Werbung

Nachricht vom 26.04.2021    

Friseure brauchen unsere Solidarität

Gerade die Friseur- und Kosmetikbetriebe sind besonders betroffen von den Corona-Einschränkungen. Wochenlange Schließungen mussten verkraftet werden, und auch jetzt gelten Auflagen für höchstmöglichen Gesundheitsschutz und Sicherheit beim Friseurbesuch. Ein Schnelltest zählt dazu. Doch gerade die Pflicht für einen solchen Corona-Test sorgt nun für etliche Terminabsagen.

Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Region. Größte Sicherheit beim Friseurbesuch: Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes macht es möglich. Darauf weisen die Friseur-Innungen, Kreishandwerkerschaft (KHS) Mittelrhein und Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Sinne aller Betriebe im nördlichen Landesteil hin. Seit Beginn der Pandemie wurden die Hygienekonzepte innerhalb der Salons bereits optimiert. Nun braucht es vor dem Friseurbesuch zusätzlich noch einen negativen Corona-Test. Und der bietet handfeste Vorteile - für den Salonbesucher und das Umfeld.

„Das Verfahren gibt allen noch mehr Sicherheit, denn wir können so zuverlässig ausschließen, dass ein Kunde Coronaviren in den Salon mitgebracht hat“, schildert Gabi Berkler, kommissarische Obermeisterin der Innung Mittelrhein. Einem sorglosen Friseurbesuch stünde somit nichts mehr im Wege.

Eigentlich eine gute Sache, sollte man meinen. Und doch wundern sich derzeit viele Saloninhaber über mehr und mehr Terminabsagen, die sie seit Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes erreichen.

„Offenbar ist mancher Kunde nicht bereit, den Corona-Test zu machen“, muss KHS-Hauptgeschäftsführer Helmut Weiler feststellen. Er und sein Team sorgen sich um „ihre“ Friseure. „Dabei gäbe es doch viele gute Gründe, hier mitzuziehen, zumal sich jede Bürgerin und jeder Bürger in Rheinland-Pfalz einmal pro Woche kostenlos testen lassen kann.“ Wem der Weg zur nächsten Teststelle zu weit ist, kann sich bei vielen Friseuren auch vor der Salontür testen lassen. Dies wird gegen einen geringen Aufpreis in Rechnung gestellt.

Mit negativem Corona-Test zu erscheinen, bedeute Rücksichtnahme gegenüber den anderen und mehr Sicherheit für sich selbst. Mit einer vor dem Friseurbesuch ausgestellten Bescheinigung, die 24 Stunden Gültigkeit hat, ließen sich im Anschluss noch weitere Erledigungen verbinden, die ebenfalls eine Testvorlage erfordern. Vor allem aber: „Gerade jetzt kann der Kunde Solidarität zeigen mit dem Friseur seines Vertrauens.“



Helmut Weiler ist der Überzeugung: „Wir freuen uns ja alle, dass Friseurbesuche noch möglich sind. Da sollten wir unsere Handwerksunternehmer nicht hängen lassen.“

Denn viele Friseure haben schwer zu kämpfen. Sie gehören eindeutig zu den Verlierern der Pandemie. Nach dem zweiten Lockdown standen zahlreiche Saloninhaber kurz vor dem Aus. Förderinstrumente wie Sofort- und Überbrückungshilfe kamen nicht zeitnah zur Auszahlung und es fehlte an Unterstützung der Unternehmer selbst. Anders als zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg mussten die Betriebsinhaber hierzulande auf den „fiktiven Unternehmerlohn“ verzichten. Auch nach der Öffnung ging es nicht mehr volle Kraft voraus: Nur noch jeder zweite Platz darf besetzt werden. Wegen der zusätzlichen Hygienemaßnahmen braucht es für jeden Kunden fünf bis zehn Minuten mehr Zeit. Dazu kommen die Kosten für die Maßnahmen.

„Wir unterstützen den Aufruf, den Friseuren, deren Arbeit lange Zeit so schwer vermisst wurde, jetzt unter die Arme zu greifen“, betonen auch HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich.


Mehr dazu:   Handwerk  
Lokales: Wissen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Mahnwache zum vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges in Hamm (Sieg)

Zum vierten Mal jährt sich der Beginn des Ukraine-Krieges. In Hamm (Sieg) wird aus diesem Anlass eine ...

Einblick in die Pflege: Schüler der BBS Wissen besuchen das Seniorenheim "Sonnenhang" in Mehren

Schüler des Berufsvorbereitungsjahres Sprache der BBS Wissen erhielten einen Einblick in die Arbeitswelt. ...

Nächtliche Flucht: Verfolgungsjagd bei Hamm (Sieg)

Am Sonntag (22. Februar) kam es bei Hamm (Sieg) zu einer Verfolgungsjagd. Ein 33-jähriger Mann versuchte, ...

Altenkirchener Frauen-Tennisturnier: Noma Noha Akugue holt überraschend Titel

Der Geschichte des Altenkirchener Frauen-Tennisturniers ist ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden: ...

Rockspektakel dank "Metakilla" im KulturWerk in Wissen

"Metakilla - The Original Metallica Tribute", so nennt sich die vierköpfige Band aus dem Saarland, die ...

18-jähriger Fahrer erneut unter Drogeneinfluss erwischt

In Altenkirchen wurde ein junger Autofahrer zum wiederholten Mal unter dem Verdacht des Drogenkonsums ...

Weitere Artikel


Brand in Hemmelzen: Feuer in einer Hecke schnell gelöscht

Am Montag, 26. April, wurden die freiwilligen Feuerwehren Weyerbusch und Neitersen gegen 12 Uhr zu einem ...

Corona im AK-Land: 27 neue Infektionen am Montag, Inzidenz steigt

Mit Stand von Montagnachmittag, 26. April, gibt es im Vergleich zu Sonntag 27 laborbestätigte Neuinfektionen ...

Impfmarathon bei der "Lebenshilfe"

Bei der „Lebenshilfe“ im Kreis Altenkirchen ist es fast geschafft. „Alle über 18-jährigen Menschen, die ...

170 Beschäftigte im AK-Land: IG BAU fordert besseren Schutz von Erntehelfern

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Koblenz-Bad Kreuznach hat die Einhaltung der Arbeitsschutz- ...

DLRG-Jugend Betzdorf/Kirchen veranstaltet erfolgreichen Fotowettbewerb

Um den Kindern und Jugendlichen der DLRG Ortsgruppe Betzdorf/Kirchen etwas Abwechslung im Corona-Alltag ...

Handball im Lockdown: E-Jugend nimmt an DHB Hanniball Challenge teil

Um die Handball- und trainingsfreie Zeit zu überbrücken, haben sich die Trainer der E-Jugend und Mini ...

Werbung