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Wirtschaft | Gastartikel


Nachricht vom 25.07.2021    

Altenkirchen digital: Wie geht der Glasfaserausbau voran?

Der Kreis Altenkirchen will keinesfalls den Anschluss verpassen, nicht nur in Sachen Glasfaser, sondern überall dort, wo es um Wettbewerbsfähigkeit geht. Die Kampagne „Anschluss Zukunft“ zielt auf kurze Verkehrswege für Unternehmen und darauf, die Region besser zu vermarkten. Der fortschreitende Glasfaserausbau kommt hinzu, auch hier gibt Altenkirchen Gas.

Photo by planet_fox (Author), Pixabay Licence (Licence)

„Anschluss Zukunft“ ringt für die Region Westerwald-Sieg darum, die wichtigen Verkehrsachsen B414, B8 und B62 zügig weiter auszubauen. An der Initiative beteiligt sind mittlerweile 60 Firmen mit ungefähr 7.000 Mitarbeitern aus den beiden Landkreisen Westerwald und Altenkirchen. Bund und Land sollen nach ihrer Ansicht den Anschluss an die benachbarten Wachstumsregionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main festigen, damit die ortsansässigen Unternehmen auch in Zukunft noch prosperieren können. Mehrspurigkeit steht für die Bundesstraßen auf dem Plan, und der Altenkirchener Kreistag sagt dazu grundsätzlich „ja“. Schließlich befindet sich der Kreis in zentraler Lage, die genutzt werden sollte. Darum behielt Ex-Landrat Michael Lieber auch die umgebenden Autobahnen fest im Blick, die für viele Pendler, Dienstleister, Handwerker und Speditionen wichtige Lebensadern sind. Der Verkehr muss fließen, ebenso wie die digitalen Daten, ohne die heute kein Unternehmen mehr funktioniert.

Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 1.000 Mbit/s erwartet
Zahlreiche Privatleute fiebern dem Glasfaserausbau in Altenkirchen nicht weniger entgegen als die lokalen Betriebe. Glasfaserkabel bieten eine deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit als Kupferkabel, weil sie optische statt elektrischer Signale transportieren. Das geht schlichtweg schneller und ist noch dazu weniger störanfällig. Die meisten Gebäude in Deutschland haben jedoch weiterhin einen Kupferanschluss, auch im Landkreis ist das noch der Fall. Doch die Waage verschiebt sich, in immer mehr Gebäuden stehen bis zu 1.000 Mbit/s zur Verfügung. Diese Geschwindigkeit ließe sich sogar noch steigern: Wenn die Kabel erst einmal gelegt sind, müssen die Anbieter nur den Fuß von der Bremse nehmen, sobald genügend Grund dafür besteht.

Wer zu Hause gern Filme in hoher Qualität streamt – und das möglichst ruckelfrei! – oder im Home-Office ständig große Datenmengen hoch- und herunterlädt, den werden schon die 1.000 Mbit/s in Freude versetzen. Auch die interaktive Unterhaltung profitiert Glasfaserausbau: So sind etwa Online-Spielbanken inzwischen auch im Kreis Altenkirchen äußerst beliebt. Die Online-Plattform PokerStars Vegas zum Beispiel lebt nun mal von einer flüssigen Verbindung auf Smartphone und PC. Nur so kann ein perfektes Spielerlebnis garantiert werden; jede Verzögerung und jedes Ruckeln jedoch bewirken einen digitalen Riss, der sich im Ernstfall nicht mehr gutmachen lässt. Ganz zu schweigen, von den unternehmerischen Notwendigkeiten, die sich Jahr für Jahr immer mehr in den digitalen Bereich verschieben.

Alle Altenkirchener Gemeinden sollen bis 2028 versorgt sein
Hier gilt es, Schritt zu halten mit der Konkurrenz und sie, wenn möglich, sogar noch zu überflügeln. Im schlimmsten Fall droht die Abwanderung von Unternehmen in andere, besser versorgte Regionen – und das ist nicht Ziel der Politik. Also besteht der Plan, bis zum Jahr 2028 sämtliche Altenkirchener Gemeinden mit Glasfasertechnik zu versorgen. Die Schulen sind bereits allesamt mit dabei, ihre Rechner rauschen mit Hochgeschwindigkeit durch das Netz. Der jetzige Landrat Peter Enders möchte als Nächstes die Gewerbegebiete anschließen, um die Unternehmen der ländlich geprägten Region voranzubringen. Wenn schlussendlich auch alle privaten Haushalte das zügige Internet genießen, gibt es mehr Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten und sich das Pendeln zu sparen – insofern der Arbeitsplatz dies zulässt.

Und wie steht es um 5G in Altenkirchen?
Der Mobilfunkstandard 5G ist derzeit ebenso in aller Munde wie der Glasfaserausbau. Seit 2019 verbreiten sich die zugehörigen Funkzellen in ganz Deutschland erst relativ langsam, jetzt mit zunehmender Geschwindigkeit. Schließlich soll nicht nur das Festnetz-Internet auf Höchstgeschwindigkeit laufen, sondern auch unterwegs ist High-Speed gefragt. Das betrifft wieder die Privatleute ebenso wie die Unternehmer und Angestellten, die in Verbindung bleiben und allerorts Daten transferieren möchten. Der Landkreis Altenkirchen war hier sehr früh mit am Start, die Telekom versorgte Region im Rahmen ihrer 5G-Initiative gemeinsam mit anderen ländlichen Kreisen wie Berod bei Hachenburg, Weitefeld und Niederdreisbach.

Die Mobilfunkstationen erkennen, ob sich in ihrer Reichweite neben 5G- auch LTE-Handys aufhalten und versorgen jedes Gerät, wie es passt. Auch die älteren Mobilfunkstandards wurden damit nicht aussortiert, UMTS und GSM funktionieren weiterhin. Doch lohnt es sich für die meisten Altenkirchener nun, auf neuere Smartphones umzusatteln, denn der Tempozuwachs bei 5G beträgt teilweise das 10- bis 20-fache. Bei ungefähr 10 Gigabit pro Sekunde ist derzeit Schluss, und das ist schon eine gute Hausnummer für eine ländlich geprägte Region.

Altenkirchen geht gut gerüstet in die Zukunft
Altenkirchen rüstet sich also für die Zukunft, und das gleich auf mehreren Ebenen. Die Verkehrswege, das Festnetz und der Mobilfunkstandard erreichen bald schon gemeinsam die Höhe die Zeit, wenn Politik und Netzbetreiber weiter Gas geben. So bleiben die heimischen Unternehmen konkurrenzfähig – und nebenbei steigt die Lebens- und Wohnqualität im Kreis. Von wegen, die ländlichen Regionen werden abgehängt: Altenkirchen beweist gerade das Gegenteil! (prm)

Agentur Artikel



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