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Pressemitteilung vom 24.08.2021    

„Wahnsinns-Projekt“: Grüne lehnen Ortsumgehung Weyerbusch ab

Der grüne Direktkandidat für den heimischen Wahlkreis, Kevin Lenz, lehnt die Ortsumgehung Weyerbusch klar ab. Das wurde nun auf einem Vor-Ort-Termin mit der rheinland-pfälzischen Spitzenkandidatin der Ökopartei, Tabea Rößner, hervorgehoben. Je nach Variante bringe das „gigantische Straßenbauprojekt“ nur 1,5 Minuten Zeitersparnis.

Der grüne Direktkandidat für den heimischen Bundestagswahlkreis Kevin Lenz (mit Tablet) machte sich ein Bild vor Ort. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Altenkirchen)

Weyerbusch. Auf Einladung der Gemeinde besuchten Tabea Rößner und Kevin Lenz kürzlich Weyerbusch, um sich ein Bild zu machen von der geplanten Ortsumgehung. In einem Austausch mit Vertretern des Ortes sowie der von Ralph Hassel organisierten Arbeitsgruppe wurde das Thema ausführlich diskutiert, wie es einer Pressemitteilung der Grünen heißt. Demnach begrüßt Lenz die Gründung der Arbeitsgruppe und ihre Zusammensetzung ausdrücklich.

„Die Ortsgemeinde hat sich dazu entschieden, die Thematik der Ortsumgehung nicht nur im Rat zu besprechen, sondern in einer zusätzlichen Arbeitsgruppe verschiedene Perspektiven und Meinungen zu bündeln und sachlich zu der Thematik zu arbeiten“, so der grüne Direktkandidat. Dabei sei es nicht nur gelungen, die verschiedenen Generationen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Rollen einzubinden. Das und die geplante Umfrage vor Ort sei „Bürgerbeteiligung und gelebte Demokratie vor Ort, so wie es sein muss“, unterstreicht Lenz.

Die Vertreter der Arbeitsgruppe und der Ortsgemeinde machten deutlich, dass das ursprüngliche Konzept „Anschluss Zukunft“, in das auch die Ortsumgehung Weyerbusch fällt, so nicht mehr umgesetzt werde. Denn die betroffenen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, wie Uckerath, machten nicht mehr mit. „Das Nadelöhr ist Uckerath, dort steht der Verkehr. Hier in Weyerbusch fließt er“, so der Ortsbürgermeister Dietmar Winhold. „Das gigantische Straßenbauprojekt bringe somit je nach Variante nur eine Zeitersparnis von 1,5 Minuten und nehme gravierende Eingriffe in die Landschaft in Kauf. Nicht nur FFH-Gebiete („Flora-Fauna-Habitat“) seien betroffen – auch würden Kaltluftabströme unterbrochen und Quellgebiete nicht berücksichtigt werden, ergänzte der erste Beigeordnete Ralph Hassel.



Der Ortsgemeinde dürfe nicht die Lebensader abgeschnitten werden. Das machte laut Pressetext der Grünen die Arbeitsgruppe deutlich und führte Beispiele der Region an, wo genau das passiert sei. In dem Gespräch wurde der Blick auch auf Alternativen gelegt, die vor allem in der Verkehrsberuhigung und weiteren Überquerungshilfen gesehen werden.

Im Anschluss an den Austausch wurde die Südvariante genauer betrachtet und der mögliche Streckenverlauf durch die bisherige Kulturlandschaft vor Ort angeschaut. Die beiden Grünen sind sich einig und lehnen dieses – in den Worten des Grünen-Textes – „Wahnsinns-Projekt einer Ortsumgehung“ ab. Der Fokus solle stattdessen auf Alternativen gelegt werden als auf ein „gigantisches“ Straßenbauprojekt, welches wertvolle Landschaften zerstöre und dessen Nutzen mittlerweile mehr als fraglich sei.

Tabea Rößner formuliert abschließend: „Jeder Euro, der jetzt in zweifelhafte Straßenneubauprojekte fließt und für weitere Versiegelung sorgt, kann nicht mehr in nachhaltige Mobilität und Klimamaßnahmen investiert werden. Die jüngsten Ereignisse und veröffentlichten Studien haben aber sehr deutlich gezeigt, dass es allerhöchste Zeit zum Umsteuern ist. Wir müssen endlich konsequent handeln in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung. Nur so erhalten wir die Lebensgrundlagen und sorgen für eine lebenswerte Zukunft.“ (PM)


Mehr zum Thema:    Bündnis 90/Die Grünen    Auto & Verkehr   
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