Werbung

Pressemitteilung vom 17.07.2021    

"Zurück, um zu bleiben!" Naturschutzinitiative (NI) fordert: Kein Abschuss von Wölfen!

Zu den neuerlichen Forderungen des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau zum Abschuss von Wölfen erklärt der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI): "Die Rückkehr des Wolfes ist ein Gewinn für die biologische Vielfalt und das gesamte Ökosystem. Daher heißen wir den Wolf willkommen", so Projektleiterin Gabriele Neumann.

Europäischer Wolf - Foto: Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Region. Neumann ist Naturwissenschaftlerin und Projektleiterin Großkarnivoren des Umweltverbandes Naturschutzinitiative (NI). Sie erklärt weiter: "Der Wolf ist, nachdem er im 19. Jahrhundert wie Luchs, Wildkatze, Fischotter und Biber gezielt ausgerottet wurde, wieder zurückgekommen, um zu bleiben.“

Erst Ende 2019 hat der Europäische Gerichtshof eindeutig klargestellt, unter welchen Voraussetzungen einzelne Wölfe überhaupt geschossen werden dürfen. Alle diese Voraussetzungen sind im ganzen Land Rheinland-Pfalz nicht erfüllt, auch nicht bei dem aktuellen Fall in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld zum Wolf GW1896m.

Rheinland-Pfalz verfügt über einen guten Wolf-Managementplan, der unter Einbeziehung vieler Akteure und auch der Weidetierhalter entwickelt wurde. Damit werden von Wolfsrissen betroffene Weidetierhalter unbürokratisch und schnell entschädigt.

„Die erforderlichen Präventionsmaßnahmen müssen von den Tierhaltern natürlich auch umgesetzt werden“, so der Umweltverband. „Eine ungeschützte Schafherde ist für den Wolf wie ein ‚Drive In‘: Einfacher geht es für ihn nicht“, erklärte Gabriele Neumann.

EuGH stärkt Schutz des Wolfes
Ende 2019 hat der Europäische Gerichtshof den starken Schutzstatus des Wolfes nochmals bekräftigt und pauschalen Abschussgenehmigungen einen Riegel vorgeschoben. Die Gewährung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme vom Tötungsverbot der streng geschützten FFH-Art setzt nämlich voraus, dass alle zumutbaren Alternativen ausgeschöpft sein müssen und sich der Erhaltungszustand der lokalen und nationalen Population nicht verschlechtern darf.

Der Wolf befindet sich nach wie vor in einem ungünstigen Erhaltungszustand. Die Tötung lokaler Bestände des Wolfes ist daher artenschutzrechtlich nicht unbedenklich. Nach Art. 16 Abs. 1 der FFH-Richtlinie darf die Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes nicht behindert werden. Außerdem sind die nationalen Behörden verpflichtet, in jedem Einzelfall auf der Grundlage der „besten verfügbaren wissenschaftlichen Daten“ nachzuweisen, dass die Voraussetzungen für einen Abschuss vorliegen und dass die Ausnahme überhaupt geeignet ist, das vorgegebene Ziel nach Artikel 16 Abs. 1 lt. a-e der FFH-Richtlinie zu erreichen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Chef vom Dienst (m/w/d) Redaktion

WesterwaldMedien Kuriere
57539 Etzbach

Mitarbeiter Versuchswesen & Agrartechnik (m/w/d)

EUROGREEN GmbH
57520 Rosenheim (Landkreis Altenkirchen)

Hilfskraft (m/w/d) Wohnstätte Flammersfeld

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Freie Reporter (m/w/d) gesucht

WesterwaldMedien Kuriere
57610 Altenkirchen (Westerwald)

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


„Eine begründete Tötung von Einzelwölfen durch ausgewiesene Experten kann nur dann gerechtfertigt sein, wenn sämtliche zumutbare Alternativen ausgeschöpft sind. Das ist hier nicht der Fall. Zudem sind die Handlungsempfehlungen des Bundesamtes für Naturschutz zu beachten“, so der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI).

„Die Naturschutzinitiative (NI) wird daher darauf achten, dass bei Abschussgenehmigungen, gleich in welcher Region, die strengen Anforderungen des Art. 16 Abs. 1 der FFH-Richtlinie beachtet werden. Notfalls werden wir diese auch einer gerichtlichen Überprüfung zuführen“, so die NI.

Rheinland-Pfalz braucht ein Wolfszentrum
Außerdem braucht das Land wie schon in anderen Bundesländern dringend ein professionelles Wolfszentrum mit einer angemessenen Personalausstattung, die derzeit bei weitem nicht gegeben ist. Es ist nicht zielführend, dass das Thema Wolf von mehreren Behörden und Anlaufstellen mit viel zu wenig Personal betreut wird. In einem Wolfszentrum müssen u.a. ein wissenschaftliches Monitoring, Nutztierrissbegutachtung, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Herdenschutz und Umweltbildung verankert sein“, so Expertin Gabriele Neumann. Dies habe das Land bisher versäumt.

(Pressemitteilung NI)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Prominente Sportler bei Padel4Kids: Über 30.000 Euro für herzkranke Kinder

Beim ersten Benefizturnier "Padel4Kids" in Höhr-Grenzhausen trafen sportlicher Ehrgeiz und soziales Engagement ...

Aktualisiert: Gasleitung bei Baggerarbeiten beschädigt - Wohnhäuser in Altenkirchen geräumt

Am Donnerstagnachmittag (5. November 2026) wurde die Feuerwehr in Altenkirchen zu einem Gasaustritt im ...

Hachenburger Pils-Cup 2027: 40 Mannschaften kennen ihre Gruppengegner

Seit der Premiere im Januar 1992 hat sich der Hachenburger Pils-Cup zu einem der größten Hallenfußballturniere ...

Schutz vor Betrug: Verbraucherzentrale RLP bietet kostenloses Web-Seminar an

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz informiert über aktuelle Betrugsmaschen und gibt Tipps, wie man ...

Verbandsgemeinde Wissen mahnt zur Einhaltung der Sperrmüllregelungen

In der Verbandsgemeinde Wissen kommt es immer wieder zu Verstößen bei der Bereitstellung von Sperrmüll. ...

Ein Tag Arbeit statt Unterricht: Schüler spenden 16.125 Euro für Schule in Ghana

Für einen Tag tauschten Jugendliche des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums den Unterricht gegen Arbeit. Ihren ...

Weitere Artikel


Polizei bittet: Autobahnkreuz Meckenheim (A61 / A 565) weiträumig umfahren

Aufgrund der Hochwasserlage im Bereich Ahrweiler / NRW und den damit verbundenen Sperrungen der Autobahnen ...

609 Schüler verlassen BBS Wissen im Sommer

Trotz der Pandemie konnten an der Berufsbildenden Schule (BBS) Wissen alle Prüfungen stattfinden und ...

Reinhold Beckmann und Band bald auf der Glockenspitze in Altenkirchen

Reinhold Beckmann präsentiert auf der Glockenspitze am Freitag, den 23. Juli, sein drittes Album „Haltbar ...

Warnung fürs Katastrophengebiet: Gefahr vor freiliegenden Stromleitungen

Die Polizei Koblenz warnt alle Betroffenen im Katastrophengebiet sowie alle freiwilligen Helfer vor freiliegenden ...

Hilfe aus AK-Land in Katastrophengebiete weiter benötigt

Die Einsatzleitung, die von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) unterstützt wird, forderte ...

Zukünftig mehr Spielfläche auf dem Selbacher Spielplatz „Im Birkamp“

Der Plan für den Spielplatz „Im Birkamp“ im Herzen von Selbach steht. Nachdem die Kinder aus dem Ort ...

Werbung