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Nachricht vom 30.12.2010    

Sternsinger sind unterwegs und sammeln

"Kinder zeigen Stärke" - unter diesem Motto steht die 53. Sternsingeraktion in diesem Jahr. Überall in den Gemeinden sind jetzt die Kinder, oftmals in ihren Kostümen als Könige Caspar, Balthasar und Melchior unterwegs, um Geld zu sammeln. In diesem Jahr wurde als Beispielland Kambodscha gewählt, wo es eine hohe Zahl Kinder mit Behinderungen gibt - durch Landminen verursacht. Die kleinen Sternsinger zeigen auf jeden Fall Stärke, wenn sie jetzt von Haus zu Haus gehen, ihren Segen sprechen und sammeln.

Die Heiligen drei Könige, Caspar, Balthasar und Melchior sind das Sinnbild für die Sternsingeraktion, die zum 53. Mal in diesem Jahr stattfindet und in dessen Mittelpunkt die Kinder mit Behinderungen stehen. Fotos: Helga Wienand

Wissen. Die 53. Sternsingeraktion steht unter dem Motto "Kinder zeigen Stärke", als Beispielland steht Kambodscha im Mittelpunkt. Aber bei der diesjährigen Aktion geht es allgemein um Kinder, die ihr Leben mit Behinderungen meistern müssen.
Die Sternsinger sind derzeit überall im Landkreis unterwegs, um ihren Segensspruch an die Türen der Häuser zu bringen und für die Kinderhilfsprojekte des Kindermissionswerkes zu sammeln. Stellvertretend für alle Sternsinger in den Gemeinden besuchte der AK-Kurier den Aussendungsgottesdienst in der evangelischen Kirche in Wissen. Zum zweiten Mal gibt es eine ökumenische Sternsingeraktion, denn die Kinder beider Kirchengemeinden spielen zusammen, gehen gemeinsam in die Schulen und das einstmals Trennende der Krichengemeinden zeigt hier die Gemeinsamkeiten. Es waren mehr als 40 Kinder der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde mit ihren Eltern versammelt. Ein schönes Bild bot sich, denn die Kinder hatten sich phantasievoll in die Heiligen drei Könige Caspar, Balthasar und Melchior verwandelt. Pater Paul und Pfarrer Marcus Tesch zelebrierten den Aussendungsgottesdienst gemeinsam.
Der Stern Bethlehems, der einst die Könige aus dem Morgenland nach der Überlieferung leitete, spielte bei der gemeinsamen Aussendungsfeier eine große Rolle. In den Vorbereitungstreffen für die Sternsingeraktion hatten die Kinder so einiges zusammengetragen, um zu zeigen, wie stark Kinder sind und woran sie glauben. „Ich bin stark, weil ich gute Freunde habe!“ und ... „weil ich eine gute Familie habe!“ oder ... „weil ich Kindern in Not helfen kann!“ Insgesamt wurden acht Zacken des großen Sterns mit den Gedanken der Kindern gefüllt – die Erwachsenen sollten es unbedingt lesen.
„Kinder zeigen Stärke“ - dieses Motto hat nichts mit Muskelkraft und Geldbeutel oder Schönheit zu tun Tesch machte in seiner Ansprache auf die wirklich wichtigen Dinge aufmerksam die Kinder brauchen. Liebe, Aufmerksamkeit, Frieden und Fürsorge und die Kraft des Glaubens – dann sei jedes Kind ein starkes Kind.
Im Beispielland Kambodscha, vom langjährigen Bürgerkrieg gezeichnet, gibt es noch immer Landminen, die fast täglich Kinder verstümmeln. Diese Kinder müssen ihr Leben mit den schrecklichen Folgen meistern. Beine, Füße oder Arme und Hände sind abgerissen, oftmals sind grausame Verletzungen entstanden, die das Leben beeinträchtigen. Dies ist in vielen Ländern dieser Erde der Fall, dort wo die kriegerischen Auseinandersetzungen stattfanden, blieben Minen bis heute die Gefahr für die Kinder. Selbst mitten in Europa (Ex-Jugoslawien) sind nach den kriegerischen Auseinandersetzungen noch immer nicht alle Landminen gefunden und entschärft. Ebenso in Afrika und Asien sind es die Kinder, die unter diesen Folgen leiden. All diesen Kindern mit Behinderungen ist die 53. Aktion der Sternsinger gewidmet und wenn die kleinen Könige unterwegs sind um Geld zu sammeln, hoffen sie auf freundliche Menschen, die etwas abgeben.
Am 6. Januar werden die Kinder in Wissen im Rahmen des Gottesdienstes um 18.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Kreuzerhöhung empfangen. (hw)


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