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Nachricht vom 24.06.2021    

Wissen: Gröners Kunstwerk „Niemals wieder“ - aktueller denn je

Von Katharina Behner

Mit der Skulptur „Niemals wieder“ schaffte Gerhard Gröner ein Kunstwerk, welches in Zeiten von Radikalisierung einzelner Gruppen in der Gesellschaft ein deutliches Zeichen setzt. Auf die Vergangenheit, sowohl auf die Gegenwart hinweisend, erhielt seine Arbeit den gut frequentierten Platz neben dem Parkdeck am Buschkamp in Wissen.

Das Kunstwerk „Niemals wieder“ von Gerhard Gröner schlägt einen Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Von links: Dominik Weitershagen (Geschäftsführer Kulturwerk), Florian Fehling (Firma Fehling), Bürgermeister Berno Neuhoff, Andreas Brucherseifer-Escher (Vorstand Förderverein Kulturwerk) und Gerhard Gröner mit seiner Gattin Heidi. (Fotos: KathaBe)

Wissen. Anlässlich der Enthüllung und Einweihung des Kunstwerks „Niemals wieder“ von Gerhard Gröner trafen sich neben dem Künstler und seiner Gattin Heidi, Bürgermeister Berno Neuhoff, Vorstandsmitglieder des Fördervereins Kulturwerk, Beigeordnete und Fraktionsvorsitzende des Stadtrates sowie der Geschäftsführer des Kulturwerks am Mittwoch, dem 23. Juni, in Wissen.

Mit Gröners Skulptur ist Wissen nun um ein weiteres Kunstwerk im öffentlichen Raum reicher, seinen Platz fand es direkt neben dem Parkdeck am Buschkamp an gut frequentierter Stelle.

Als überregionale Kulturstadt, bezeichnet der Künstler Gerhard Gröner, der seit sechs Jahren in Wissen lebt, seine neue Wahlheimat. Neben gesunder Luft, vielen Wanderwegen, dem attraktiven Bahnhof und dem beliebten Siegtalbad, hob Gröner den bunten Strauß an Kultur-Vielfalt im Wisserland anlässlich der Feierstunde hervor und dankte den Besuchern, den Spendern und Dominik Weitershagen (Geschäftsführer Kulturwerk) für die Organisation der Spendenaktion.

„Wider den antidemokratischen Kräften“, so Gröner, weise seine Arbeit sowohl auf die Vergangenheit der Nazidiktatur hin, schlage aber den Bogen in die aktuelle und bewegte Zeit, in der aufkeimende Unruhen, Hass, Rassismus und Ausgrenzung immer häufiger zum Thema werden. Dabei sei die Demokratie gefährdet.
Gerade daher, appelliert der Künstler „ist es an der Zeit, dass Kunst sich öffentlich zu politischen Themen bekennt“ und damit zur freiheitlichen Demokratie. Mit dem Blick auf Gegenwart und Zukunft sei es wichtig, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Wer schweige, mache sich schuldig.

Seine Skulptur, mit der in Wissen weitere Kunst im öffentlichen Raum dargeboten wird, soll dabei nicht nett oder gefällig daherkommen. Entsprechend wählte er die auffällige Form des Andreaskreuzes, welches ein eindeutiges Achtungs- und Warnsignal darstellt. Der in Cortenstahl mit Rostnarbung eingelaserte Text „Niemals wieder“ und „Nie wieder Hass, … Gewalt, … Ausgrenzung, … Schweigen, … Ignoranz, … Anfeindung, … Niedertracht“ auf der 1,60 Meter hohen Skulptur die auf einem Bruchsteinsockel steht, regt die Betrachter zum Innehalten und Nachdenken an.




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Das Kunstwerk zeigt den Bezug von Vergangenheit und Gegenwart

Bürgermeister Berno Neuhoff, gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins Kulturwerk dankte Gröner für seine Arbeit. Das mahnende Denkmal, welches nun mitten in der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg massiv zerstört wurde, seinen Platz gefunden habe, zeige deutlich den Bezug von der Vergangenheit in die Gegenwart. Im Wortlaut von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier betonte er dies mit „Demokratie braucht uns alle“. Dr. Andreas Brucherseifer-Escher, ebenfalls Vorstandsmitglied des Kulturwerk-Fördervereins hob hervor, wie Gröner bereits während einer Sitzung des Vereins allein mit seinem Modell der Skulptur „Niemals wieder“ begeistert hatte und sich alle einig darüber waren, diese Form der Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Genauso wie Berno Neuhoff zeigt sich Brucherseifer-Escher begeistert von der Spendenaktion, die ab Anfang April auch über ein Fundraising-Kampagne auf der Plattform Betterplace von Dominik Weitershagen (Geschäftsführer Kulturwerk) mit Erfolg organisiert wurde. Ohne diese Spendenaktion wäre die Stadt nicht in der Lage gewesen, dieses kulturelle Vorhaben zu finanzieren, so Neuhoff.

Weitere Sachspenden, wie der Aufbau der Skulptur durch die ortsansässige Firma Fehling trugen zur endgültigen Realisierung des Projektes bei, über das der Förderverein des Kulturwerk die Patenschaft übernahm bis das Kunstwerk jetzt ins Eigentum der Stadt Wissen überging. (KathaBe)


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