Werbung

Nachricht vom 17.06.2021    

„Runde Kultur-Tische“ erfreuen sich einer großen Resonanz

Vernetzung ist ein Thema, das in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist. Das Wissen, was der andere, der in gleichem Metier unterwegs ist, zu tun und zu gelassen gedenkt, schafft Planungssicherheit, vermeidet Doubletten. Der „Runde Kultur-Tisch“ der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld möchte helfen, die Protagonisten auch besser zu verlinken.

Rebecca Seuser, Rolf Schmidt-Markoski und Eugen Schmidt (von links) freuen sich, dass die „Runden Kultur-Tische“ bislang auf eine große Resonanz gestoßen sind. (Foto: vh)

Altenkirchen. Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld ist die drittgrößte ihrer Art der Fläche nach in Rheinland-Pfalz. Demzufolge hatte nach der Fusion am 1. Januar 2020 in vielen Bereichen das Kennenlernen vieler in identischen Metiers tätigen Menschen eine hohe Priorität. Die „Geburt“ des „Runden Kultur-Tisches“ mit der ersten Ausgabe zu Jahresbeginn stellte die Erwartungen, was die Teilnehmerzahl und die Inhalte betraf, in den Schatten. Nach dem zweiten, der ebenfalls online über die Bühne ging, waren sich die Kulturtreibenden einig, dass eine „Marktlücke“ geschlossen worden ist. Ein solch positives Fazit zogen am Donnerstagmorgen (17. Juni) der erste Beigeordnete der VG, Rolf Schmidt-Markoski (neben Tourismus auch für die Kultur zuständig), Eugen Schmidt aus der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der VG-Verwaltung (Kultur unter diesem Dach angesiedelt) und Rebecca Seuser, bei der viele kulturelle Fäden zusammenlaufen. Die nächste Zusammenkunft - nach Möglichkeit als Präsenzveranstaltung - soll nach den Sommerferien organisiert werden. Schon jetzt wusste Seuser: „Der Runde Tisch wird wachsen.“

Auf zukunftsfesten Füßen

„Wir wollen die regionale Kultur in unserer VG auf zukunftsfeste Füße stellen“, sagte Schmidt-Markoski, Kultur sei ein wichtiger Standortfaktor - auch für die Wirtschaft und das Image der Verbandsgemeinde. „Die politisch Verantwortlichen in unserer VG haben es sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt, die dezentrale Struktur, die Qualität und die Vielzahl der kulturellen Angebote auch in der neuen großen VG zu erhalten und gemeinsam weiterzuentwickeln“, ergänzte er und zeigte eine weites Feld an Dingen auf, die nach und nach abgearbeitet werden sollen: Vernetzung, Kennenlernen, Austausch; gemeinsam in einem offenen Prozess an Zielen und Ideen arbeiten; Absprachen bei Veranstaltungen treffen; Herausgabe eines Kulturkalenders; nicht nur beratende, sondern auch finanzielle Unterstützung nach Veranstaltungen mit einem Defizit. Dafür stehen bis Jahresende 7000 Euro zur Verfügung. Ein Zuschuss darf 500 Euro nicht übersteigen und soll, so Schmidt, ohne großen bürokratischen Aufwand genehmigt und ausgezahlt werden. „Eine Doppelförderung ist aber ausgeschlossen“, ging er ein wenig ins Detail.



VG lässt Kultur organisieren

Die VG betreibt selbst keine Kultureinrichtung. Die Förderung besteht im Wesentlichen aus der Unterstützung von freien Organisatoren, von Projekten und Events. „So wird seit vielen Jahren die Arbeit des Kultur-/Jugendkulturbüros Haus Felsenkeller gefördert und begleitet. Helmut Nöllgen und seinem Team ist es maßgeblich zu verdanken, dass in all den Jahren die Stadt Altenkirchen bei Kulturfreunden in einem weiten Umkreis einen hervorragenden Namen hat“, meinte Schmidt-Markoski. Darüber hinaus gebe es in den beiden Alt-VGs weitere Akteure, die beispielsweise in der Kulturwerkstatt Kircheib, im Elvis-Museum in Kircheib, im Roten Haus in Seelbach, bei der Bartels Bühne in Flammersfeld oder bei „Kultur im KDH“ in Horhausen engagiert arbeiteten und die aus dem speziellen Fonds entschädigt werden könnten, falls, so Schmidt, auch einmal eine Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müsse.

„Kurzer Draht“ wegen Probenraum

Als erstes Beispiel für eine bessere Vernetzung nannte Seuser den entstandenen „kurzen Draht“ zwischen Corinna Simmerkuß vom Chorverband Rheinland und Margret Staal, als es darum ging, Probenräume für Chöre auszuloten und Staal, verbandelt mit dem Haus Felsenkeller, die leer stehende Kulturetage im Rewe-Center auf dem Weyerdamm ins Spiel brachte. Und in Lukas Dörrie nahm beim ersten Online-Dating der für die Leader-Region Westerwald-Sieg maßgebende Mann für die Beantwortung von Fragen zu finanziellen Förderungen aus dem großen europäischen Topf teil. Ebenfalls als kleinen Erfolg wertete Seuser die Tatsache, dass sich die Kulturwerkstatt Kircheib Equipment für Streamingevents auf eigene Rechnung angeschafft habe, die sie gegen einen Selbstkostenpreis verleihe. (vh)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen-Flammersfeld auf Facebook werden!


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Kultur


Konzert in Altenkirchen: Polizeiorchester erspielte Spenden für junge Stimmen im Ahrtal

Altenkirchen. „Das Motto dieses Abends gilt auch für das Benefiz-Konzert in der Christuskirche, dessen Gäste Sie heute sind.“ ...

Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen" will das volle Programm fahren

Wissen. Wenn Corona auch aktuell viele Veranstaltungen auf Eis legt, ist die Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen" sicher, ...

Filmreif-Kino im Februar: Plötzlich aufs Land - Tierärztin im Burgund

Hachenburg. Eine tragikomische Culture Clash Komödie, mit rauem Charme und viel Liebe erzählt. Alexandra hat ihr Medizinstudium ...

Neue Ausgabe des "Narrenspiegel": KG Herdorf bringt Karnevalsgefühl nach Hause

Herdorf. Ein karnevalistischer Lichtblick in trüben Corona-Zeiten: Der Herdorfer "Narrenspiegel" liegt ab Montag, den 24. ...

Buchtipp: „Freiheit meiner Daseinsfreude“ von Tina Hüsch

Dierdorf/Bad Marienberg. Für die Poetin ist klar, dass in jedem Menschen der Traum von der großen Freiheit lebt, der „der ...

Kunst trotz Corona: Kunstschaufenster geht ins dritte Jahr

Altenkirchen. Das Kunstforum Westerwald betreibt das “Kunstfenster Bahnhofstraße 20“, welches sich in die beachtliche Kulturszene ...

Weitere Artikel


Wissen: CDU-Landtagsabgeordneter eröffnet Bürgerbüro

Wissen. Als Büroleiterin und verantwortlich für Büroorganisation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing steht Reuber Maja Bender ...

Der Skulpturenweg Reckenthal: Kunstwerke im Gelbachtal bei Montabaur

Montabaur. Wandern und Kunst, zwei Bereiche, die nur selten eine gemeinsame Schnittmenge haben. Perfekt gelungen ist diese ...

Zivilschutz- und Katastrophenschutz: Heimische FDP-Bundestagsabgeordnete kritisiert Bundesregierung

Region. „Es ist unglaublich, dass der Bundesregierung keine Kenntnisse darüber vorlegen kann, ob sie im Zivilschutz- oder ...

Kriminalitätsbelastung im Wisserland unterdurchschnittlich

Wissen. Eine der guten Hauptbotschaften aus der Zusammenkunft lautet: Die Kriminalitätsbelastung des Wisserlandes ist im ...

Schlager-Pop: Philipp Bender aus Wissen fährt jetzt dem Horizont entgegen

Wissen. Bender möchte mit dem Song den Menschen aus der Seele sprechen und die damit verbundene Hoffnung und Sehnsucht nach ...

Kulturwerk Wissen: Counry-Konzert im kostenlosen Live-Stream

Wissen. Die sechs Mitglieder der Band aus dem Sauerland verbindet neben der Liebe zur handgemachten Musik auch die Begeisterung ...

Werbung