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Nachricht vom 28.04.2021    

Initiative Organspende RLP startet virtuelle Aufklärungsaktion an Schulen

Junge Menschen interessieren sich mindestens genauso für das Thema Organspende wie ältere. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), und das erleben auch die Veranstalter der „Schultour Organspende" jedes Jahr aufs Neue.

Symbofoto

Mainz/Region. Da die üblichen Besuche in den Schulen 2021 nicht stattfinden können, hat die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz ihre Aufklärungskampagne ins Netz verlegt. Im Aktionszeitraum vom 28. Juni bis 13. Juli 2021 bietet sie gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Junge Helden e.V. unter anderem Online-Fragestunden mit Experten und Betroffenen an. Das Ziel der Kampagne ist, junge Menschen für das Thema Organspende zu sensibilisieren und sie bei der individuellen Entscheidungsfindung zu unterstützen. Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 10 der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz. Interessierte Lehrkräfte, Schulleitungen und Schülervertretungen können sich über die Website www.initiative-organspende-rlp.de bis zum 10. Mai 2021 bewerben.

„Es ist und bleibt eine wichtige Aufgabe, das Thema der Organspende an die Menschen heranzutragen, darüber zu informieren und aufzuklären. Um die Auseinandersetzung mit dem Thema zu stärken und die Entscheidungsfindung zu unterstützen, braucht es aber auch die Gelegenheit für das direkte Gespräch und den Austausch. Die rheinland-pfälzische Schultour ist für junge Menschen eine tolle Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und Fragen zu stellen. Toll, dass die Schultour dieses Jahr digital stattfinden wird", so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Ich bin froh, dass die Organspendezahlen in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie sogar gestiegen sind. Das ist Hoffnung für all jene, die auf ein Spenderorgan warten", betont die Ministerin.

„Durch unsere Online-Angebote möchten wir das Thema Organspende weiter im Fokus halten, auch wenn aktuell keine Präsenzveranstaltungen in Schulen möglich sind. Dabei können wir nach mehr als einem Jahr Pandemie auf erprobte Organisationsformen für das Distanzlernen zurückgreifen", erklärt Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in RLP e.V. (LZG), unter deren Federführung die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz agiert.


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Die im Rahmen der Schultour angebotenen 90-minütigen Unterrichtseinheiten werden durch einen kurzen Input zu Zahlen und Fakten sowie mit dem Aufklärungsfilm von Junge Helden e.V. eingeleitet. Berichte von Menschen, die selbst mit einem Spenderorgan leben, oder Angehörigen, die sich in einer Situation, in der Trauer und Schmerz besonders heftig sind, mit der Frage einer Organspende auseinandersetzen mussten, machen das Thema greifbar. Für fachliche Auskünfte stehen Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zur Verfügung. „Wir haben mit den virtuellen Schulbesuchen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Ob in Präsenz oder digital, das Interesse der Schüler/innen am Thema zeigt einfach, dass Jugendliche über gesellschaftsrelevante Themen informiert werden wollen. Insbesondere, wenn es ein Thema wie Organspende ist, das sie selbst oder ihre Familien betreffen könnte", sagt Angela Ipach, Geschäftsführerin und Mitbegründerin von Junge Helden e.V.

Zur Vor- und Nachbereitung des Themas bietet die Initiative Organspende ergänzende Infomaterialien an. Ein Erklärvideo mit Mirko Drotschmann, auf YouTube bekannt als MrWissen2go, ist bereits abrufbar. Eine speziell für die junge Zielgruppe entwickelte Informationsbroschüre, die auch im Klassensatz angefordert werden kann, sowie Präsentationsfolien werden ab Mai zur Verfügung stehen. „Dieser Teil unseres Angebotes ist auch unabhängig von der Schultour zugänglich", erläutert Matthias Krell. Er hofft, dass im kommenden Schuljahr auch wieder Veranstaltungen im Rahmen des Präsenzunterrichtes in den Schulen möglich sein werden.

Auch wenn der eigene Tod für Jugendliche sehr weit weg erscheint, ist die Thematik für höhere Schulklassen durchaus relevant: Ab dem 16. Lebensjahr dürfen sie der Organspende zustimmen, bereits ab dem 14. Geburtstag können sie einer Spende widersprechen.

Anmeldung zur Schultour sowie weitere Informationen unter www.initiative-organspende-rlp.de. (PM)


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