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Nachricht vom 13.05.2021    

Kostenfreies Online-Event „Gemeinsam gegen Cybermobbing“

Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag. Der perfekte Anlass, um Kinder im Umgang mit digitalen Medien und gegen Cybermobbing zu stärken – das findet das Trainer/innen-Kollektiv «Stark ins Neue».

Cybermobbing stoppen. Grafik: Initiative STARK INS NEUE

Region. Unterstützung gefordert

Eltern sehen sich einem steigenden Handlungsdruck ausgesetzt, zumeist fehlt jedoch das hierfür notwendige Wissen und die eigene Medienkompetenz. Auch Lehrkräfte sind sich des Problems wohl bewusst, fühlen sich jedoch nur unzureichend informiert und qualifiziert. So sank laut Cyberlife-Studie in den vergangenen Jahren der Umfang des Fachwissens zu diesem Thema parallel mit der Anzahl an Präventionsmaßnahmen in der Schule.

Kurse gegen Cybermobbing «Stark ins Neue» greift diese Forderung auf und wird aktiv, um die dringend benötigte Unterstützung anzubieten. Mit ihrem mittlerweile dritten kostenfreien Online-Event treten die insgesamt mehr als 200 Trainer/innen am 1. Juni dafür an, Kinder „stark im Netz“ zu machen.

«Stark im Netz – gemeinsam gegen Cybermobbing» lädt Kinder ab neun Jahren sowie Eltern und pädagogische Fachkräfte ein, sich intensiv und mit Fokus auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten mit dem Thema auseinander zu setzen. „Ich finde, es ist höchste Zeit, Kinder gegen Cybermobbing stark zu machen und auch Eltern und Pädagogen/innen im Umgang mit dem Thema zu unterstützen“, bringt Merle Schlobinski ihr Engagement rund um das Event auf den Punkt. Als Selbstbehauptungs- und Resilienz-Trainerin engagiert sie sich gemeinsam mit Kindergärten und Schulen für die mentale Gesundheit von Kindern. Durch eine wirkungsvolle Mobbing-Prävention unterstützt sie auch in offenen Gruppen und in Coachings Kinder und Jugendliche ihre eigene, innere Stärke zu finden und zu schulen.

Der Kurs von Merle Schlobinski am 1. Juni 2021 besteht aus zwei Bausteinen. Einem für Kinder und einem für Erwachsene, die in Kombination den größtmöglichen Nutzen für die Schüler/innen bieten.

Beide Events finden über die App ZOOM statt. Die Teilnahme ist jeweils kostenlos.

• Um 17 Uhr: Ein interaktiver, altersgerecht aufgebauter 45-minütiger Kurs für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren. Es wird aufgeklärt und vor allem auch konkrete Verhaltens- und Handlungsstrategien vermittelt, um sich und andere bestmöglich vor Cybermobbing zu schützen sowie mögliche Auswege für Opfer aufzeigt.

• Um 19:30 Uhr: Ein 30-minütiger Vortrag für Eltern und Pädagogen/innen mit wichtigem Hintergrundwissen, konkreten Handlungsstrategien, um Kinder oder Schüler/innen bestmöglich zu schützen und zu unterstützen, plus nützlichen Tipps zu wichtigen technischen Einstellungen an den digitalen Geräten.

Anmeldung unter https://www.eventbrite.de/e/153039171281 oder https://starkekinderahrtal.com Hashtags zum Event: #starkinsneue #starkimnetz #gemeinsamgegencybermobbing #starkgegencybermobbing #anticybermobbing #internationalerkindertag




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Cybermobbing erreicht eine neue Dimension

Der Alltag und das soziale Leben unserer Kinder verlagern sich ins Digitale. Ein Trend, den es nicht erst seit Pandemie-Zeiten gibt, er verstärkt sich jedoch und hat sich beschleunigt. Das birgt Chancen – etwa für ortsunabhängige sowie moderne Bildungsformate. Das bringt aber auch Gefahren. Cybermobbing ist eine der elementarsten davon.

Mobbing über digitale Medien breitet sich unter Schülern rasant schnell aus und betrifft mittlerweile alle Schulformen. Auch Grundschüler sind bereits betroffen, wie die Ergebnisse der aktuellen „Cyberlife III“-Studie1, die seit 2013 das Phänomen beobachtet, zeigten. Die Zahl der Betroffenen ist seit 2017 um 36 Prozent gestiegen. Im Jahr 2020 wurde ein Anstieg von 12,7 Prozent auf 17,3 Prozent festgestellt. In absoluten Zahlen bedeutet das: Fast zwei Millionen Schüler und Schülerinnen sind aktuell von Cybermobbing betroffen – mit steigender Tendenz.

„Die Umstellung des Schulbetriebs auf Fernunterricht und Kontaktbeschränkungen in Folge der COVID-19-Pandemie verschärft die Situation, weil Jugendliche ohne institutionelle Unterstützung gegen Cybermobbing das Internet intensiver nutzen müssen und realweltliche Sozialkontakte dorthin verdrängt werden.“

Das hat gravierende Folgen

Mobbing macht Angst. Mobbing macht krank, psychisch wie physisch. Die neueste HBSCStudie2 (Health Behaviour in School-aged Children), die regelmäßig unter der Schirmherrschaft der WHO durchgeführt wird, benennt als Folgen „… erhöhte Risiken für akademische Leistungseinbußen und Schulvermeidung, aber auch für Depressivität, Suizidalität und psychosomatische Beschwerden.“ – und das bis hin ins Erwachsenenalter.

Cybermobbing reicht noch weiter und tiefer, denn – anders als das klassische Mobbing in Präsenzform – kann man sich ihm kaum entziehen. Es greift 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche; zuhause, in der Freizeit, ohne Pause. Das geht an die Substanz: „Die Zahl der Betroffenen, die Suizidgedanken äußerten ist seit 2017 um 20 Prozent und der Anteil, der Alkohol und Tabletten nahm, um fast 30 Prozent angestiegen.“, so die Autoren der „Cyberlife III“-Studie. Was zudem deutlich wurde und gerade jetzt in der aktuellen Krisenzeit verstärkt zum Tragen kommt und Sorge macht: Je geringer die allgemeine Lebenszufriedenheit, desto geringer die Resilienz und desto höher damit die Verletzlichkeit durch Cybermobbing!



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