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Nachricht vom 06.12.2010    

RWE: Strom wird teurer! - Eon: Keine Stellungnahme!

Es ist wie beim Mikado-Spiel: Berührt man ein Stäbchen und es zittert - ist man draußen. Gewinner ist beim Spiel, wer die meisten Stäbchen eingesammlt hat. Nun ist aber der neue Strom- Konzessionsvertrag, über den die Kommunen in den nächsten Wochen entscheiden müssen, durchaus kein Spiel. Es betrifft alle Bürger und vor allem alle Gewerbebetriebe im Landkreis. Während der Netzinhaber RWE um jede Kommune kämpft und öffentlich Stellung nimmt, verweigert dies Eon Mitte.

Der Kampf um die Stromnetze im Landkreis Altenkirchen hat begonnen, es ist kein Spiel, sondern bittere Realität geworden. Die Rechnung bei diesem Spiel werden die Bürger tragen müssen und vermutlich auch die Gewerbebetriebe. Foto: Helga Wienand

Kreis Altenkirchen. Der Energieversorger RWE kämpft um jede Kommune im Kreis Altenkirchen und geht deutlich in die Offensive, auch öffentlich. Der Konzern will als Netzbetreiber im AK-Land bleiben, da gibt es keinen Zweifel. Am vergangenen Freitag hatten Frank Schwermer, Leiter Regionalzentrum Süd, und Frank Eikel, Leiter RWE Südwestfalen/Sieg, und der Betriebsratsvorsitzende Ralf Kehl im Rahmen eines Pressegesprächs klar gemacht, dass die Strompreise mit einem Netzübergang an Eon Mitte steigen werden. Und zwar beträchtlich, denn während es bei RWE die gesunde Durchmischung der Kalkulationen gebe, fehle dies bei Eon Mitte.
Nun gehört es zu den Sorgfaltspflichten eines Berichterstatters, solche Dinge zu prüfen und die Gegenseite zu befragen. Dies geschah. Am Montag kam die Antwort des Pressesprechers von Eon Mitte, Günther-Michael Birmes, aus Kassel. Es gibt keine Stellungnahme, die Fragen, zum Beispiel nach einer Strompreiserhöhung werden nicht beantwortet. Eon Mitte bittet um Geduld. Erst wenn es Ergebnisse gebe, werde man dies öffentlich kommunizieren. Darüber hinaus handele es sich um einen normalen Vorgang im Wettbewerb, den man nicht über die Medien austragen werde, schreibt der Pressesprecher in seiner Antwort an den AK-Kurier.
Auch Fragen zur Nachbesserung des Angebotes und zur möglichen Übernahme des Mittelspannungsnetzes (für Gewerbebetriebe im AK-Land interessant) blieben unbeantwortet.
Das Thema ist für Laien äußerst komplex und nicht einfach zu durchschauen. Der Strompreis setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen. Da geht es auch um die Netznutzungsgebühren, aber nicht nur. Während die Arbeitsgruppe des Landkreises davon ausgeht, dass diese Netznutzungsgebühr nicht steigen wird, ist RWE da völlig anderer Meinung. Schwermer und Eikel meinen dies anhand von Beispielen belegen zu können. So werde der Preis für den Privathaushalt, aber auch für die Gewerbebetriebe steigen.
Schwermer und Eikel machten dies an einem Rechenbeispiel deutlich, das sich übrigens jeder Kunde via Internet (es gibt sehr zuverlässige Portale, zum Beispiel Verivox) selbst ausrechnen lassen kann. Ein Single-Haushalt im AK-Land zahle demnächst 25 Euro pro Jahr mehr, bei einer Bäckerei könnte dies bis zu 1000 Euro ausmachen. Ein Industriebetrieb, der im Jahr 12 Millionen Kw/h verbrauche, zahle rund 126.000 Euro pro Jahr, Netzgebühr eingeschlossen. Ab 2011, wenn Eon Mitte das Netz im Landkreis übernehme, seien es rund 142.000 Euro. Diesen Zahlen und Berechnungsmodellen lägen Veröffentlichungen von Eon zugrunde, sie sind übrigens nicht nur für Insider zugänglich.
Als ein wichtiges Argument sehen die RWE- Verantwortlichen gerade die Netznutzungsgebühr. Sie wird von der Bundesnetzagentur festgelegt und richtet sich auch nach dem Versorgungsgebiet und der Einwohnerdichte. Da kommt es natürlich zu Mischkalkulationen. Während das RWE die großen Metropolen an Rhein und Ruhr mit in die ländlichen Regionen eingerechnet bekommt und somit bei einer Einwohnerdichte von 290 Köpfen pro Quadratkilometern liegt, hat dies Eon Mitte nicht. Hier liegt die Einwohnerdichte bei 160, also gebe es für die Bundesnetzagentur die Empfehlung, ein deutliches höheres Nutzungsentgeld zu erheben. Der Landkreis Altenkirchen habe mit den günstigen Netzentgelten vom Speckgürtel an Rhein und Ruhr partizipiert, machte Schwermer deutlich. Dies werde mit dem Netzbetrieber Eon Mitte entfallen, denn hier fehle dieser Speckgürtel.
Für Eon werde der Landkreis zur Perle in Sachen Netzgebühr und damit verbundener Preiserhöhung durch die Bundesnetzagentur. Denn die ländliche Versorgung sei weitaus teurer als die städtische, und den hessischen Speckgürtel gebe es nicht, da dort bereits viele Eigenbetriebe entstanden seien.
Warum durfte Eon Mitte das Angebot auch nach dem Stichtag nachbessern, RWE aber nicht? Für den Betriebsratsvorsitzenden ist dies eine Frage, die bislang von allen Beteiligten nicht beantwortet wurde. Auch die Eile, mit der jetzt die Ortsgemeinderäte entscheiden sollen, ärgert ihn gewaltig. Immerhin gebe es ein Jahr Karenzzeit, führte Kehl in die Argumentation mit ein. Auch das Thema Straßenbeleuchtung, für die Gemeinden ein wichtiges Thema mit enormen Kosten, sei nicht ausreichend gewürdigt worden. Da es aber bei den jetzt anstehenden Beratungen um die Stromkonzessionsverträge im Niederspannungsnetz gehe, sei das Thema "Leuchtstellen" ausgeblendet worden. "Bei uns ist die Straßenbeleuchtung nicht teurer als bei Eon, wir setzen auf Sicherheit und eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen", sagte Eikel.
Die kreisweit eingesetzte Arbeitsgruppe hatte aber lediglich zur Vergabe der Stromkonzessionsverträge zu entscheiden und zu empfehlen. Dies hatte der Sprecher der Arbeitsgruppe, Konrad Schwan, erst am Donnerstag deutlich gemacht. Auf die Frage, ob der Energieversorger RWE das Niederspannungsnetz ohne das vorhandene Mittelspannungsnetz (für die Industrie) im Falle einer Mehrheitsentscheidung für Eon Mitte im Landkreis Altenkirchen betreiben werde, gab es ein klares Nein. Die Entflechtungskosten der Netzte seien viel zu hoch, dies komme auch auf die Netzbetreiber (und damit auf den Endkunden) zu, wenn es einen Flickenteppich im Landkreis gebe. "Es wird bei der jetzigen Vergabeempfehlung überhaupt nicht berücksichtigt, was das RWE in den letzten 85 Jahren im Landkreis geleistet hat", sagte Kehl im Namen seiner Kollegen, die immer vor Ort seien, egal ob es schneie, brenne, oder Stürme tobten. (hw)



Kommentare zu: RWE: Strom wird teurer! - Eon: Keine Stellungnahme!

27 Kommentare
Wo bleibt eine Stellungnahme des "Quasi" neuen Netzbetreibers Eon zu der ganzen Problematik. Es kann doch nicht sein, dass sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe und wir als Gemeinderäte (....die eine Entscheidung treffen sollen) für die Empfehlung zugunsten des Konzerns alleine Stellung beziehen müssen. Außerdem sollten uns als Gemeinderäte auch "alle" Fakten die der Arbeitsgruppe SKV mittlerweile bekannt sind, zur Verfügung stehen.
#27 von Karl-Heinz Keßler, Weitefeld, am 13.12.2010 um 15:12 Uhr
Es ist wirklich unglaublich wie einfach es sich hier einige machen! Bei Wolf-Garten wurde der ganze Kreis mobil gemacht, obwohl die Situation durch die Übernahme von vorneherein wohl eher aussichtslos war. Jetzt kann jede einzelne Gemeinde sich dafür einsetzen, dass nicht noch mehr Firmen hier im Kreis schließen müssen und stattdessen wird auf einer nicht fristgemäßen Abgabe des Managements herumgeritten. Dass es hier um Menschen geht, die um ihre Arbeitsplätze fürchten, scheint den meisten - und allen voran dem lieben Herrn Brato - wohl völlig egal zu sein...
Da werden noch Dinge geschrieben, wie "der Konzern schickt seine kleinen Leute vor". Wer würde wohl nicht versuchen, seinen Arbeitsplatz behalten zu können und bis zum Schluss darum kämpfen?! Wer das nicht verstehen kann, dem ist wohl jede Art von Menschlichkeit abhanden gekommen!
Die Betzdorfer-Politiker sollten sich mal eine Scheibe von dem Alsdorfer Ortsvorsteher abschneiden, der sich noch für die ansässigen Firmen einsetzt

#26 von Ein Betzdorfer Bürger, am 12.12.2010 um 12:58 Uhr
Ich vermisse hier Aussagen die zur Sache passen!Das dem Herrn "Zocker" der Schnuller weggenommen wurde und er jetzt meint er müsste rumheulen und ne Schlammschlacht starten......
Was können denn die Mitarbeiter dazu?
Dann lauf doch nach Essen und jammere da, wo auch die RWE Mitarbeiter sich beschweren sollten.
#25 von Gegenzocker, am 09.12.2010 um 10:48 Uhr
1.Möchte etwas zu meinem Vorredner schreiben, einiges ist bestimmt richtig...ABER :
Wie sieht es da mit E.ON aus,die sind doch noch größer???Dieser Konzern lebt vom Verkauf und Handel...Fremdfirmen sind bei denen aus dem Ausland....
Bei diesem Thema geht es bestimmt nicht um die interne Firmen-Politik .
Es geht um eine sichere Stromversorgung im Kreis ALTENKIRCHEN !!!
Wie kann ich denn nun E.ON das Vertrauen schenken,wenn diese sich noch nicht einmal zu einer Stellungnahme äußern?
Es wurde berichtet,das die Kommunen noch nicht einmal deren Verträge kennen???
Bei RWE weiß man was man hat....Sie haben ihr Angebot verbessert und liegen nun mit E.ON gleich,vielleicht sogar besser???
Lieber einem späten,ehrlichem Angebot folgen und auf der sicheren Seite sein.
Denn eins ist klar...Sollte der "Karren" gegen die Wand gefahren werden,wird der Bürger dies ausbaden müssen. Denn die hohen Herren werden hier im Kreis nicht mehr sitzen...
#24 von V.Schmidt, am 08.12.2010 um 08:49 Uhr
RWE,das heißt Ruhe,Wärme und Erholung.Es kann einem leid tun für jeden einzelnen Mitarbeiter,aber seit Jahren wird von der Konzernspitze mit Subunternehmen genauso umgesprungen,einer wird gegen den anderen ausgespielt.
Aufgrund dieser Sklavenpolitik des RWE sind auch bei den Subunternehmern viele Menschen arbeitslos geworden,da hat aber keiner vom RWE auch nur ein Wort verloren.Jetzt wo diese Leute sich dem Wetbewerb stellen sollen,da schreien Sie alle sehr laut.
Also liebe RWE Mitarbeiter,man soll anderen nicht das zufügen was man selbst nicht möchte.
Details über Abläufe im Netzbezirk AK werden bald veröffentlicht.
Dann geht die Partie erst richtig los,versprochen.
#23 von der Zocker, am 08.12.2010 um 08:49 Uhr
RWE ist bei weitem auch nichtmehr das, wo es früher für einstand. Es geht nur noch um den Profit der Manager, die sich oben die Taschen vollmachen. Auf den kleinen Mitarbeiter wird doch überhaupt nicht geschaut. Es gab/ gibt genügend Azubis bei RWE, die auf eine Zukunft gehofft haben und dann nach 1-2 Jahren Befristung aus dem Unternehmen ausscheiden müssen (das ist auch vielen ehemaligen aus dem LK AK so passiert). Auch an der Qualität der Ausbildung bei RWE wird immer weiter eingespart. Vllt. ist es auch nicht schlecht, dass es mal einen Schuss vor`s Gehäuse gibt und RWE einen Denkzettel verpasst bekommt. RWE ist sich in der ganzen Angelegenheit wohl zu sicher gewesen und die Mitarbeiter an der Front sollen es jetzt ausbaden. Der Stellenabbau bei RWE wird sowieso stattfinden und der Standort Siegen wird für die Bosse der RWE in den nächsten Jahren bei einem derzeitigen Altersschnitt von weit über 40 Jahren leider sowieso keine Zukunft mehr haben. Es wird in Essen mehr dafür getan Altersteilzeiten usw. zu fördern anstatt der Jugend endlich mal eine sichere Zukunft zu geben. Das als kleiner Input zur RWE.
#22 von Beobachter, am 07.12.2010 um 18:45 Uhr
Strompreise steigen also doch!
Was lange für Politikmache von RWE Mitarbeitern gegen die Entscheidung der Arbeitsgruppe gewertet wurde kristalisiert sich nun doch als Fakten heraus.
Meine Frage an die Arbeitsgruppe wäre daher.
- was waren die tatsächlichen Beweggründe für eine Empfehlung für E.on
- sind die Belange der Kunden ( Privat & Gewerbe ) überhaupt mit berücksichtigt worden.
- wiso wurde mit E.on nachverhandelt ( 17.11) wärend man sich über das RWE Angebot vom 21.11 empfindlich empört ?
- Ist der Personenkreis der Abstimmt im ausreichendem Maße informiert und liegen die Konzesionsverträge zum Vergleich allen vor?
- Ist eine Wettbewerbsgleichheit sichergestellt oder gibt es wie in der ehem. DDR nur eine Wahlmöglichkeit das heißt steht auf em wahlzettel nur E.on ja /nein ?
Wenn dem letzterem dem so sein sollte ist es wie bei den Wahlen in vielen Ländern.In wirklichkeit hat mein kein Wahlrecht.das käme für mich mit Wahlbetrug gleich.
Übrigens um es vorweg zu nehmen ich bin kein RWE Mitarbeiter!
#21 von R.Bach, am 07.12.2010 um 18:44 Uhr
Nach 19 Kommentaren, die die Welt nicht braucht (ich vermisse hier überigens einige berufsmäßige Bedenkenträger in dieser Diskussion!), erlaube ich mir einen weiteren: Nein, nein und nochmals nein! Das sind die einzigen Argumente, die man der RWE-Lobby hier entgegen schleudern muss, liebe Freunde des digitalen Austauschs. Die Strom-Riesen sind keine Heilsbringer, nicht die Blauen, nicht die Roten. Sie wollen Geschäfte machen, also macht Geschäfte mit ihnen. „Money makes the world going round“ oder wie das heißt …

Wenn alle die, die Lokalpatriotismus und Solidarität predigen, das auch leben würden, wären wir alle auf dem Land besser dran! Wie ich darauf komme? Überlegt doch mal: Ein neues Buch? Bestellt Ihr bei Amazon; ein paar Schuhe bei Zalando; Musik? Genau, bei iTunes & Co.; den Rest gibt es im Tchibo-Shop online, bei eBay oder auf einer Erlebnis-Einkaufstour in Köln, Bonn, Koblenz, aber nicht in Altenkirchen, Wissen oder Betzdorf. Arbeitsplätze und Geschäfte im Kreis Altenkirchen sind die Leidtragenden. Aber dann klagen irgendwann alle über Leerstände usw. Wenn die Gemeinden nun genau das tun, was ihre Bürger machen, nämlich auf das günstigste Angebot für die Konzession eingehen, dann handeln sie nur folgerichtig und ganz im Sinne der Bevölkerung!
#20 von Carlos H. Braune, am 07.12.2010 um 18:43 Uhr
Wie aus verschiedenen Verlautbarungen in der Öffentlichkeit zu entnehmen war, muss man hier zwischen der Versorgung aus dem Mittelspannungsnetz und dem Niederspannungsnetz unterscheiden. Bei den Konzessionsverträgen geht es um die Versorgung aus dem Niederspannungsnetz, d. h. den örtlichen Netzen im Bereich der Gemeinden, somit ist hier der nicht gewerbliche Kunde betroffen. Die gewerblichen Kunden werden aus dem Mittelspannungsnetz versorgt. Mittelspannungsnetze sind der Teil des Stromnetzes zur Verteilung des Stroms auf Strecken im Bereich einiger Kilometer (bis zu 100 km) in ländlichen Bereichen_Quelle: Wikipedia. Dies bedeutet, das das Mittelspannungsnetz auch bei einer örtlichen Vergabeentscheidung der Gemeinderäte zunächst bei RWE verbleibt und für die gewerblichen Abnehmer der RWE Preis weiterhin gilt. Es sei denn RWE ist bereit dieses Netz zu veräußern? Ich kann diese Frage jedenfalls nicht abschließend mir aus dem obigen Artikel herleiten. Vielleicht kann die AK-Kurier Redaktion hier etwas mehr Licht ins Dunkle bringen?
#19 von Ein Einwohner des Kreises, am 07.12.2010 um 13:24 Uhr
Man kann es langsam nicht mehr lesen !
Wann rufen diese Leute in den Rathäusern endlich ihre Kommentatoren zurück.
Immer wenn jemand für das RWE was positives schreibt gibt es sofort ein gejammer von den vermutlich immer gleichen Leuten.
Wenn man zu seiner meinung steht kann man auch seinen Namen nennen.
Ansonsten muß man vermuten das diese Leute vorgeschickte Handlanger sind die Stimmung für die Entscheidung der Arbeitsgruppe machen sollen.
#18 von Dirk Ottersbach, am 07.12.2010 um 13:23 Uhr
///@STROMSPARER@/// Es geht nicht um den Stromanbieter,den kann JEDER,JEDER wählen wie er will.Das war so,und das bleibt so. Es geht bei diesen Verträgen um das NETZ....Das STROMNETZ im Kreis Altenkirchen.

#17 von Arbeitskreis, am 07.12.2010 um 11:50 Uhr
Wann pfeifen die Essener eigentlich endlich ihre Argumenten-Wiederkäuer zurück? Wer es nicht besser weiß, muss ja glauben, RWE sei ein gemeinnütziger Verein mit missionarischem Auftrag, der die bedrohten Westerwälder Seelchen zu retten sucht. Bitte, macht Schluss mit den gestanzten Solidaritätsadressen!

Wir haben das Spiel begriffen: Oben wurde gepennt, unten wird nun gezittert. Aber Ursache und Wirkung darf man doch wohl in die richtige Reihenfolge bringen! Wenn Arbeitsplätze bei RWE auf dem Spiel stehen, dann nicht, weil hier Konzessionen wechseln könnten, sondern weil ohnehin der Stellenabbau im Raum steht und das Unternehmen auf Sparkurs umstellt: http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/rwe-erwaegt-abbau-von-bis-zu-2000-stellen-im-ruhrgebiet-1.106057

Da kommen Hilfsargumente wie die der ahnungslosen Kommunen, die den Weltkonzern in die Knie zwingen und Arbeitsplätze vernichten, wohl gelegen!
#16 von Johannes Sell, am 07.12.2010 um 11:50 Uhr
Ich möchte noch einmal klarstellen,es geht hier um die Stromnetze,nicht um den privaten Haushaltsstrom !!! Hoffentlich werden die Herren die Angebote,auch die verbesserten, bis aufs kleinste Detail vergleichen. Egal wann nun diese abgegeben wurden (E.ON am 17.11 / RWE am 22.11),beide haben die Frist nicht eingehalten ! Aber was ist bei einer Vergabe an E.ON ? Es würden Netznutzung-und Entflechtungsgebühren anfallen,diese kommen auf Firmen zu. Diese Unternehmen sparen deswegen dann an Urlaubsgeld und Gehaltserhöhung ? DANKE !
Die RWE Arbeiter könnten eventuell übernommen werden,aber zu welchen Verträgen? 1 Jahres Vertrag ? Wer möchte das befürworten oder hat dafür Verständniss ???
Der kleine Gemeinderat hat es nun selber in der Hand : RWE steht für 85 Jahre gute Arbeit und sichere Arbeitsplätze!!!
Und ich glaube,uns allen,kommt es zu gute,das man diese RWE Monteure vor Ort oder in den Gemeinden hat....!!!
#15 von Arbeitskreis, am 07.12.2010 um 11:02 Uhr
@Beobachter und Sympatisant:

wenn das so stimmt, dann empfehle ich, dass die Gewerbetreibenden einfach den Stromanbieter wechseln, das geht sehr einfach. Und was sagen Sie zu den RWE-Normaltarifen über die Bürger? Wieso sind dieso so exorbitant teurer als der günstigeste, seriöse Anbieter in unserem Netzgebieb?
#14 von Stromsparer, am 07.12.2010 um 11:01 Uhr
Sorry, es hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. Es sind 40€ bei 4000KWH und nicht 400€. Und es sind die Netznutzungsentgelte, die bei E.ON höher sind. Es geht nicht um Tarife.
#13 von Sympatisant, am 07.12.2010 um 11:01 Uhr
Erst einmal muß man sagen wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte und das ist der Kunde.Ich kann daher die Aufregung vieler hier nicht verstehen.Jetzt ist Wettbewerb und dann klagen alle rum . Last doch das sogenannte nachgereichte Angebot von RWE zu und seit etwas geduldiger mit den Abstimmungen.Der Endverbraucher hat dadurch nur Vorteile.Vieleicht ist ja noch etwas Luft im Angebot beider Anbieter.Jetzt stellt sich auch noch heraus das E.on die höheren Preise verlangt.Na das sollte auf jeden Fall nicht eintretten.Es wäre besser von allen Entscheidungsträgern gäbe es eine gewissenhafte Nachprüfung der Preisentwiklung für Privat und Gewerbekunden.Nicht das am Ende die Kreise und Komunnen als einzigen Gewinner der Verhandlungen dastehen und der Endverbraucher die Zeche eines Anbieterwechsel tragen muß .Ich kann mich auch der Meinung eines Vorkommentators nicht anschließen auch ich habe die Preise verglichen.Das kann jeder nachprüfen im Netz.Zu meinem erstaunen zahlt ein Kunde 4000 KWh im E.on Gebiet Gießen rund 62€ mehr im Jahr.Leider äußert sich E.on dazu wohl nicht wie ich der Meldung oben entnehmen kann.Das läst für mir nur den naheliegenden Schluß zu das da etwas dran sein muß mit der Gebührenerhöhung aufgrund eines Anbieterwechsels und darum E.on keine Stellungnahme abgibt.Vieleicht sollten nocheinmal alle Punkte berücksichtigt werden zu einer Preiserhöhung für den Endkunden darf es auf keinen Fall kommen!
#12 von Ralf Birkenbeul, am 07.12.2010 um 08:58 Uhr
Bei Wolf in Betzdorf haben sich die Politiker eingesetzt und wollten Arbeitsplätze erhalten. Jetzt wo eine " Empfehlung" ausgesprochen wurde sind diese wohl egal. Wer kann den sagen ob Mitarbeiter übernommen werden bzw. wie viele zu welchen Bedingungen ? Es wird, ohne die Verträge zu kennen auf diese Empfehlung hin gehandelt. Viel Erfolg mal sehen wer demnächst am jammern ist
#11 von Rudi, am 07.12.2010 um 08:57 Uhr
Zu Stromsparer: Dann lassen Sie sich demnächst nochmal den Preis berechnen, wenn E.on im Kreis AK mit den neuen Netznutzungsentgelten kalkuliert!! Wenn Sie den Bericht oben richtig gelesen hätten, wären Sie schlauer ;)
#10 von Beobachter, am 07.12.2010 um 08:57 Uhr
Hallo Stromsparer. Wenn Du die Berichte ein wenig genauer gelesen hättest, wäre Dir vielleicht aufgefallen, daß es bei den Tarifen, die E.ON teurer sind wie RWE, nicht die Privathaushalte gemeint sind. Es geht um die Gewerbetreibenden. Mach dir mal die Mühe und suche einfach mal bei Verivox die Tarife für Gewerbe raus. Es geht hier um Bäcker, Pizzabäcker, Stahlbaufirmen und der gleichen. Dillenburg (PLZ 35683) und Alsdorf (deine eigene PLZ: 57518) als Vorgabe und dann eingach mal drei Werte eigeben. Ich habe mich für 4000, 15000 und 50000 KWh entschieden. Und dann einfach mal den Billigsten angenommen. 400€, 175€ und 570€ habe ich als differenz, die Dillenburg teurer ist.
#9 von Sympatisant, am 07.12.2010 um 08:55 Uhr
Ich verstehe echt die Mitarbeiter, die sich Sorgen machen. Aber am Ende wird der Mitarbeiter im Netzdienst vor Ort weiterhin zu tun haben, weil er vom neuen Netzbetreiber übernommen werden muss. Es macht ja auch Sinn, weil er qualifiziert und ortskundige Mitarbeiter benötigt.
Jetzt zur Meldung, dass die Preise steigen werden. Es ist echt nicht schwer, man gehe auf verivox.de und Vergleiche die Preise von meinem Heimatort Alsdorf und einem Ort im jetzigen Netzgebiet des neuen Netzbetreibers E.ON Mitte (z.B. Dillenburg). Beim Vergleich bitte ohne Vorkasse/Kaution und Bonus anklicken. Und siehe da. Die seriösen Anbieter in Alsdorf sind bei einem Verbrauch von 4000 kWh über 200€/Jahr günstiger als RWE-Tarife, im E.ON Gebiet sind die günstigesten rd. 60-70 €/Jahr günstiger. Insgesamt liegen in beiden Netzgebieten die Gesamtkosten der günstigsten Anbieter ungefähr gleich auf (von wg. höhere Netzentgelte!!!). So, wer ist nun teurer oder günstiger? RWE-Tarife sind richtige Abzocke. Das ist auch der Grund weshalb sich nur der Betriebsrat meldet und nicht die verantwortlichen Führungskräfte von RWE.
Liebes AK-Kurier: Wieso greift ihr solche plumpem Anzeigen auf und stellt Sie online? Sie können doch genauso die Preise vergleichen wie ich es gemacht habe oder?
#8 von Stromsparer, am 06.12.2010 um 20:06 Uhr
Merkt denn keiner der vorgeschickten RWE-Mitarbeiter, dass einem das getue um "Wir sind bei Wind und Wetter sowie bei Hochwasser und Feuer da!" mächtig auf den Zeiger geht!?
Das wird sich bei allen anderen Firmen genauso einstellen oder hat die Konzernzentrale ihre Miarbeiter einer Gehirnwäsche unterzogen und ihnen in den Kopf gesetzt, dass E.on ein Einmann-Betrieb ohne Serviceleistungen ist? Das ist ja langsam lächerlich und absolut nicht mehr nachzuvollziehen.
Und für die 85 Jahre kann sich der Kunde auch nichts kaufen: Im Gegenteil, man muss befürchten all diese Jahre ohne schwere Anstrengungen über den teuren Tisch gezogen worden zu sein!
Wenn´s nach mir geht, darf auch gerne das RWE weiter den Strom liefern - Dann aber mit pünktlich abgegebenem und gültigen Angebot und nicht durch so eine lächerliche PR-Aktion nachdem alle Fristen aufgrund maßlos überzogener Selbstsicherheit verpennt worden sind.
#7 von ich, am 06.12.2010 um 16:58 Uhr
Das ist ja alles falsch dargestellt. Komischerweise hat sich noch kein Maßgeblicher vom RWE-Konzern dazu gemeldet. Nur Betriebsrat und Mitarbeiter. Jeder Einzelne, der seine Arbeit durch den Wechsel zu Eon verlieren würde, wäre schlecht. Aber was ist denn mit Wolf - Betzdorf? Hat sich dort jemand für interessiert?
Die hier wiedergegebenen "Fakten", besonders in den vorherigen Artikeln, sind so ziemlich alle falsch.
R** hat die Bauern vom Westerwald einfach nicht ernst genommen. Wie man hört, waren die Verhandlungen für die Teilnehmer vom R** einfach nur lästig.
Mit dieser Art von "Berichterstattung" hat sich auch der ak-kurier auf eine Seite geschlagen.
#6 von Neutraler, am 06.12.2010 um 16:57 Uhr
das wird ja immer interessanter. und die verwirrende berichterstattung in dieser frage verschafft keineswegs mehr durchblick, schon gar nicht die der beteiligten printmedien. nach meinen dafürhalten kann man strom von einem betreiber in anatolien oder feuerland beziehen, wenn er die versorgung sicherstellt und einem der preis passt. dazu braucht man keinen netzbetreiber, sondern lediglich den guten alten adam riese, der die grundrechenarten definiert. warum wird eigentlich das telefonieren bei nicht-ex-monopolisten immer billiger, obwohl die telekom die netze hält? wie dem auch sei: die verspätete krisen-kommunikation der rwe, die die betroffenheitsmaschinerie in gang gesetzt hat, bringt mehr unruhe als klarheiten. und ob das thema straßenbeleuchtung dazu dient, für besseres wetter zugunsten der rwe bei den politischen verantwortungsträgern zu sorgen, ist wohl auch noch eine diskussion wert.
#5 von alex werner-siems, am 06.12.2010 um 15:12 Uhr
Die Schlagzeile von morgen kenne ich schon: "Hundewelpen auf EON-Weihnachtsfeier gegrillt: RWE-Mitarbeiter verkleidete sich als Koch".....

#4 von Kein RWE-Mitarbeiter, am 06.12.2010 um 15:12 Uhr
Wenn man hier schon Äpfel mit Birnen vergleicht, so möge man doch bitte darlegen, dass die Preise bei allen vier dem Energie-Oligopol angehörenden Versorgern klettern: http://www.stern.de/wirtschaft/geld/tariferhoehungen-fuer-2011-der-grosse-strompreisschock-1625669.html

Weil tatsächlich die Zukunft so genannten Smart Grids gehört, wovon die Damen und Herren Ratsmitglieder ohnehin noch nie etwas gehört haben, machen die Konzerne noch schnell ein paar Nebenkriegsschauplätze auf, um ihre Kassen zu füllen, denn die IT-Riesen stehen schon bereit zur Attacke: http://www.cicero.de/97.php?item=5589

Schade, dass sich die Kommunalpolitik hier vor den Karren der Energiewirtschaft spannen lässt statt selber die Initiative zu ergreifen und Netze zu betreiben – was in anderen Ländern übrigens an der Tagesordnung ist!
#3 von Johannes Sell, am 06.12.2010 um 15:11 Uhr
Es wird spannend......
#2 von Bürger, am 06.12.2010 um 15:11 Uhr
Dann mal viel Spass mit dem Flickenteppich! Einige Räte wollen sich wohl gross rausbringen in der ganzen Diskussion ;)
#1 von Ein Beobachter, am 06.12.2010 um 14:38 Uhr

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