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Nachricht vom 18.04.2021    

Haustier gegen Corona-Frust? Soviel kostet Ihr Liebling

Am 11. April war Welttag des Haustiers. Haustiere und die damit verbundenen Futter-, Stall-, Energie- und Arztkosten bilden einen gewaltigen Markt. In der Pandemie haben sich die Deutschen mehr als eine Million Haustiere zugelegt.

Symbolfoto

Region. In den deutschen Haushalten lebten im Jahr 2020 rund 34,9 Millionen Haustiere unterschiedlichster Arten. Darunter befinden sich viele Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien und Kleintiere, wie beispielsweise Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse oder Ratten. Im Vergleich zum Jahr 2016 wuchs die Haustierzahl unter deutschen Dächern um rund 3,3 Millionen Tiere an.

Die Tierheime der Region fürchten eine Tierschwemme, wenn die Tierhalter wieder reisen können nach Belieben. Damit nach der ersten Euphorie nicht das böse Erwachen kommt, hat die Heimwerker.de-Redaktion zusammengestellt, mit welchen Kosten Tierfans im Laufe des Tierlebens und jeden Monat zu rechnen haben!

Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Haustiere stehen Katzen und Hunde. Nicht der Hund ist der Deutschen bester Freund, das beliebteste Haustier der Deutschen ist die Katze. Hier spielt möglicher Weise eine Rolle, dass Hunde steuerpflichtig gemeldet werden müssen. Im Jahr 2020 lebten rund 15,7 Millionen Katzen in den deutschen Haushalten. Im Vergleich unter den westeuropäischen Staaten werden somit die meisten Katzen in Deutschland gehalten.

● Das teuerste Haustier: Die Schildkröte! Die gemütlichen Panzertiere können für Generationen in der Familie bleiben und kosten in dieser Zeit fast 30.000 Euro.
● Hunde kosten über 15.000 Euro: Der beste Freund des Menschen kostet jährlich etwa 1241 Euro – inklusive Anschaffungskosten kommen so schnell 16.800 Euro über das gesamte “Hundeleben” zusammen.
● Eine Katze kostet fast 10.000 Euro: Für eine Samtpfote sollten Sie im Jahr etwas mehr als 600 Euro einrechnen – auf durchschnittlich 15 Lebensjahre gerechnet sind das über 9.910 Euro.
● Meerschweinchen etwa halb so teuer wie Kaninchen: Während Sie für ein schnuffeliges Langohr mit etwa 7.760 Euro rechnen müssen, sind die possierlichen Meerschweinchen mit nur 3.770 Euro vergleichsweise günstig.
● Die günstigsten Tiere: Wellensittiche, Fische und Hamster! Die Kleintiere sind aufs Leben gerechnet relativ günstig: Wellensittiche kosten etwa 1000 Euro und Aquarienfische 570 Euro. Hamster sind mit 490 Euro die günstigsten Haustiere.

Mit oder ohne Corona-Lock-down: Grundsätzlich sollte die Anschaffung wohlüberlegt sein. Die Entscheidung für ein Haustier sollte für das gesamte Tier-Leben, nicht nur für den Lockdown getroffen werden. Die Heimwerker.de-Redaktion hat recherchiert, welche monetären Anforderungen Haustiere in etwa an ihre neuen Besitzer/innen stellen, damit diese eine informierte Entscheidung treffen können. Die laufenden monatlichen Kosten betragen im Durchschnitt für eine Schildkröte 25 Euro, für einen Hund 103 Euro, für eine Katze 51 Euro, für ein Kaninchen 60 Euro, für ein Meerschweinchen 36 Euro, für einen Wellensittich 7 Euro, für einen Aquarienfisch 9 Euro und für einen Hamster 14 Euro.



In der Auswertung der Kosten über die gesamte Lebenszeit eines Haustiers kommt die gemütliche Schildkröte tatsächlich auf den ersten Platz. Der Grund: Die Tiere werden extrem alt, sind also wirklich eine Anschaffung fürs Leben. Mit einer Altersspanne von bis zu 120 Jahren bei manchen Arten kann das Tier so buchstäblich über Generationen in der Familie verbleiben.

Der Hund ist das teuerste Haustier. Andererseits eine lohnende Investition, denn Hundehalter/innen gelten als fitter, finden oft schneller Kontakte und haben eine bessere psychische Verfassung. Gerade auch ältere Menschen können die Tiere vor Einsamkeit bewahren und so manch ein größerer Hund hat Herrchen oder Frauchen bereits vor Gefahren gewarnt oder gerettet.

Vor allem Wohnungskatzen von Berufstätigen sollten zudem nicht alleine gehalten werden, da diese auf Dauer das für die Tiere wichtige Sozialverhalten verlernen und sogar Verhaltensstörungen entwickeln können. Hier muss man also mit den doppelten Kosten rechnen. Über ein Viertel der Haushalte besaß im Jahr 2020 mindesten eine Katze. Kein Wunder, sorgt die Haltung einer Katze doch nachweislich für Stressreduktion – im Lockdown für viele sicher ein großer Trost.

Kleintiere - Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Wellensittiche sind verhältnismäßig günstig, allerdings sollten Kaninchen, ebenso wie auch Meerschweinchen und Wellensittiche, immer im Paar gehalten werden, sodass sich der Wert für eine artgerechte Haltung hier jeweils de facto mindestens verdoppelt. Die Tiere würden sich sonst einsam fühlen und könnten verkümmern. Auch die meisten Fische sind keine Einzelgänger. Bei Fischen halten sich die Futterkosten im Rahmen. Der teuerste Faktor ist die Unterhaltung des Aquariums, sodass einer oder mehrere weitere Fische bei passender Ausstattung nicht allzu stark ins Gewicht fallen. Hamster hingegen sind lieber allein und sollten als Einzeltiere gehalten werden – mit nicht mal 500 Euro für ein Tier also die günstigste Option unter den gängigen Heimtieren. Weitere Informationen finden Sie hier. htv



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