Werbung

Nachricht vom 26.08.2021    

Aktuell noch 290 Ausbildungsplätze in der Baubranche im Kreis Altenkirchen zu vergeben

Das neue Ausbildungsjahr startet – doch viele Firmen suchen weiterhin Nachwuchs: Im Landkreis Altenkirchen sind von insgesamt rund 650 gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell noch 290 Plätze zu vergeben. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit und beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

Hoch hinaus: Eine Ausbildung auf dem Bau ist gut bezahlt und bietet viele Karrieremöglichkeiten, so die IG BAU. (Foto: IG BAU | Ferdinand Paul)

Kreis Altenkirchen. Die IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach warnt vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels, sollte ein Großteil der Stellen unbesetzt bleiben – und ruft Berufsstarter dazu auf, sich insbesondere in der Baubranche umzusehen. Laut Arbeitsagentur sind bei Hoch- und Tiefbauunternehmen in Rheinland-Pfalz derzeit noch rund 420 Plätze frei. Das entspricht etwa der Hälfte aller gemeldeten Ausbildungsstellen in der Branche.

„Die Corona-Pandemie ist insgesamt am heimischen Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbeigegangen. Teils bieten Firmen weniger Plätze an oder fahren die Lehre ganz zurück. Auch der Berufsschulunterricht kann nicht überall wie gewohnt stattfinden. In vielen Bereichen bewerben sich aber auch deutlich weniger Schulabgänger“, sagt Walter Schneider, Bezirksvorsitzender der IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach. Doch jeder Azubi, der jetzt fehle, sei in drei Jahren eine dringend gebrauchte Fachkraft weniger. Besonders das Baugewerbe müsse angesichts der anhaltend hohen Auftragslage – vom Wohnungs- bis zum Gleis- und Straßenbau – noch mehr Berufsanfänger für sich gewinnen.

Dabei stünden Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 890 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegt die Vergütung bei 1.230 Euro, im dritten sind es 1.495 Euro. Im Anschluss an den Gesellenbrief können sich Beschäftigte fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen.



Viele Fachleute verließen jedoch nach der Ausbildung ihren Baubetrieb, so die Gewerkschaft – vor allem wegen harter Arbeitsbedingungen und den oft langen, aber unbezahlten Fahrzeiten zu den Baustellen. „Es kommt darauf an, den Bau auch nach der Ausbildung attraktiver zu machen. Gerade die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier wichtig“, betont Carsten Burckhardt vom IG BAU-Bundesvorstand.

Deshalb fordert die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde für die Branche eine Entschädigung der Wegezeiten, 5,3 Prozent mehr Einkommen und den Angleich der Ost- an die Westlöhne. Die Arbeitgeber hätten in den Tarifverhandlungen bis Ende September die Chance, die Branche für die Zukunft aufzustellen. „Ohne höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wird es kaum gelingen, die enorme Nachfrage nach neuen Wohnungen, sanierten Straßen und energetischen Gebäudesanierungen in den kommenden Jahren zu bewältigen“, so Burckhardt.

Informationen rund um die Bau-Ausbildung und freie Plätze vor Ort gibt es bei den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) online. (PM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen-Flammersfeld auf Facebook werden!


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Nicole nörgelt – über Omikron und gefährliche Kopf-Aliens

Bei einigen schlägt das so zu, dass sie Brandanschläge auf Gesundheitsämter verüben. Ich bin über den Punkt längst hinaus, ...

Kolpingfamilie Wissen ruft zur Schuhaktion auf

Wissen. Am kommenden Wochenende können im katholischen Pfarrheim im Kirchweg in Wissen Schuhe abgegeben werden. Außerdem ...

Förderverein der BBS Wissen wählte neue Führung

Wissen. Studiendirektor Jochen Wilhelmi dankte Vollborth im Namen des Fördervereins für sein langjähriges Engagement zum ...

Sternen-Pfad im Friedwald empfängt Besucher mit besonderer Herzlichkeit

Wissen-Friesenhagen. Seit Kurzem ist zum zweiten Mal der sogenannte Sternen-Pfad im ruhig und friedvoll gelegenen Friedwald ...

Horhausener Seniorenakademie sagt vorweihnachtliche Feier ab

Horhausen. Einen besonderen Dank richten die Mitglieder des Vorbereitungskreises an Erna Heckner aus Güllesheim, die eigens ...

Mythen und Sagen des Westerwalds: die Hexeneiche bei Elkenroth

Elkenroth. Mythen und Sagen, das sind Geschichten, oft mündlich überliefert, bis sie eines Tages aufgeschrieben werden. Sagenumwobene ...

Weitere Artikel


Bildungsgewerkschaft zur Zukunft von Bertha und Bibliothek des Gymnasiums Betzdorf-Kirchen

Betzdorf/Kirchen. Der Kreisvorstand der GEW befasst sich in einer Pressemitteilung mit der Entwicklung an der Bertha-von-Suttner ...

Tabletkoffer für Grundschule Bruche

Betzdorf-Bruche. Die Anforderungen an die Aufbewahrungsmöglichkeit gingen jedoch noch weiter: Gerade bei der begrenzten Anzahl ...

Der Druidensteig: Etappe 2 von Herdorf-Sassenroth nach Daaden

Herdorf. Sechs Etappen, 83 Kilometer, unzählige Höhenmeter, das ist der Druidensteig Fernwanderweg von Freusburg nach Hachenburg. ...

Basar für Second-Hand-Kleidung in Altenkirchen

Altenkirchen. Bis 16 Uhr sollen alle Kleidungsstücke an den Mann, die Frau oder das Kind gebracht werden. Der größte Teil ...

Busstrecke zwischen Berzhausen und Seelbach: Neues Konzept

Altenkirchen. Das neue Konzept für die Linie 126 (Horhausen/Seifen – Eichen – Flammersfeld – Seelbach – Altenkirchen) erfordert ...

Verbandsgemeinden wollen gemeinsam Springkraut bekämpfen

Puderbach. Fred Jüngerich und Volker Mendel, Bürgermeister der beiden Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld und Puderbach, ...

Werbung