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Nachricht vom 09.11.2010    

Drei neue Geburtsbäume in Dünebusch gepflanzt

Geburtsbäume sollen Bezugspunkte darstellen und zu einem Lebensbegleiter werden. Drei neue "wachsende Erinnerungen" wurden jetzt für Tim, Julie und Colin in Dünebusch gepflanzt.

Zum Auftakt bot der Kindergarten Bitzen/Forst einige Singspiele. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

Bitzen/Dünebusch. Die Geburt ist ein ganz besonderes Ereignis. Solch ein emotionaler Moment wird in der Ortsgemeinde Bitzen mit der Pflanzung eines Geburtsbaumes, der den neuen Erdenbürger durch dessen Leben begleiten soll, fest verwurzelt. Vor einem Jahr erfolgte erstmals im Bereich des ehemaligen Bleichplatzes in der unteren Brunnenstraße in Dünebusch die Anpflanzung von fünf Geburtsbäumen.
Bereits die Römer pflegten den Brauch, bei der Geburt eines Kindes einen Baum zu pflanzen. Aus dem Gedeihen des Baumes schlossen sie auf das Wohlergehen des Kindes. Auch heute werden in vielen Regionen Deutschlands anlässlich der Geburt eines Kindes Geburtsbäumchen als Symbol der Fruchtbarkeit, des Gedeihens und des Wachstums gepflanzt. Von Region zu Region war das Ritual unterschiedlich: Ein Birnbaum für ein Mädchen und ein Apfelbaum für einen Jungen. Heute sind diese Unterscheidungen nicht mehr aktuell; alle Bäume werden verwendet.
Unter fachlicher Anleitung des Gärtnermeisters Roman Ehrlich wurden die Geburtsbäume aus dem vergangenen Jahr durch Anpflanzungen von weiteren Obstbäumen für Tim Niederhausen (geboren am 8. Januar 2010), Julie Weller (8. Juli) und Colin Schön (29. September) ergänzt - ein eindrucksvolles Ereignis für die Eltern, Verwandten und auch die Bevölkerung.
Mit den jährlichen Baumspenden für die Neugeborenen möchte die Ortsgemeinde Bitzen den Gemeinschaftssinn weiter fördern, bekundete Ortsbürgermeister Armin Weigel. Wie die Bäume sich verwurzeln sollen auch die neuen Erdenbürger in ihrer Gemeinde und der Region Wurzeln schlagen. Weigel sprach den Wunsch aus, dass die Betroffenen als Kind, Heranwachsender oder im Alter ihren Geburtsbaum aufsuchen und sich an Lebensabschnitte erinnern.
Die Idee zur Geburtsbaum-Aktion kam aus dem im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms gegründeten Arbeitskreis. Eine Idee mit doppelter Wirkung: Die Bäume sind nicht nur "wachsende Erinnerungen", sondern leisten auch einen Beitrag für Natur und Umwelt.
Der Auftakt der Feierstunde oblag dem Kindergarten Bitzen/Forst mit Singspielen. (Rolf-Dieter Rötzel)


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