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Nachricht vom 15.04.2021    

Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld organisiert Schnelltests in sieben Orten

Schnelltests sind in Mode gekommen. Sie stellen einen wichtigen Baustein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie dar, denn sie tragen dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen. Vor diesem Hintergrund gibt es inzwischen viele Möglichkeiten an den unterschiedlichsten Orten, sich checken zu lassen, ob das Virus von einem Besitz ergriffen hat oder nicht.

Schnelltests, die Laien selbst anwenden können, stellen inzwischen eine Säule der Strategie dar, die Corona-Pandemie in die Schranken zu verweisen. (Foto: vh)

Altenkirchen. Seit gut einem Monat, genauer gesagt seit dem 8. März, haben alle Rheinland-Pfälzer ohne Symptome die Möglichkeit, sich mindestens einmal pro Woche und kostenlos testen zu lassen, ob das Corona-Virus Einzug in den Körper gehalten hat. Schnellteststationen schossen wie Pilze aus dem Boden. Sei es in Apotheken, Krankenhäusern oder Arztpraxen, das Angebot, in rund 15 Minuten in Erfahrung zu bringen, ob eine Infektion mit Covid-19 vorliegt, wird stark in Anspruch genommen. Mit im Boot bei der Fahndung nach dem unsäglichen Erreger ist auch die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld. Sie betreibt ebenfalls (kommunale) Stätten, die nach und nach etabliert wurden und die inzwischen teils schon gut frequentiert werden, wie Sonja Hackbeil als Büroleiterin der Verbandsgemeindeverwaltung auf Anfrage des AK-Kuriers darlegt.

Ausgangspunkt, überhaupt ein solches Angebot ins Leben zu rufen, seien Anfragen nach Testmöglichkeiten im Raum Horhausen gewesen, wo schließlich auch die erste Prüfstelle ihre Arbeit aufnahm. Nach und nach sei die Idee immer weiterentwickelt worden, wobei Bürgermeister Fred Jüngerich sehr viel Wert auf eine mobile Ausrichtung gelegt habe. „Eine Rolle für die Beteiligung hat ebenfalls die sehr hoch Nachfrage im Testzentrum im DRK-Krankenhaus Altenkirchen gespielt“, ergänzt Hackbeil und verweist auch darauf, dass das Land mit der geplanten und dann verworfenen Initiative, Tests für alle in die Hände der Feuerwehren zu legen, den Anstoß für eine flächendeckende Probenentnahme zwischen Willroth und Helmeroth gegeben habe.

Personal extra geschult

Derzeit rekrutiert sich das Personal, das die Checks erledigt, aus Mitarbeitern der Verwaltung, die für diese Aufgabe extra vom Altenkirchener Arzt Louis Chahem geschult wurden. Hinzu gesellen sich Ehrenamtler, die teils dem weiten Feld der medizinischen Berufe angehören, und auch Ratsmitglieder stellen sich zur Verfügung. Aktuell sind keine Stellen mehr zu besetzen. Im Gegenteil: „Es gibt sogar eine Warteliste“, sagt Hackbeil. Auf diese werde zurückgegriffen, wenn eine Ausdehnung der Kapazitäten, wie beispielsweise die Erhöhung der Einheiten beim Drive-in der Parkgarage des ehemaligen REWE-Centers (derzeit ist eine in Betrieb), erforderlich werde. Laut Hackbeil soll eine Terminvergabe möglichst online erfolgen, da auf diese Weise schon administrative Dinge im Verlauf des Buchungsprozesses erledigt werden könnten. „Es ist schon Aufwand vorhanden“, lautet ihr Fazit. Waren Dinge, die der Bekämpfung der Pandemie dienten, in den zurückliegenden Monaten teils Mangelware (oder gar nicht zu erhalten), ist es „derzeit kein Problem, an Tests zu kommen“.

Eine Art der Wirtschaftsförderung

Hackbeils Blick geht indes über den aktuellen Tag hinaus. Das derzeitige Engagement der Verbandsgemeinde wertet sie auch als eine Art Wirtschaftsförderung für die Zukunft: „Wenn dann beispielsweise irgendwann einmal kulturelle Veranstaltungen möglich sind oder die Gastronomie öffnet und ein negativer Schnelltest gefordert wird, können wir mit diesem breit aufgestellten Angebot unterstützen.“ Darüber hinaus hält sie einen Randaspekt, der die zusammengewürfelten Teams betrifft, für wichtig. So lernten sich hin und wieder Angestellte der Verwaltung (trotz Maskenpflicht) kennen. Denn die Pandemie habe so richtig begonnen, als die Fusion der beiden VGs zum 1. Januar 2020 gerade erst einmal zweieinhalb Monate Wirklichkeit geworden und nicht jeder jedem von Angesicht zu Angesicht geläufig war. „Ein großes Fest zum besseren Kennenlernen konnten wir bislang nicht feiern“, meint Hackbeil. Eine Zahl bestätigt die Aussage: Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld ist mit rund 650 Bediensteten schon ein großes mittelständisches Unternehmen.


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Wo getestet werden kann

Das sind die Möglichkeiten für Schnelltests, die die Verbandsgemeinde bietet: Drive-In-Testzentrum im Parkhaus des ehemaligen REWE-Centers in Altenkirchen, montags bis freitags 16 Uhr bis 20 Uhr; Testzentrum Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen mittwochs und freitags zwischen 15 und 18 Uhr. Das mobile Testzentrum macht Station in: Kircheib Mehrzweckhalle (montags 9 bis 14 Uhr), Flammersfeld Bürgerhaus (dienstags 9 bis 14 Uhr), Eichelhardt Dorfgemeinschaftshaus (mittwochs 9 bis 14 Uhr), Gieleroth Bürgerhaus (donnerstags 9 bis 14 Uhr) und Oberlahr katholisches Gemeindehaus (freitags 9 bis 14 Uhr). Getestet wird nur nach Voranmeldung: online unter www.vg-altenkirchen-flammersfeld.de (auch die nicht kommunalen Testmöglichkeiten sind aufgeführt): Anmeldungen zu Schnelltests sowie Auskünfte zu den jeweiligen Öffnungszeiten sind nur unmittelbar bei der jeweiligen Teststelle möglich. Eine Telefon-Hotline (02681/85326) ist geschaltet: montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr.

Drei unterschiedliche Varianten

Derzeit werden drei Überprüfungen unterschieden - Antigen-Selbsttest: können Laien selbstständig zuhause machen, Testergebnis ist für 24 Stunden gültig, sind frei verkäuflich, Ergebnis wird in 15 bis 30 Minuten angezeigt, ist sinnvoll als vorbeugende Testung für den Selbstschutz, wenn kein Corona-Verdacht oder Symptome vorliegen (Beispiel: vor Besuch von Verwandten), wenn der Test positiv ausfällt, ist ein zusätzlicher PCR-Labortest erforderlich, sofort häusliche Isolation und AHA+L-Regel beachten; Antigen-Schnelltest: von geschultem Personal in Praxen, Zentren etc., ausgewertet vor Ort und Ergebnis nach 15 bis 30 Minuten, Nachweis über Ergebnis 24 Stunden gültig, vorbeugende Testung für den Fremdschutz, wenn kein Corona-Verdacht oder Symptome vorliegen, wenn der Test positiv ausfällt, ist ein zusätzlicher PCR-Labortest erforderlich, sofort häusliche Isolation und AHA+L-Regel beachten; PCR-Labortest: von Fachpersonal in Testzentren oder Arztpraxen durchgeführt und im Labor ausgewertet, Dauer mindestens einen Tag, Ergebnis sehr zuverlässig, Labortest angebracht bei Symptomen und im Verdachtsfall, nach positivem Selbst- und Schnelltest, häusliche Isolation und AHA+L-Regel beachten, Anweisungen des Gesundheitsamtes befolgen. (vh)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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