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Nachricht vom 16.06.2021    

„Altenkirchner Carrée“ wird 52 Wohnungen in der Kölner Straße bieten

Der erste offizielle Schritt ist vollzogen, einige weitere werden noch folgen, ehe die notwendige Rechtskraft erlangt und Baurecht geschaffen ist: Der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Altenkirchen befürwortete die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für ein Grundstück in der Kölner Straße.

Matthias Müller kümmert sich gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Christian und Andreas um den Immobilienbesitz der Familie. (Foto: vh)

Altenkirchen. Das Projekt „Altenkirchner Carrée - Leben mit Weitblick“ hat die erste administrative Hürde genommen. Der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Altenkirchen sprach sich in seiner Sitzung am späten Mittwochnachmittag (16. Juni) einstimmig für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Grundstück in der Kölner Straße 25 aus. Nächste Station auf dem Weg hin zur rechtsverbindlichen Festlegung der Nutzung dieses Areals wird die Sitzung des Stadtrates am 7. Juli sein, dessen positives Votum Voraussetzung ist, damit die erforderlichen Vorgaben erledigt werden können. Nach dem Aufstellungsbeschluss muss noch das Baurecht erteilt werden, ehe die Realisierung begonnen werden kann. „Für uns in der Innenstadt ist es immer interessant, wenn eine Wohnbebauung stattfindet. Das ist gut für die Innenentwicklung“, meinte Stadtbürgermeister Matthias Gibhardt. Ralf Lindenpütz (CDU) befand: „Es ist gut, dass was in Altenkirchen passiert.“ Vor dem Hintergrund von Schulen, Kitas und Geschäften sei dieser Schritt sehr zu begrüßen, erwähnte Doris John (CDU). Und Jürgen Kugelmeier (FWG) lobte das Engagement der Investoren: „Ein Dankeschön, dass ihr diesen Mut habt.“

Alle Wohnungen barrierefrei
Bis schließlich die Baumaschinen anrollen können, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Wie das „Altenkirchner Carrée“ nach der Umsetzung vom Plan in die Wirklichkeit daherkommen wird, ist Matthias Müller, gemeinsam mit seinen Brüdern Christian und Andreas Geschäftsführer der Müller GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), die das Vorhaben realisiert, längst geläufig. Entstehen sollen, so erläutert er exklusiv gegenüber dem AK-Kurier, an der Stelle des alten und baufälligen „Forsthauses“ vier dreigeschossige Gebäude (jeweils noch plus Staffelgeschoss), die zusammen 44 Wohnungen bieten. Dazu gesellen sich zwei Doppelhäuser mit insgesamt acht Unterkünften, so dass Altenkirchen über 52 neue Domizile verfügen wird. „Alle sind zwischen 50 und 100 Quadratmeter groß“, erklärt Matthias Müller die „mittelgroße, komplett nach Süden ausgerichtete Wohnanlage“, in der es sowohl für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte als auch für Familien Heimstätten geben werde. „Alle sind barrierefrei, also auch für ältere und mit Einschränkungen belastete Menschen geeignet, haben entweder eine Terrasse/Garten oder einen Balkon“, beschreibt er weiter, „wir wollen ein sicheres Zuhause bieten.“ Ein Kinderspielplatz ergänzt den Bereich, somit werde ein Raum für Kommunikation unter den Bewohnern geschaffen. Garagen parallel zur Kölner Straße angeordnet und weitere Stellflächen komplettieren die Infrastruktur. Zufahrten sollen von der Kölner Straße als auch von der Wiedstraße aus möglich sein.


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Gutes Nahversorgungsangebot
„Neuer Wohnraum in dieser zentralen Lage von Altenkirchen bietet sich deshalb an, weil er eine ideale Ergänzung zum umliegenden direkten Versorgungsangebot bietet. Die Anbindungen an den öffentlichen Personennahverkehr sind gut, und in fußläufiger Entfernung gibt es Lebensmittelgeschäfte, Ärzte, Apotheke und Bäckerei“, macht Matthias Müller schon einmal Werbung in eigener Sache. Denn nicht nur in deutschen Metropolen ist (bezahlbarer) Wohnraum inzwischen Mangelware, auch in Mittelzentren wie Altenkirchen seien neue Unterkünfte gefragt. „Diese machen die Stadt attraktiv“, weiß Matthias Müller, „so können die Menschen sagen: ,Hier will ich bleiben‘.“ Zudem könnten die Zukunftschancen von Altenkirchen verbessert werden. Nach Fertigstellung wird die GbR die „Vermietung in der eigenen Hand behalten“.

Behutsam weiterentwickeln
Die Müller GbR, gegründet nach dem Tod von Karlheinz Müller, Großvater von Matthias, Christian und Andreas, der auch über Jahrzehnte hinweg als Renault-Vertragshändler auf dem dreieckigen Gelände, das Kölner- und Wiedstraße im Kreuzungsbereich bilden, fungierte, kümmert sich nunmehr „um den Immobilienbesitz unserer Familie, der behutsam weiterentwickelt werden soll“. Dabei sei es wichtig, „dass hier etwas entsteht, das zu uns und unserer Heimatstadt passt“. In einem ersten Schritt wurden die Bestandsgebäude „wie es so schön heißt: renaturiert“, Leerstände instand gesetzt bzw. saniert. Der ehemalige Kfz-Werkstattbereich ist inzwischen komplett vermietet. Eine Praxis für Physiotherapie wird in wenigen Tagen im ersten Stock der Pkw-Ausstellungshalle früherer Jahre ihre Pforten öffnen. „Kurz: Wir haben mehr Leben und Lebensqualität als Konzeptidee formuliert“, schildert Matthias Müller. Der Beginn der Sanierung des Gebäudes „Neues Leben“, das derzeit leer steht, werde in wenigen Monaten beginnen. „Mit einem familiengeführten Büro, wo früher das für den Verkauf und die Werkstatt war, wollen wir für faire Vermietungen, gutes nachbarschaftliches Klima und einen soliden Gebäudebestand sorgen“, bringt Matthias Müller ein grundsätzliches Anliegen der GbR auf den Punkt. (vh)


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