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Nachricht vom 01.09.2021    

Grüner Bundestagskandidat: „Sozial-ökologische Transformation größte Herausforderung“

Die Politikfelder Klima, Umwelt, Jugend und Bildung liegen dem grünen Bundestagskandidaten Kevin Lenz besonders am Herzen. Das überrascht nicht angesichts seines politischen und beruflichen Hintergrunds. Mehr zu seinen politischen Schwerpunkten und zu seiner Person erfährt man in unserem Kandidatensteckbrief.

Bundestagskandidat Kevin Lenz (Foto: privat)

Wofür haben Sie sich bisher politische engagiert – und wieso?
Die Klima- und Umweltpolitik liegt mir besonders am Herzen. Dafür habe ich mich auch durchweg eingesetzt. Wir benötigen dringend eine neue Ausrichtung, einen neuen und vor allem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und mit unserem Klima. Die Ziele dabei sind klar: wir brauchen nicht nur mehr erneuerbare Energien, sondern in allen alltäglichen Bereichen müssen wir handeln, um Klima und Umwelt zu schützen. Das schaffen wir aber nur zusammen, daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam an der sozial-ökologischen Transformation arbeiten.

Transparenz und Kommunikation sind weitere wichtige Themen, für die ich mich engagiere. Es gilt eine Politik mit den Menschen zusammen zu machen und nicht über die Köpfe hinweg.

Jugend- und Bildungspolitik: Diese beiden Themen durchziehen mein gesamtes bisheriges politischen Wirken. Schon in meiner aktiven Zeit bei der Grünen Jugend habe ich mich für ein stärkeres Mitspracherecht von Jugendlichen eingesetzt. Gerade in unseren ländlichen Regionen ist das essenziell, um diese zukunftsfähig aufzustellen und die Interessen aller zu berücksichtigen. Eine Wahlaltersenkung ist mehr als überfällig. Auch heute sehe ich interessierte junge Menschen, die sich um die Zukunft sorgen, die wichtige Themen haben, die nicht gehört oder auf die nicht reagiert werden. Jugend ist unsere Zukunft und sie sollten diese auch mitgestalten dürfen.

Bildung ist ein Thema der gesamten Gesellschaft, gesamtgesellschaftliches Thema. Es werden immer mehr Aufgaben auf Schulen übertragen und die Anforderungen werden immer größer und daher muss Bildung auch gesamtgesellschaftlich finanziert werden. Es wurden viele gute Grundsteine gelegt, aber leider oft nur halbherzig oder zu schlecht finanziert, sodass unser Bildungssystem noch immer mehr Baustellen bekommt. Digitalisierung, Inklusion, freier Zugang für alle (und damit auch das Thema Kinderarmut).

Was muss sich in Deutschland dringend verändern?
Die sozial-ökologische Transformation wird die größte Herausforderung in den nächsten Jahren sein. Wir müssen schnell und aktiv reagieren, um die jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels abzumildern und das Klima sowie unsere Umwelt zu schützen und sozial-verträglich neu zu gestalten. Dafür haben wir ein Klimaschutz-Sofortprogramm entwickelt. Aber auch eine vorausschauende Kinder- und Jugendpolitik, welche sich an den realen Bedürfnissen und Sorgen orientiert sowie mehr Mitspracherecht gewährt, müssen zentrale Bestandteile werden.

Was wollen Sie konkret im Wahlkreis verändern? Wie wollen Sie vorgehen?
Ich möchte mit allen Menschen im Wahlkreis die sozial-ökologische Transformation gestalten, denn dies geht nur gemeinsam. Die Folgen des Klimawandels in unserer Region gilt es abzumildern, zum Beispiel durch eine nachhaltige Wiederaufforstung und mehr erneuerbare Energien, aber auch durch einen Ausbau und moderne, innovative Konzepte im ÖPNV (Neben Bus und Bahn spielen auch Bürgerbusse, Sammeltaxis etc. eine wichtige Rolle).

Immer wieder werden gleichwertige Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen gefordert. Wir müssen zusammen daran arbeiten, dass wir diese endlich erreichen. Und da gibt es kein „Kopiervorlage“, sondern es muss vor Ort geschaut werden und vor Ort entwickelt werden. Nur so können wir eine gute und wohnortnahe Bildung, eine gute und vernetzte medizinische Versorgung und ein guter ÖPNV umgesetzt werden. Die gleichwertigen Lebensverhältnisse müssen für alle gelten, allen Menschen muss eine gleichwertige (barrierefreie) Teilnahme an der Gesellschaft ermöglicht werden. Daher müssen Senioren, Pflegebedürftige, Kinder und Jugendliche besonders beachtet werden.

Es wird Zeit, dass es ein starkes Mitspracherecht für Kinder und Jugendliche gibt und Bildung stärker in den Fokus rückt. Die Grundlage dafür muss im Bund und Land gelegt und vor Ort umgesetzt werden.



Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Da gibt es nicht den einen Grund. Prägend und ausschlaggebend für mein politisches Engagement war das Modellprojekt „Service Learning“, an dem ich als Schüler an der Realschule Altenkirchen teilnehmen durfte. In der Folge habe ich mir die verschiedenen in der Region vertretenen Parteien angeschaut und mich bei den Grünen thematisch und menschlich am wohlsten gefühlt. Es sind nicht nur die Themen, sondern auch die Art der Politik, für die die Grünen stehen.

Worüber können Sie lachen?
Situationskomik.

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Das geht nicht so schnell. Ich bin da ein ruhiger und gelassener Mensch.
Etwas frustrierend finde ich jedoch, wie lange manche Prozesse und Problemlösungen in der Politik dauern.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Politisch:
- Artenvielfalt nimmt weltweit wieder zu
- Ziele des Pariser Klimaabkommens sind erreicht (vor 2030!)
Privat:
- Sternenwarte der IGS Betzdorf erfolgreich reaktiviert

Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Die Zeit, die gebraucht wird, Ideen o.ä. umzusetzen ist deutlich länger als ich mir vorgestellt hatte.

Deshalb sollten die Wähler mir Ihre Stimme geben:
Hitzeperioden, Waldsterben, Überschwemmungen – die Folgen des Klimawandels sind auch bei uns spürbar und das müssen wir ernst nehmen, daher möchte ich gemeinsam mit Ihnen an der sozial-ökologischen Transformation arbeiten, aber auch die Bildungs- und Jugendpolitik in den Fokus rücken, indem u.a. Jugendlichen ein stärkeres Mitspracherecht eingeräumt und das Wahlalter gesenkt wird.

Kevin Lenz im Profil:

Wohnort: Altenkirchen
Geburtsdatum: 12.11.1990
Familienstand: ledig

Beruflicher Lebenslauf/ Ausbildung:
• Bürgermeister Raiffeisenschule Weyerbusch
• Realschule Altenkirchen und anschließend Westerwaldgymnasium Altenkirchen
• JGU (Johann-Gutenberg-Universität) Mainz (Biologie), während des Bachelorstudiums wechselte ich an die Universität Koblenz-Landau
• Universität Koblenz-Landau (Chemie und Biologie).
• Referendariat am Studienseminar Altenkirchen.
• Lehrer an der IGS Betzdorf-Kirchen.
• Während des Studiums habe ich als Vertretungslehrer an verschiedenen Schulen in der Region gearbeitet sowie im Cinexx Hachenburg, wo ich verschiedene Aufgaben übernommen habe.

Politischer Werdegang:
• Nach meinem 18. Geburtstag bin ich 2008 den Grünen und der Grünen Jugend beigetreten.
• 2009 wurde ich in den Landesvorstand der Grünen Jugend gewählt, wo ich u.a. mit unserer jetzigen Landesvorsitzenden zusammengearbeitet habe.
• Während meines Studiums an der JGU Mainz habe ich mich bei Campusgrün engagiert.
• Während meines Studiums an der Universität Koblenz-Landau bin ich zunächst über eine freie Liste in das Studierendenparlament gewählt worden.
• Ein Jahr später über die neu gegründete Hochschulgruppe Campusgrün – Mitglied und Präsident des Studierendenparlaments.
• Senatsmitglied der Universität Koblenz-Landau
• Sprecher des OV Altenkirchen-Flammersfeld (2015-2019)
• Von 2014-2020 Mitglied im VG Rat Altenkirchen, seit 2020 Beigeordneter der VG AK-Fl.
• Seit 2019 stellv. Fraktionssprecher der Grünen Kreistagsfraktion.
• Seit 2018 Sprecher des KV Altenkirchen

Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:
Hobbys: Politik, Ausdauerlauf

Drei Lieblingsorte im Wahlkreis:
- Das alte Schulgebäude mitsamt der Sternenwarte der IGS Betzdorf-Kirchen
- Johannistal bei Altenkirchen sowie „Im Tal“ bei Hasselbach
- Umgebung um das Schloss Bad Hönningen

Vorbilder:
Feste und berühmte Vorbilder habe ich nicht. Vielmehr ziehe ich meine Inspiration aus den vielen Kontakten und Begegnungen, sei es in der Kommunalpolitik, am Infostand, auf Veranstaltungen oder im privaten und beruflichen Umfeld.


Mehr zum Thema:    Bündnis 90/Die Grünen    Bundestagswahl 2021   
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