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Nachricht vom 20.12.2010    

Abgeordnete kritisieren Qualität auf Siegstrecke

"Die Qualitätsverbesserung auf der Siegstrecke lässt auf sich warten" - dies kritisieren die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler und die Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell und Thorsten Wehner (alle SPD). Dabei haben sie vor allem die fehlenden Triebzüge auf der RE 9 Siegen-Köln im Fokus.

Kreis Altenkirchen. Deutliche Kritik an der Qualität auf der Siegstrecke üben die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler sowie die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell und Thorsten Wehner in einer Presseerklärung.

Eigentlich hätte nach dem Fahrplan- und Betreiberwechsel am 12. Dezember auf der Regional-Express-Linie zwischen Köln und Siegen alles besser werden sollen. Die DB Regio Rheinland hatte die EU-weite Ausschreibung im Jahr 2007 gewonnen mit dem Konzept, zukünftig 15 schnelle Triebzüge des Typs "Talent 2" einzusetzen. Mit diesen modernen Fahrzeugen sollte neben einer deutlichen Steigerung des Fahrkomforts vor allem auch eine größere Pünktlichkeit der Züge erreicht werden - bisher einer der Hauptkritikpunkte an der Bedienung der Siegstrecke.

Wie sich jetzt herausgestellt habe, soll ein Großteil der neuen Fahrzeuge erst ab Mitte 2011 nach und nach zur Verfügung stehen. Die Begründung der Herstellers Bombardier, wonach insbesondere zeitliche Probleme bei den Zulassungsprozessen und notwendige Optimierungen bei Software und Technik ausschlaggebend für die verzögerte Auslieferung seien, überrascht die SPD-Politiker. Seit der Ausschreibung seien drei Jahre ins Land gegangen. "Die Zeit hätte ausreichen sollen, um die vertraglich vereinbarten Fahrzeuge fristgerecht zu liefern", erklären Bätzing-Lichtenthäler, Krell und Wehner.
Dem Betreiber wollen die Abgeordneten nicht unterstellen, bewusst mit von vorne herein nicht einzuhaltenden Zusagen in die Ausschreibung gegangen zu sein: "Wir erwarten jedoch eine plausible und umfassende Erklärung für die Lieferengpässe."

Offenbar habe auch das angekündigte Ersatzkonzept mit Doppelstockwagen und zwei Lokomotiven pro Zug laut Berichten von Bahnkunden mit "Startschwierigkeiten" zu kämpfen. Dies sei umso ärgerlicher, weil seit der Fahrplanumstellung Reisende in den Raum Gießen-Frankfurt in Siegen umsteigen müssen, wozu nur knapp zehn Minuten Zeit bleiben. Bei einer größeren Verspätung sei der Anschluss an die auf diesem Abschnitt verkehrende Hessische Landesbahn nicht mehr erreichbar.

Positiv für Besucher von Veranstaltungen in der Domstadt sei, dass ab sofort eine zusätzliche Zugverbindung samstags und sonntags um 0.23 Uhr ab Köln verkehre, so die Politiker.
Es müsse nun darum gehen, die im Zuge der Ausschreibung gemachten Zusagen möglichst schnell umzusetzen, so die Abgeordneten, die zu dieser Problematik auch eine Stellungnahme des Schienenzweckverbandes Personennahverkehr in Koblenz einholen wollen.


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Kommentare zu: Abgeordnete kritisieren Qualität auf Siegstrecke

2 Kommentare
Ich gebe dem „Gelegenheitsfahrer“ , der den Kommentar vor mir verfasst hat, vollkommen recht. Kritik sollte nur derjenige üben, der die Strecke bzw. die Bahn auch nutzt. Wer die Strecke betreibt ist vollkommen egal, Hauptsache die Züge verkehren einigermaßen pünktlich und die Qualität der Wagen ist in Ordnung. Dies ist aktuell der Fall bis auch die fehlende Klimatisierung. Insofern brauchen auch die Herren und die Dame nicht auf auf eine „plausible und umfassende Erklärung zu warten“. Hin und wieder eine Verspätung lasse ich mir gefallen. Allerdings ist dies aktuell seit Monaten nicht mehr der gegeben. Verspätung hat zumindest der von mir genutzte RE täglich. Darauf zu achten wäre wesentlich sinnvoller und im Intersse aller Bahnfahrer als sich mit solch unnötigen Dingen zu befassen.
#2 von ein "Täglichfahrer", am 21.12.2010 um 12:48 Uhr
Kritisieren geht natürlich ganz einfach. Am besten noch wenn man selbst nie Bahn fährt, bzw. noch nicht mal in der Lage ist die Fahrplanauskunft zu benützen. In Siegen hat man sage und schreibe 4 Minuten Übergang von und zur Hessischen Landesbahn. Anschlussverlust vorprogrammiert und wohl auch so gewünscht. Ansonsten hätte man auch beide Leistungen gemeinsam an einen Anbieter vergeben können. Kleinstaaterei at its best!
#1 von Gelegenheitsfahrer, am 21.12.2010 um 08:45 Uhr

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