Werbung

Nachricht vom 02.05.2021    

Imkern ist ein traditioneller Ausbildungsberuf

Bienenhaltung ist zum Trend geworden. Berufsverband der Imker fordert Einführung eines „Imkerführerschein" für Freizeitbienenhalter.

Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Region. Imkern geht auf eine jahrtausendealte Beschäftigung des Menschen mit der Natur zurück, aus der sich über einen langen Zeitraum hinweg ein heute klar definiertes Berufsbild entwickelt hat.

Annette Seehaus-Arnold, Präsidentin des „Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund“ erläutert dazu: „Imkerin bzw. Imker war und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Darum fordern der Imkerbund auch wieder die traditionelle Berufsbezeichnung „Imkerin" beziehungsweise „Imker" zurück. Die heute übliche Benennung als „Tierwirt Fachrichtung Imkerei" ist für die Allgemeinheit einfach nicht aussagekräftig genug, um uns Imkerinnen und Imker darin wiederzuerkennen. Eine Imkerin oder ein Imker kann sogar die Meisterprüfung ablegen und damit auch Lehrlinge ausbilden."

Der Berufsverband der Erwerbsimker erkennt außerdem auch erfahrene Bienenhalter, die über Jahre mindestens 30 Völker besitzen und betreuen, als Imkerin oder Imker an.

„Imkerinnen und Imker sorgen intensiv für ihre Bienen und deren Wohlergehen ebenso wie Landwirte ihre Hühner, Schweine oder Kühe betreuen. Vergleichbar den Kolleginnen und Kollegen aus der Landwirtschaft, bestreiten auch Berufs-Imkerinnen und -Imker ihren Lebensunterhalt – zumindest zu einem wesentlichen Teil – von den Schätzen ihrer Nutztiere, auch wenn diese wesentlich kleiner sind als die üblichen Bauernhoftiere," erklärt Imkermeister Klaus Ahrens, Vizepräsident des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund.

Denn oft wird aus falscher Bienenliebe eine Kiste mit Bienen angeschafft und diese werden aufgrund fehlender Kenntnisse nicht artgerecht betreut oder verwahrlosen gar. Hierin sieht der Berufsverband der deutschen Erwerbsimker einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Honigbienen bedürfen wie jedes andere Nutztier besonderer Fürsorge. Verwahrloste Bienenschwärme können unter anderem durch die Übertragung von Krankheiten eine Gefahr für anderen Bienen darstellen, finden unter Umständen keine geeignete Behausung mehr und sind dann dem Tod geweiht, da sie verhungern oder durch die Varroamilbe zu Grunde gehen, weil sie keine professionelle Schutzbehandlung gegen die Milbe erhalten.



Für Bienenfreunde, die Bienen als Hobby halten möchten, verlangt der Deutsche Berufs- und Erwerbsimker-Bund zum Wohl der Bienen und auch aus tierschutzrechtlichen Gründen die Einführung eines „Bienenhaltungsscheins" analog des Anglerscheins, der zum Beispiel auch für Hobby-Angler erforderlich ist. Der Imker-Bund schlägt für den Bienenhaltungsschein, der unter dem Begriff „Imkerführerschein" bereits politisch diskutiert wird, die Qualifikation als „Freizeitbienenhalter" vor, der Bienen betreut oder beherbergt. Wobei darauf hingewiesen werden muss, dass schon jetzt – nach aktueller Gesetzeslage – jeder, der Bienen hält, dazu verpflichtet ist, dies bei seinem örtlichen Veterinäramt zu melden, je nach Bundesland auch bei der Tierseuchenkasse und zudem deutschlandweit die Verpflichtung besteht, gegen die für Bienen lebensbedrohende Varroamilbe zu behandeln.

Als minimale Ausbildungsinhalte sind gefordert: Biologie der Honigbiene, Völkerführung, Tierwohl, Bienengesundheit und Bienenkrankheiten, Lebensmittelhygiene und Gesetzesgrundlagen zum Honig sowie Varroamanagement. Die abschließende Prüfung soll von den örtlichen Veterinärämtern abgenommen werden, um zu gewährleisten, dass dort auch gleich alle Bienenfreunde erfasst und ordnungsgemäß gemeldet werden. Die theoretischen Grundlagen können durch Eigenstudium erworben oder durch entsprechende Kurse vermittelt werden. Nach bestandener theoretischer Prüfung kann dann ein Praxiskurs besucht werden, um die notwendige Erfahrung im direkten Umgang mit den Bienen zu erlangen.
PM/red


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Inzidenz steigt auf 160,7 - Hamms Bürgermeister hofft auf Solidarität

Derzeit gibt es nur eine Richtung: aufwärts! Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Altenkirchen hat sich womöglich aufgemacht, ehemals erreichte Höhen wieder zu erklimmen. Am Montag, 10. Mai, wurde der statistische Wert mit 160,7 nach 151,1 am Sonntag angegeben, dem zweithöchsten in Rheinland-Pfalz.


Nicole nörgelt – über das miese Punktespiel in der Zwei-Klassengesellschaft

Tja, jetzt ist sie also da, die neue Bundesverordnung. Und alle, die im letzten Jahr brav waren und sich an alle Einschränkungen gehalten haben, kucken in die Röhre. Finde ich das gut? Lassen Sie mich mal nachrechen.


Corona im AK-Land: 48 neue Infektionen von Freitag bis Sonntag, Inzidenz steigt

Von Freitag bis Sontag verzeichnet das Gesundheitsamt des Kreises Altenkirchen 48 weitere Neuinfektionen mit dem Corona-Virus: Am Samstag waren es neun, am Sonntag 39. Die Inzidenz steigt damit auf 151,4.


Taxi-Fahrgast rastete in Scheuerfeld aus

Diese fälligen Gebühren werden die der Taxifahrt um ein Vielfaches übersteigen. Kurz vor Mitternacht war es zwischen einen betrunkenen jungen Fahrgast und Taxifahrer in Scheuerfeld zu Unstimmigkeiten gekommen. Letztlich landete der 22-Jährige in der Polizeizelle.


Backhaus Hehl und Hachenburger Brauerei erfinden Bierretter-Brötchen

Normalerweise sind eine Bäckerei und eine Brauerei zweierlei Paar Schuhe, doch wenn innovative Köpfe zueinanderfinden, dann kann aus dieser Allianz durchaus etwas nicht Alltägliches entstehen. Wie kam die Idee zum Bierretter-Brötchen zustande? Wir haben nachgefragt.




Aktuelle Artikel aus Region


Streik: Bald Einschränkungen bei Busverkehr im Kreis Altenkirchen

Region. Als Grund gibt die Gewerkschaft die „bestehende Blockadehaltung“ des Arbeitgeberverbandes Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz ...

Inzidenz steigt auf 160,7 - Hamms Bürgermeister hofft auf Solidarität

Kreis Altenkirchen. Derzeit sieht es nicht nach Lockerungen der Corona-Beschränkungen im AK-Land aus: Die Sieben-Tage-Inzidenz, ...

Max Walscheid: Der Radprofi aus dem Westerwald

Dierdorf. Wie viele Kilometer Max Walscheid schon auf zwei Rädern zurückgelegt hat? Diese Frage genau zu beantworten, ist ...

Unterhaltsvorschuss: Der „Familien-Servicepoint“ berät zum Null-Tarif

Altenkirchen. Das Geld sichert wenigstens teilweise das, was die Kinder zum Leben brauchen, egal, ob es ums Essen, um eine ...

Weichen für fußläufige Anbindung vom Baugebiet „Auf der Sieghöhe“ gestellt

Wissen. Zukunftsweichen sowohl für den Naturschutz als auch den Tourismus stellte der Haupt- und Finanzausschuss in seiner ...

Digitale Beiträge zur Themenwoche Pflegeausbildung

Siegen/Region. Am Montag, dem 10. Mai startet die Themenwoche mit einem Statement der Bundesfamilienministerin Franziska ...

Weitere Artikel


Bundesweite Verkehrszählung: Auch das AK-Land steuert Daten bei

Kreis Altenkirchen. Wie entwickelt sich der Straßenverkehr in Deutschland? Um diese Frage beantworten zu können, lässt das ...

Corona im AK-Land: Inzidenz sinkt deutlich

Kreis Altenkirchen. Mit 28 Neuinfektionen seit Freitag steigt die Gesamtzahl aller im Verlauf der Corona-Pandemie positiv ...

Vom AK-Land nach Berlin: Wochenend-Ausflug in Hauptstadt im Corona-Ausnahmemodus

Berlin. Berlin schläft noch am Samstagmorgen, als wir kurz nach 10 Uhr in der Bundeshauptstadt ankommen. Die Polizeipräsenz ...

Nicole nörgelt… über Impffrust und Lockerungsneid

Region. Bei allen Artikeln, Berichten oder Reportagen zum Thema Corona, die ich in letzter Zeit gelesen, sehen oder gehört ...

Der Luchs – ein heimlicher Waldbewohner kehrt zurück

Mainz. Denn wie das Sprichwort "Ohren wie ein Luchs" schon sagt, sind die Tiere äußerst hellhörig und vorsichtig. Dazu kommt, ...

Ideen aus der Natur: Online-Naturworkshop am Familientag

Altenkirchen. Dabei werden sich kleine Forscher im Alter von 7 bis 13 Jahren mit ihren Eltern oder Großeltern mit Phänomenen ...

Werbung