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Nachricht vom 22.04.2021    

„Gefühle sind kleine Männchen hinter den Augen“

Hannah Buchner, die Berufspraktikantin zur staatlich anerkannten Erzieherin in der Kita Hand in Hand der Lebenshilfe GmbH in Alsdorf, lud mit ihrem Abschlussprojekt die Vorschulkinder zu einer spannenden Reise ins Gefühle-Land ein.

„Gefühle sind kleine Männchen hinter den Augen“: Die Kleinen der Kita Alsdorf gingen auf "Gefühle-Reise". (Symbolbild)

Alsdorf. Die Kinder sollten ihre eigenen Gefühle besser kennenlernen und einen positiven Umgang mit diesen pflegen, da diese Fähigkeiten den bevorstehenden Wechsel in die Grundschule und die Zeit dort sowie das weitere Leben positiv beeinflussen können.

Jeden Tag verspüren Menschen, egal ob Groß oder Klein, viele verschiedene Gefühle. Jedes Kind, jeder Erwachsene freut sich mal, ist traurig oder wütend über etwas. Gefühle sind laut Forschern und Psychologen auf jeden Fall „ein natürlicher Bestandteil menschlichen Lebens“. Da uns Gefühle täglich und unser ganzes Leben lang begleiten werden, ist es umso wichtiger, schon im jungen Alter den richtigen Umgang mit diesen zu erlernen.

Durch abwechslungsreiche Methoden wurde sich dem Thema „Komm mit ins Gefühle-Land“ gemeinsam als Projektgruppe genähert. Bilderbücher, Lieder, Fingerspiele, Bastel- und Musikeinheiten halfen dabei, das Thema vielseitig zu erarbeiten. Jedes Gefühl konnte auf eine andere Art und Weise kennengelernt, erforscht und verinnerlicht werden.

Ein Junge hatte zum Beispiel für sich eine Erklärung zu Gefühlen gefunden: „Gefühle sind kleine Männchen hinter den Augen“. Die Projektgruppe hatte in einer Entscheidungskonferenz beschlossen, die Gefühle Wut, Ekel, Angst und Freude näher unter die Lupe zu nehmen. Zu Anfang wurde immer darüber gesprochen, wie die Gefühle bei Menschen überhaupt aussehen.

Wie sieht zum Beispiel das Gesicht aus, wenn man wütend ist? Oder wenn man sich über ein Geschenk freut? Wird der Kopf ganz rot, kullern Tränen über die Wangen oder lächelt der Mund? Bei den Projekteinheiten zum Thema Wut ging es darum, wie sich Wut anhört und was man machen kann, wenn man wütend ist. Vielleicht hilft einigen Kindern ein Wutballon dabei, ihre Wut zu kontrollieren.



In den Projekteinheiten zum Thema Angst wurde ein Bilderbuch angeschaut, welches erklärt, wo die Angst herkommt und weshalb wir Angst verspüren. Außerdem durfte jedes Projektkind das Gefühl Angst auf eine Leinwand malen. Sieht Angst schwarz oder gelb aus, ist sie klein oder groß, rund oder eckig?

Um das Gefühl Ekel kennenzulernen und die Abscheu vor bestimmten Sachen zu verlieren, wird Hannah Buchner mit ihrer Projektgruppe noch auf dem Außengelände der Kita auf Forschertour gehen. Vielleicht begegnet ihnen ein Regenwurm, ein Käfer oder eine Spinne? Es wird sicherlich spannend sein zu sehen wer Ekel empfindet und wobei. Vielleicht verspürt jemand auch keine Abneigung und ist ganz mutig.

Das Gefühl Freude soll von der Projektgruppe farblich und musikalisch dargestellt werden. Zudem wird es auch noch ein Thema sein, wie man anderen Menschen eine Freude machen kann. Freut sich Mama über ein Bild, eine Umarmung oder doch eher ein kleines Geschenk? Es gibt so viel über die Gefühle zu entdecken.

Auf einem Gefühle-Barometer können die Kinder dann später ihre Gefühlslage einstellen, wenn sie nicht darüber sprechen möchten oder um den Erwachsenen oder anderen Kindern diese zu verdeutlichen. Zum Abschluss dieses interessanten und spannenden Themas soll noch eine Präsentation für die Eltern stattfinden, nach Möglichkeit in der Kita oder alternativ in Videoform.

Gemeinsam als Gruppe werden die Kinder und Erzieherinnen viele weitere spannende Stunden damit verbringen, sich intensiv mit den Gefühlen auseinanderzusetzen. (PM)


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