Werbung

Pressemitteilung vom 08.08.2021    

"Zukunft Wald": Unterwegs in den Waldflächen der Fuchskaute

"Wie geht es unserem Wald und was können wir tun?" Zu diesem Thema führte der CDU-Gemeindeverband Rennerod seine Veranstaltungsreihe fort und hatte an die Waldflächen der Fuchskaute eingeladen. Ein Fazit bleibt dabei stehen: Ein Patentrezept in Sachen Wald gibt es nicht.

Revierförster Dirk Steffen und Forstamtsleiter Tobias Schuhbäck erklären auf der Schadfläche die durchgeführten Aufforstungsmaßnahmen. (Foto: Privat)

Rennerod. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf unsere Wälder?
Wie können geschädigte Nadelholzflächen ökologisch sinnvoll wieder aufgeforstet werden? Zu diesen und vielen anderen Fragen konnte der CDU Vorsitzende Alfons Giebeler den Leiter des Forstamts Rennerod Tobias Schuhbäck und Revierförster Dirk Steffen begrüßen.

Zu der etwa drei Kilometer langen Strecke hatten sich neben interessierten Bürgern auch Ortsbürgermeister Klaus Wehr, Bürgermeister Gerrit Müller und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mechthild Hoffmann eingefunden. Zu Beginn konnten sich die Teilnehmer an einer noch intakten Fichtengruppe ein Bild von der ursprünglichen Bewaldung machen.

Der Rundgang führte weiter in die Flur „Alterberg“ in der Gemarkung Willingen. Hier ist auf einer Fläche von 20 Hektar ein Fichtenaltholz durch Trockenheit und Borkenkäferbefall abgestorben. Die Aufarbeitung und der Verkauf des Schadholzes erfolgten im Vorjahr. Auf einer Teilfläche erfolgte die Aufforstung im Frühjahr als artenreiche Mischkultur mit den Baumarten Eiche, Buche, Hainbuche, Bergahorn, Kastanie, Weiß-Tanne, Douglasie und Fichte. Die Weiß-Tannen und Eichen sind mit Wuchshüllen gegen Wildverbiss geschützt.

Der Gruppe hatten sich auch dankenswerterweise der zuständige Jagdausübungsberechtigte sowie ein Mitjäger angeschlossen. Um den erfolgreichen Aufwuchs des artenreichen Waldes zu gewährleisten, ist eine ordnungsgemäße Bejagung auf dieser sehr großen Kulturfläche sicherzustellen. Dies setzt eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen der Jägerschaft, dem Waldbesitzer und dem zuständigen Förster voraus.



Hierzu wurden durch den Waldbesitzer sogenannte Bejagungsschneisen angelegt. Diese Flächen bleiben bei der Bepflanzung frei und werden mit dem Forstmulcher von störendem Aufwuchs und Astmaterial befreit. Auf diesen von der Jägerschaft weiter zu unterhaltenden Flächen kann eine tiergerechte Bejagung erfolgen.

Eine interessante Zwischenstation gab es auf dem Rückweg. Hier wurde das Nest des Eichenprozessionsspinners an einer Eiche festgestellt. Forstamtsleiter Schuhbäck erklärte die Gefährlichkeit und die Bekämpfungsmöglichkeiten der Raupe.

Am Ausgangspunkt wieder angekommen, zeigte sich, dass es keine allgemein gültigen Konzepte für den Wald der Zukunft gibt. Hier muss standortangepasst gehandelt und auch die Wirtschaftlichkeit sowie die Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz beachtet werden.

Alfons Giebeler bedankte sich bei allen Teilnehmern und bei Forstamtsleiter Schuhbäck und Revierförster Steffen. Ein besonderer Dank ging an CDU-Ratsmitglied Helmut Scherer. Er hatte die fachliche Vorbereitung des Rundgangs vorgenommen. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


3. Betzdorfer Critical Mass macht auf Gefahren für Radfahrer aufmerksam

Rund 40 Teilnehmer haben bei der 3. Betzdorfer Critical Mass auf problematische Straßenverhältnisse für ...

Teerkolonnen im Westerwald aktiv - Polizei warnt vor Betrugsmasche

Am Freitag (25. September 2026) wurde in Stockhausen-Illfurth eine bekannte Betrugsmasche beobachtet. ...

Wandern, entdecken und Freundschaft erleben: Freundeskreis Altenkirchen-Tarbes im Lot-Dordogne

Gemeinsame Erlebnisse verbinden - und manchmal braucht es dafür nicht viele Worte. Bei einer deutsch-französischen ...

Tapfer, verschmust und absolut liebenswert: Hündin Wenke sucht ein Zuhause

Der Schlüssel klickt im Schloss, die Tür öffnet sich ein Stück. Im Hundezimmer schaut ein kleiner Kopf ...

28. Kunstmeile in Bad Marienberg mit Vernissage eröffnet

Sie gehört zu Bad Marienberg wie der Basalt zum Westerwald: Die Kunstmeile wurde am Samstag (26. September ...

Jahrmarkt in Wissen auch bei der 57. Auflage wieder ein Erfolg

Hebammen für Sierra Leone: Der 57. Jahrmarkt Wissen sammelt in diesem Jahr für ein Projekt zur Mutter-Kind-Gesundheit ...

Weitere Artikel


Geländewagen kippte auf Parkplatz in Betzdorf nach Unfall um

Am Samstagmorgen (7. August) kippte ein Geländewagen der Marke Toyota auf dem Lidl-Parkplatz in Betzdorf ...

Boore feiern Jubiläum im Biergarten am Kloster Marienthal

Am Sonntag (8. August) trat die kölsche Band "Boore" im Biergarten in Marienthal auf. Die "Boore", der ...

Springkrautbekämpfung der VGs Altenkirchen/Flammersfeld und Puderbach

Alle Bürger des Puderbacher Landes und der VG Altenkirchen/ Flammersfeld sind zum Mitmachen aufgerufen. ...

Buchtipp: „Schottland - Die Highlands III. Von Nord bis Südost“

Seinen Reisebildband zu den zauberhaften Plätzen eines aufregenden Landes bezeichnet der gebürtige Neuwieder ...

Nach Unfall in Friesenhagen: Verursacher geflüchtet (Update)

Mit einem Baum kollidierte das Auto eines bislang unbekannten Fahrers am Sonntagmorgen (8. August) auf ...

Vandalismus in Altenkirchen – Auto im Straßengraben in Wölmersen

Am Samstagabend (7. August) ließen noch Unbekannte ihre Aggression an einem PKW-Außenspiegel im Altenkirchener ...

Werbung