Werbung

Nachricht vom 25.04.2021    

"Street Life" lieferte ein besonderes Vier-Sterne-Konzert

Wohl dem, der sich am Samstag, 24. April, mit dem Livestream-Konzert von „Street Life“ im Kulturwerk Wissen verlinkt hatte. Das Konzert folgte höchsten Ansprüchen, getragen von der genialen Besetzung der Band, bis zu den überragenden Gesangseinlagen von Sabine Kraft, Laura Zaydowicz und Patrick Lück.

Lieblingslieder einer Band: "Street Life" ließen sich im Kulturwerk Wissen tief in die Musikerseele blicken. Foto: Wolfgang Rabsch

Wissen. Konzert ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, es handelte sich eher um eine Session, bei der die Musiker ihre künstlerischen Fähigkeiten auch improvisatorisch ausleben konnten. Wenn „Street Life“ als Partyband die Säle zum Kochen bringt, dabei Patrick wie ein Derwisch über die Bühne springt, war dieses Mal alles ganz anders. Wie bei einem Unplugged-Konzert saßen alle Künstler mehr oder weniger auf ihren Stühlen, was aber die Qualität des Auftritts in keiner Weise schmälerte.

Vielleicht war dadurch die Stimmung noch intensiver, weil die Musik regelrecht aufgesaugt werden konnte. Bei seiner Begrüßung nannte Patrick Lück, der Mastermind der Band, den Auftritt „Favourite Music Session“. Mit dieser Bezeichnung sollte ausgedrückt werden, dass jeder der Musiker seine eigenen Lieblingssongs vorstellen durfte, dadurch wurde diese unglaubliche Vielfältigkeit erreicht.

„Street Life“ traf bei der Auswahl der Songs voll ins Schwarze, der gesamte Auftritt lebte von der Abwechslung und Spontanität der Interpretationen, mal standen absolute Welthits auf der Set-Liste, dann wieder eher unbekannte Songs von Weltstars. Die Band bot das gesamte Spektrum moderner Musik an: Rock, Pop, Classic, Country, Soul und Balladen.

Sozusagen als Intro für die Session diente „Change the world“ von Eric Clapton, musikalisch und gesanglich absolut top, das konnte man aber bei allen Songs feststellen. „Ain´t no sunshine“ von den Neville Brothers folgte der Tina Turners Monsterhit „What´s love got to with it“, wobei der Gesang beider Sängerinnen absolut faszinierte. „White Horses“ von den Rolling Stones kennt jeder, doch die Band wagte sich an die Interpretation des Hits von Alicia Kays und Adam Levine, dem Star von „Maroon 5“, Experiment voll gelungen. „Cherish“ von Kool & the Gang sowie „Calm after the storm“ von den Common Linnets waren eher für die etwas ruhigeren Momente im Leben gedacht. Dann stellte Patrick Lück seinen Lieblingssong vor: „Little Patience“ von Guns ´N Roses, ein relativ unbekannter Song der Band, doch von genialer Musikalität.

Das gesamte Programm zu erörtern würde zu lange dauern, darum an dieser Stelle noch einige Highlights: „Top of the World“ von den Chicks, einer Girlie-Countryband aus den USA, erzeugte Gänsehautatmosphäre bei den Zuhören, der Einklang und die Stimmgewalt der beiden Sängerinnen beeindruckte zutiefst. Bei „While my guitar gently wheaps“, im Original von den Beatles, aber in der Fassung von TOTO interpretiert, glänzte Carlos Müller als Gitarren-Virtuose.



„Don´t stop believin´“ von Journey ist wegen der sehr hohen Stimme des Sängers Steve Perry einer der schwierigsten Songs des Rocks. Dem Gesang von Laura Zaydowicz konnte man nur staunend und bewundernd zuhören. Eric Clapton kam als Lieblingssong von Elmar Hüsch zum Zuge, er hatte dessen Song „River of tears“ (frei übersetzt „Ein Fluss voller Tränen“) eingespielt. In diesem Song verarbeitete Clapton den Tod seines vierjährigen Sohnes, der aus dem 48. Stockwerk seines Appartements in New York in den Tod gestürzt war. Mit „Tears in heaven“ brachte Clapton ebenfalls seine Trauer über den Schicksalsschlag zum Ausdruck.

Die Session wurde beendet von zwei unter die Haut gehenden Songs: „Belfast Child“ von den Simple Minds, in welchem der unselige Religionskrieg in Nordirland verarbeitet wird. Den krönenden Abschluss setzte „Street Life“ mit dem Schmusesong „Don´t give up“ (Gebe niemals auf) von Peter Gabriel und Kate Bush.

In seinem Dank am Ende des Session nahm Patrick Lück gerade diesen Song zum Anlass, dass man auch in schwierigen Zeiten nicht aufgeben soll, das Leben geht halt immer weiter. „Es werden auch hoffentlich bald wieder bessere Zeiten anbrechen, und wir dürfen uns auf unser Publikum freuen. Ich möchte mich im Namen aller Bandmitglieder bei Dominik Weitershagen bedanken, der als Chef des Kulturwerkes es ermöglichte, dass wir hier auftreten durften.“

Anwesende Pressevertreter waren ebenfalls von dem Auftritt von „Street Life“ hin und her gerissen. Bei dieser Performance stimmte einfach alles, die Band spielte trotz weniger Proben wegen der Pandemie so überzeugend auf, dass man nur den Hut ziehen kann. Wäre Publikum anwesend gewesen, hätte das Kulturwerk mit Sicherheit gebebt. (Wolfgang Rabsch)

„Street Life“ spielte in dieser Besetzung:
Carlos Müller (Gitarre)
Dominik Weitershagen (Gitarre)
Elmar Hüsch (Keyboard)
Marco Bussi (Schlagzeug)
Ernst Wagner (Bass)
Laura Zaydowicz (Gesang)
Sabine Kraft (Gesang)
Patrick Lück (Bandleader/Gesang)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
   


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Betzdorf: Unerlaubtes Verbrennen von Abfall

Das hätte offenbar böse ausgehen können. Auf einem Privatgrundstück wurden in Betzdorf unerlaubt Schrankteile verbrannt. Das Feuer befand sich in unmittelbarer Nähe zu einem angrenzenden Waldstück.


Helfer sollen am Samstag (24. Juli) nicht ins Katastrophengebiet Ahrweiler anreisen

Völlig überlastet sind die Zufahrtsstraßen zum Ahrtal und die Straßen im Katastrophengebiet selbst. Grund sind die vielen Helfer, die sich am Samstag, den 24. Juli, aufgemacht haben. Der Krisenstab und die Polizei appellieren deshalb dringend, die Anreise zu verschieben. Hilfe werde noch über einen langen Zeitraum benötigt.


Planung für den ersten Sommergarten in Bruchertseifen ist fertig

Nachdem die Pandemie lange das Leben bestimmt hat, gibt es jetzt die Gelegenheit wieder zu feiern. Dies dachten sich auch Tobias Link und Patrick Schumacher. Beide, gemeinsam Inhaber der Eventagentur „MydearCaptain“, stammen aus Bruchertseifen und wollen dort gemeinsam mit Freunden den Besuchern eine unvergessliche Zeit schenken.


Stadtteil Köttingerhöhe feiert Fest „der alternativen Art“

Im Wissener Stadtteil Köttingerhöhe gibt es einen Straßenzug, der auf die Bezeichnung „Ende“ hört. Doch dies kann zu Missverständnissen führen, denn am Ende ist man dort bei weitem nicht. Ganz im Gegenteil – wie nun offensichtlich wurde.


Benefiz-Büfett der Marienthaler Gastronomen wurde zum Erfolg

Die gastronomischen Betriebe im Wallfahrtsort hatten am Donnerstag, 22. Juli, zum Benefiz-Büfett eingeladen. Ort der Veranstaltung war das Waldhotel „Unser Haus“. Um den, von der Katastrophe betroffenen Betrieben in Ostbelgien, den Niederlanden sowie an der Ahr zu helfen, wurde kurzfristig ein Konzept entwickelt.




Aktuelle Artikel aus Kultur


Stadtteil Köttingerhöhe feiert Fest „der alternativen Art“

Wissen-Köttingerhöhe. Parallel zum Open Air des Wissener Schützenvereins organisierte man am Straßenzug „Ende“ eine Festlichkeit ...

Jess Jochimsen präsentiert Kabarett, Songs und Dias

Altenkirchen. Der Titel von Jess Jochimsens aktuellem Kabarettprogramm ist älter als Corona, aber wer konnte ahnen, dass ...

Planung für den ersten Sommergarten in Bruchertseifen ist fertig

Bruchertseifen. Gemeinsam mit der Ortsgemeinde und den Oktoberfestfreunden organisierten Link und Schumacher den ersten Bruchertseifer ...

„Street Life“ spielt in Betzdorf für Opfer der Flut-Katastrophe im Ahrtal

Betzdorf/Ahrweiler. Seit einer Woche steht Patrick Lück, der Frontmann der Band „Street Life“, im Schlamm. Der Sänger ist ...

"schreiben und nicht schreiben" - ein Schriftsteller und ein Bildhauer

Wissen. Schon In der Vergangenheit gab es interessante und fruchtbare Begegnungen: Hanns-Josef Ortheil veröffentlichte im ...

Zur Bekanntheitssteigerung: Das sind die Ideen eines großen „Raiffeisen-Fans

Flammersfeld. Christoph Lange aus Witten (Ruhr) ist vom Leben und Wirken des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen ...

Weitere Artikel


Spannende Vorträge und Einblicke: „Landfrauentag“ sendete von Wissen in die ganze Welt

Wissen. Nachhaltiges Gärtnern war das voranginge Thema des Abends. Besonders in der aktuellen Zeit lockt die Natur viele ...

Corona-Pandemie im AK-Land am 25. April: Kaum Veränderung bei Inzidenz

Kreis Altenkirchen. Seit Pandemiebeginn wurden laut der Kreisverwaltung insgesamt 4222 Infektionen nachgewiesen. Als genesen ...

Richter ordnet U-Haft an: Betäubungsmittel entdeckt

Wissen. Die Überprüfung des Tütchens brachte Klarheit über den Inhalt: Betäubungsmittel. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft ...

Polizei Altenkirchen meldet: Kurioser Unfall und mehrere Diebstähle

VG Altenkirchen-Flammersfeld. In Mammelzen hat ein junger Autofahrer am frühen Sonntagmorgen einen Anwohner erschreckt: Letzterer ...

Per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus: Junger Fahrer verletzt

Roth/Öttershagen. Der junge Mann war gegen 19:56 Uhr auf der B 62 aus Richtung Wissen nach Roth unterwegs, als er in einer ...

Nicole nörgelt – über Günther und die Allesdichtmacher

Region. Hitler? Mussolini? Fernöstliche Diktatoren vielleicht? Nein, weit gefehlt. Fernsehurgestein Günther Jauch durfte ...

Werbung