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Nachricht vom 25.03.2021    

Fiona, ein Mädchen mit Down-Syndrom, hofft auf Hilfe

Fiona, ein aufgewecktes elfjähriges Mädchen, lebt mit seiner Mutter in einem Ort in der VG Montabaur. Martina Kloy ist alleinerziehende Mutter, die von der Geburt Fionas an, liebevoll ihr Kind umsorgt.

Fiona mit ihrer Therapeutin und Delfin "Nubia". Foto: Martina Kloy

Montabaur. Die Liebe und Zuneigung benötigt Fiona auch tagtäglich, da sie mit dem Down-Syndrom oder auch Trisomie 21 zur Welt kam. Das Down-Syndrom ist eine genetische Veränderung, bei der das 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorliegen, anstatt doppelt. Diese genetische Besonderheit kann sowohl zu geistigen, als auch körperlichen Beeinträchtigungen führen.

Martina Kloy erzählt die Geschichte hinter der Geschichte
Um noch mehr Hintergrundinformationen zu erhalten, traf der WW-Kurier Fiona und Martina Kloy in ihrem Zuhause. Fiona begrüßte den „Fremden“ mit neugierigem, respektvollem Interesse. Der Bann war schnell gebrochen, da das quirlige, impulsive Mädchen die Mutter und den Redakteur „ganz schön auf Trab“ hielt. Trotzdem konnte das Interview durchgeführt werden, welches Interessantes aus dem Alltagsleben mit einem Kind mit Down-Syndrom zutage förderte.

Martina Kloy erzählte von den Problemen ärztlicherseits und auch aus dem direkten Umfeld, als sie in der 14. Woche der Schwangerschaft erfuhr, dass sie ein Kind mit Down-Syndrom erwarte. „Es war erstmal ein Schlag ins Gesicht und trotzdem musste ich dann in dieser schweren Zeit eine Entscheidung treffen, nämlich für oder gegen mein Kind. Ständig wurde ich regelrecht genötigt, die Abtreibung vorzunehmen. Bis zur 22. Schwangerschaftswoche lag die Entscheidung ganz allein bei mir. Natürlich habe ich mit mir gerungen, schließlich würde diese Entscheidung mein bisheriges Leben total verändern. Es war mir klar, es wird kein leichter Weg. Trotz der überwiegend negativen Beeinflussung aus meinem Umfeld, entschied ich mich dann in der 17. Woche für mein behindertes Kind! Ab diesem Moment wurde ich von Glücksgefühlen durchströmt. Meine Entscheidung stieß bei vielen in meinem Umfeld auf wenig positive Resonanz. Gerade deswegen stand unumstößlich meine Entscheidung fest, dass ich gemeinsam mit meinem Kind diesen nicht leichten Weg beschreiten würde!“

Die Mutter berichtete nun vom gemeinsamen Weg mit Fiona. „Am 12. Februar 2010 kam Fiona zur Welt, ich verliebte mich sofort. Trotz einer großen Portion Angst vor der Zukunft, hat dieser Umstand uns untrennbar zusammengeschweißt, wir sind ein eingespieltes Team. Fiona ist nun elf Jahre alt, sie besucht die Katharina-Kasper-Schule in Wirges, in der etwa 100 Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen unterrichtet werden. Ihr geistiger Entwicklungsstand kommt jedoch dem einer 5-Jährigen gleich.“ Natürlich verläuft das Zusammenleben nicht immer reibungslos, da Fiona starken Impulskontrollstörungen ausgesetzt ist. Diese äußern sich zum Beispiel durch nicht endende Provokationen mit Kontrollverlust und Gefühlsausbrüchen, da werden Gegenstände geworfen, geschrien, getreten, geheult. Es bedarf einer sensiblen Beobachtung der Situation, um diesen für beide Seiten anstrengenden Ist-Zustand zu entschärfen. Dies gelingt meist durch körperliche Nähe und ruhiges Einreden oder im schlimmsten Fall, eine für Fiona unschöne Konsequenz, wie zum Beispiel das Verlassen des Raumes. Dazu mischt sich dann die langsam einschleichende Pubertät, die für manche explosive Stimmung sorgt, aber am Ende des Tages ist wieder alles gut und mein Engel verkündet mir ihre unbändige Liebe.“



Empfehlung durch Kindergarten und Kreisverwaltung zu einer Delfintherapie
Bei Hilfsangebotsgesprächen mit dem Kindergarten und der Kreisverwaltung kam das Thema Delfintherapie auf den Tisch. Um diese Therapie zu finanzieren, wurde beim Verein „Dolphin aid e.V.“ ein Spendenkonto eingerichtet. Dieser Verein verwaltet die eingehenden Spenden, wenn der erforderliche Betrag erreicht ist und organisiert dann auch die Durchführung der Therapie. Martina Kloy sieht von den eingehenden Spenden nicht einen Cent, da die Spenden zweckgebunden verbucht werden. Sie schilderte den langen Weg bis zur ersten Therapie: „Obwohl ich anfangs nicht viel Hoffnung hatte, gingen doch innerhalb des ersten Jahres viele Geldspenden auf dem Bezugskonto ein. Eine dreiwöchige Therapie kostete zu der Zeit rund 13.000 Euro, darin enthalten waren die Kosten für den Flug für Fiona, mich und einer Begleitperson, sowie Hotel- und Therapiekosten.“ Die Delfintherapie erwies sich als ein Stück harte Arbeit mit der Therapeutin und dem Delfin, über täglich mehrere Stunden. Durch die Delfintherapie erfolgt unter anderem eine Verbesserung der Körperwahrnehmung, der Tiefensensibilität, sowie der Persönlichkeits- und Sprachentwicklung.

Fiona liebt es mit Nubia, ihrem Delfin zu „spielen“
„Ich kann nicht vergessen, was der Kontakt mit den grauen Riesen für Gefühle in Fiona und mir erzeugte. Die Sanftheit und Zärtlichkeit dieser Tiere ließen Fiona regelrecht aufblühen. Die täglichen Therapiestunden mit dem Delfin und der Therapeutin erbrachten den gewünschten Erfolg. Fiona war wie ausgetauscht! Auch in den Wochen nach unserer Rückkehr nach Hause, zeigte sie sich in Sprache, Konzentration und Verhalten stark verbessert. Durch eine schwerwiegende Erkrankung fiel sie dann leider doch wieder in alte Verhaltensmuster zurück. Wenn sie die Fotos zusammen mit Nubia sieht, strahlt sie, dann hilft ihr das auch wieder in schwierigen Momenten. Aus diesem Grund möchte ich es meinem Kind nochmals ermöglichen, eine solche Delfintherapie zu erleben. Es fehlen noch rund 3.000 Euro, um diesen Traum noch einmal zu realisieren.“

Martina Kloy ist eine alleinerziehende Mutter, arbeitslos, nicht mehr vermittelbar, da sie unter anderem ihre Tochter 1:1 rund um die Uhr betreut, außer in den wenigen Stunden, wenn Fiona zur Schule geht.

Sie bittet um Spenden, und wären sie noch so klein, um den restlichen Betrag zu generieren. Ob Einzelperson, Firma, Verein oder Schulklasse, jeder kann gerne spenden.

Das Spendenkonto lautet: Dolphin aid e.V. Düsseldorf, IBAN DE52 3005 0110 0020 0024 24, BIC DUSSDEDDXXX, Verwendungszweck „Fiona Marie Kloy“. Der Verwendungszweck muss zwingend angegeben werden, da Fiona sonst die Spende nicht zugeordnet werden kann. Ab einer Spendensumme von 200 Euro stellt „Dolphin aid e.V.“ eine Spendenquittung aus.
Wolfgang Rabsch


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