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Nachricht vom 29.04.2021    

Motionsport neues Testzentrum in Wissen: 200 Schnelltests pro Tag möglich

Von Katharina Behner

Regen Anklang fand das gerade frisch eröffnete Testzentrum am Standort von Motionsport (Güterbahnhof 4) in Wissen schon am Donnerstagmorgen, den 29. April ab 10 Uhr. Betreiber ist die Firma Lang AG, die bereits Erfahrungen mit Corona-Testungen für Veranstaltungen sammeln konnte und diese nun für alle Bürger adaptiert.

Eröffnung des neuen Testzentrums (von links): Bürgermeister Berno Neuhoff, Gazmend und Hane Ziba von Motionssport, ein Mitarbeiter des Testzentrums und Peter Mathia von der Lang AG am Eröffnungstag des neuen Testzentrums in Wissen (Foto: KathaBe)

Wissen. An vier Tagen in der Woche ist das Testzentrum in Wissen am Standort von Motionsport, die die Räumlichkeiten hierfür kostenlos zur Verfügung stellen, geöffnet (montags, donnerstags und freitags jeweils von 10 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr). Technisch automatisiert, einfach, schnell mit höchster Sorgfalt und Sicherheit gehen hier die Antigen-Schnelltestungen auf Covid-19 vonstatten. „Aus unseren Augen, ist es genau das, worauf es ankommt“, so Gazmend Ziba (Gesellschafter Motionsport) und Peter Mathia (geschäftsführender Manager Lang AG). Dazu tragen zudem das gut angelegte „Einbahnstraßensystem“ und mehrere professionelle von der Lang AG entwickelte Luftreinigungsgeräte bei.

Denn schon im Vorfeld hat man die Möglichkeit, sich direkt über die Seite von Motionsport vollkommen unkompliziert für eine Testung anzumelden. Wenige Minuten später erhält man ein E-Mail mit einem QR-Code, der für die Anmeldung und auch die spätere Zusendung des Testergebnisses ausreicht. Damit entstehen kaum Wartezeiten - innerhalb von wenigen Minuten inklusive Eincheckens, Fiebermessen, Testen und Auscheckens ist alles erledigt. Auf das Ergebnis warten muss man nicht: Es wird in 15 bis 20 Minuten online zugestellt.

Natürlich können auch diejenigen, die keine Möglichkeit haben sich vorab zum Beispiel mittels Smartphones anzumelden, am Standort in Wissen getestet werden. In diesem Fall wird die Registrierung vom zuständigen Personal erledigt und das Testergebnis erhält man nach etwa 15-20 Minuten mittels Ausdrucks. Ebenso haben Schüler in Begleitung der Eltern die Möglichkeit, sich im neuen Testzentrum testen zu lassen, falls eine Testung in der Schule nicht gewünscht oder möglich sei, so Gazmend Ziba.

Im Normalbetrieb arbeiten vier Mitarbeiter vor Ort. In zwei Testkabinen können so rund 200 Personen jeden Tag im Fünf-Minuten-Takt Sicherheit für einen geplanten Einkauf, den Besuch verschiedener Einrichtungen oder von Angehörigen erhalten. Die Abrechnung der Kosten für den Schnelltest erfolgen im Namen der Teststelle direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung, vor Ort fallen keine Entgelte an.



Zurzeit kann man im Falle eines positiven Testergebnisses noch nicht direkt einen PCR-Test am Standort des Testzentrums in Wissen durchführen, so Peter Mathia. An einer Zulassung hierfür werde gerade gearbeitet, denn im Bereich der Testzentren hat die Firma Lang bereits an drei weiteren Standorten in Nordrhein-Westfalen Erfahrungen sammeln können.

Bürgermeister Berno Neuhoff richtete seinen Dank an Familie Ziba, die dafür „gekämpft“ habe, am Standort Wissen neben dem Impfzentrum nun auch ein modernes Testzentrum anbieten zu können. Das Angebot der Apotheken sei schon gut, doch die Kapazitäten begrenzt und nun habe man in Wissen für weitere Möglichkeiten gesorgt.

Vielleicht bald ein „Wissener Modell“?

Gazmend Ziba dankte Neuhoff für seine Unterstützung bei der nicht ganz unkomplizierten Zulassung. Auch Motionsport stecke, wie viele andere, momentan in einer schwierigen Situation. Trotz Dezember/November-Hilfen vom Staat, fahre man im Moment erhebliche Verluste ein und sieht dennoch positiv in Zukunft. „Lösungen kann ich nur selber schaffen“, die Einrichtung des Testzentrums sei eine, zeigt sich Ziba optimistisch. Es brauche gute Partner, wie die Lang AG, die im Bereich von Testungen auch im Veranstaltungssegment schon Erfahrungen sammelte.

So könne er sich zum Beispiel ein „Wissener Modell“ vorstellen, wie es in anderen Kreisen und Bundesländern bereits Pilotprojekte gibt. Zukünftig Sport- und Fitnessmöglichkeiten in seinen Räumen in Verbindung mit einem negativen Test anbieten zu können, könne eine Möglichkeit sein. Doch vorab bedürfe es dringend der Senkung der Inzidenz. Jeder Test helfe die Verbreitung des Virus zu minimieren.

Auch Berno Neuhoff hofft auf Möglichkeiten unter anderem bald wieder Kultur in Wissen anbieten zu können. Etwa im Format wie die Firma Lang sie mit einem geschlossenen auch technischen Gesamtkonzept für die Eventbranche anbieten kann.
Wie beim Einzelhandel gehe es insgesamt an die Substanz. „Wir können nicht das ganze Land abschließen“ und wir müssen lernen, „mit Corona leben zu müssen“. Hierzu wolle man im Gespräch bleiben. (KathaBe)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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