzeit wenige Meter hinter dem Ortseingang aufgestellt mit dem Ziel die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und damit für mehr Sicherheit im Ort zu sorgen.

Erste Auswertungen: Mehr als 80 Prozent rasen durch den Ort
Nicht erstaunt sind Ortsbürgermeister Hubert Becher und der Abgeordnete Sascha Hombach (BfKE) allerdings über die Auswertungen der ersten drei Tage, seit das Messgerät aufgestellt ist. Denn die Auswertungen belegen das tägliche Erleben. Von Freitag (19. März) bis Sonntag (21. März) haben sich 83 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht an die Geschwindigkeitsvorgabe von 50 km/h gehalten. Viele liegen weit darüber und viel schlimmer noch: Es gibt sogar extreme Raser, die mit mehr als 100 km/h durch den Ort rauschen. Mit dem Ergebnis, dass die Begrüßung auf dem Geschwindigkeitsmessgerät nicht mit dem grünen freundlichen Smiley, sondern mit heruntergezogenen Mundwinkeln in Rot erfolgt, der auf das rücksichtslose Verhalten aufmerksam machen und sensibilisieren will.

Zahlen-Daten-Fakten sollen Argumente liefern

Mit über 70 Sachen durch den Ort stellt in Katzwinkel keine Seltenheit dar. (Foto: privat)


Das Thema Verkehrsberuhigung stellt schon seit Jahren einen Dauerbrenner dar, sowohl bei den Anliegern der Knappenstraße, als auch im Ortsgemeinderat. Und das nicht erst seit der Bauphase des Barbara-Tunnels in Betzdorf, als die Route über Katzwinkel als Umleitung ausgeschildert war. Auch nach Aufhebung der Umleitung haben viele Gefallen an der Strecke über Katzwinkel gefunden und sind, wie Hubert Becher es schildert, „auf der Strecke hängen geblieben“.




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Rund 6.000 Fahrzeuge durchqueren tagtäglich den Ort auf der L279, das ergab eine Auswertung aus dem Jahr 2020, die u.a. auch den Anstoss bei der BfKE (Bürger für Katzwinkel-Elkhausen) gab, einen Antrag zur Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes im Ortsgemeinderat zu stellen, dem die CDU-Fraktion ebenfalls begrüßte. Die Kosten von 2000 Euro (brutto) konnten so im Doppelhaushalt zur Verfügung gestellt werden.

Trotz der Finanzknappheit des Haushaltes sei man froh, dass das Gerät zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer angeschafft werden konnte, erläutern Hubert Becher und Sascha Hombach. Auf dem Weg hin zur Verkehrsberuhigung stelle dies im Mosaik der Möglichkeiten einen kleinen Stein dar, so Becher weiter.

Zudem soll das Messgerät durch Auswertung über die Zahlen-Daten-Fakten-Lage zukünftig für weitere Argumente in Richtung bauliche Maßnahmen sorgen. Aktuell sei man in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), um ggf. auf Höhe der Firma Secatec eine Lösung mit einseitiger Verschwenkung und einer schmalen Fahrbahnteilung anzuvisieren.

Wechsel der Standorte für das Geschwindigkeitsmessgerät
Nach etwa fünf bis sechs Wochen soll das mobile Geschwindigkeitsmessgerät jeweils seinen Standort wechseln. „Brennpunkte“ für den Einsatz gibt es schließlich genügend: Neben der Alten Poststraße aus Richtung Betzdorf, der Knappenstraße aus Richtung Wissen oder Elkhausen kommend ist im Ortsteil Elkhausen in der Raiffeisenstraße eine Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer durchaus sinnvoll, um nur einige Beispiele zu nennen.

Für die Zukunft, so Huber Becher, wünsche man jedem der durch den Ort fährt, dass er freundlich lächelnd empfangen werde. (KathaBe)


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