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Nachricht vom 08.05.2021    

DRK-Rettungsdienst Kirchen und Corona: Weniger Einsätze, aber weitere Fahrstrecken

SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Hundhausen tauschte sich jetzt mit Verantwortlichen der DRK-Rettungswache in Kirchen bei einem Besuch aus. Unter anderem ging es um die Auswirkungen des Infektionsgeschehens auf die Art der Einsätze und die Vorteile der ländlichen Strukturen.

SPD-Bürgermeisterkandidat zu Besuch bei der Rettungswache in Kirchen (von links): Victoria Schmidt (FSJ), Sarah Braun (Medizinstudentin, Aushilfe Rettungsdienst), DRK-Kreisgeschäftsführer Marcell Brenner, Kandidat Andreas Hundhausen, Leiter Rettungsdienst Mike Matuschewski, Wachenleiter Wolfgang Wäschenbach. Corona-bedingt verzichtete man auf das Betreten der Räumlichkeiten und traf sich stattdessen zum Hintergrundgespräch unter freiem Himmel. (Foto: Kandidat)

Kirchen. Empfangen wurde der Gast aus der Politik vom Leiter des Rettungsdiensts Mike Matuschewski, Wachenleiter Wolfgang Wäschenbach und DRK-Kreisgeschäftsführer Marcell Brenner. Ein Hauptthema des Besuchs waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeit des Rettungsdienstes, wie sich der entsprechenden Pressemitteilung von Hundhausen entnehmen lässt.

Gerade in einem so sensiblen Bereich wie dem Rettungsdienst werde besonders stark auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen geachtet, betonte Mike Matuschewski. Schon in einer frühen Phase der Pandemie habe man für alle Einsätze FFP-2-Masken vorgeschrieben. Und seit Dezember biete man den Mitarbeitern zweimal in der Woche kostenlos Schnelltests an. Davon werde auch rege Gebrauch gemacht. Überhaupt sei man bisher gut durch die Pandemie gekommen. Dank disziplinierter Kollegen habe es im Dienst bis heute keine einzige Ansteckung mit dem Corona-Virus gegeben, erklärte Matuschewski.

Hundhausen sprach auch das Thema Impfbereitschaft an. Vom Rettungsdienstpersonal hätten sich mehr als 90 Prozent impfen lassen, erfuhr er. Dabei sei selbstverständlich auch dort die Impfung freiwillig, stellte Matuschewski klar. Durch den engen Kontakt mit den Patienten sei ein bestmöglicher Schutz schon im Eigeninteresse der Einsatzkräfte. Schließlich wisse man vorher nie, was einen am Einsatzort erwarte, ergänzte Wachenleiter Wolfgang Wäschenbach.

Weitere Wege auf der Suche nach freien Krankenhausbetten

Das Infektionsgeschehen im Kreis Altenkirchen wirke sich auf die Art der Einsätze aus. So seien durch den Lockdown beispielsweise Sportverletzungen deutlich zurückgegangen. „Wir fahren zwar weniger Einsätze, müssen dafür aber öfter weitere Wege auf der Suche nach freien Krankenhausbetten in Kauf nehmen“, berichtete Matuschewski. Grund sei, dass viele Häuser wegen Corona ganze Abteilungen abmeldeten. Bislang seien aber alle Patienten untergekommen, betonte Kreisgeschäftsführer Marcell Brenner, der wegen stagnierender Infektionszahlen auf eine baldige Entspannung der Situation hofft. Andreas Hundhausen sah ebenfalls Licht am Ende des Tunnels und wagte die Prognose, dass sich der „Dreiklang“ aus impfen, testen sowie weiteren Schutzmaßnahmen wie Masken tragen und Abstand halten schon in wenigen Wochen positiv bemerkbar machen würde.



Auch in seiner Eigenschaft als Kirchener Stadtbürgermeister wollte Hundhausen wissen, wie es um die Ausstattung am Standort bestellt ist. Sowohl bei den Fahrzeugen als auch personell sei man insgesamt gut aufgestellt. Und auch Nachwuchssorgen habe man bislang keine, konnten Brenner und Matuschewski übereinstimmend berichten. Kreisweit verfüge man über zwölf Auszubildende. Viele kämen über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJler) auf den Geschmack. Beachtliche 29 FSJ-Stellen habe der DRK-Kreisverband Altenkirchen gemeldet. Marcell Brenner lobte die enorme Bereitschaft junger Menschen, sich sozial für die Gesellschaft zu engagieren. Vor allem in der jetzigen Pandemie-Zeit sei das nicht selbstverständlich.

Ländliche Strukturen im Kreis von Vorteil

Alle Gesprächspartner sahen in den ländlichen Strukturen im Kreis Altenkirchen einen Vorteil. Man kenne sich, vertraue sich und könne Synergien zwischen Kreisverband und Rettungsdienst nutzen, was nicht zuletzt auch in der Corona-Krise sehr hilfreich sei, unterstrichen Brenner und Matuschewski, die von einem „familiären Charakter“ untereinander sprachen. Als aktiver Feuerwehrmann in Kirchen konnte Andreas Hundhausen den „kurzen Draht“ nur bestätigen. „Wir sind froh, dass wir hier die Rettungswache haben und es vor Ort im Großen und Ganzen gut läuft“, zog der Sozialdemokrat ein positives Fazit seines Besuches. (PM)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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