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Nachricht vom 14.01.2011    

"Unsere Region lebt von gut ausgebildeten Schülern"

Einen Besuch stattete jetzt die Betzdorfer CDU der Bertha-von-Suttner-Realschule Plus ab. Auch Landrat Michael Lieber hatte sich der Besuchergruppe angeschlossen. Das Leitungsteam der Schule stellte den Gästen die neue Schulform vor.

Betzdorf. Unter den Augen von Landrat Michael Lieber stellte das Schulleitungsteam der Bertha-von-Suttner-Realschule Plus (BvS) der Stadtratsfraktion und dem Orts- und Gemeindeverbandsvorstand der CDU in Betzdorf die neue Schulform vor. Dabei wurde vor allem deutlich, dass der Schulstandort Betzdorf mit dieser neuen Schulart breit aufgestellt ist und wettbewerbsfähig bleibt, damit Schüler nicht über die Kreisgrenzen abwandern.

Schulleiterin Doris John erklärte zu Beginn, dass man die neue Schulform Realschule Plus entwickeln und gestalten müsse. Die alten Strukturen seien passé, nun gelte es, an Inhalten zu arbeiten. Die neuen Gremien arbeiteten effektiv und gut zusammen. Es gehe nun um Vertrauensbildung in der Bevölkerung. Denn Leitbilder und Qualitätsprogramme müssten gelebt werden und das hänge an jedem einzelnen. "Wir blicken optimistisch in die Zukunft", erklärte John. Bei dem Gebäude am Standort Bühl sei zwar einiges getan und viel investiert worden (zum Beispiel Brandschutz, neue Klassenräume), aber es sei noch einiges nötig, um die Attraktivität des Gebäudes noch zu steigern. In diesem Punkt werde zum Beispiel das Lehrerzimmer demnächst neu gestaltet und an die Herausforderungen einer Ganztagsschule angepasst. Die noch herrschende Verunsicherung gegenüber der neuen Schulform müsse abgebaut werden. Die Realschule Plus habe Zukunft und Potential und soll den Schülern eine Heimat werden. Auch müsse wieder ein Umdenken der gesamten Gesellschaft erfolgen: Nicht jeder brauche Abitur. "Wir brauchen junge Handwerker und Meister", sagte John. Was nütze jemandem ein architektonisch ausgefeiltes Bauprojekt, wenn die Leute fehlten, die es bauen. Mit einer breit gefächerten Image-Kampagne soll diesem Trend zumindest in Betzdorf entgegengesetzt werden.

Konrektor Andreas Glöckner stellte das neue Schulkonzept vor. Nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6 folgt einer Trennung der Schüler nach Leistungsstand. Die neue kooperative Realschule teilt sich in der Klasse 7 in eine qualifizierte Sekundarstufe I (vergleichbar mit dem ehemaligen Realschulzweig) und einem "Bildungsgang Berufsreife". Großer Vorteil gegenüber dem alten Standard sei die große Durchlässigkeit. Schüler würden halbjährlich beurteilt und erhielten die Chance, kurzfristig und den Leistungen entsprechend, den Schulzweig zu wechseln ohne dafür die Schule zu wechseln. Neu sei auch das Wahlpflichtfach, ein viertes vom Schüler selbst gewähltes Hauptfach. Auch dort wird auf Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler schneller reagiert als bislang. Nach einem Abschluss an der BvS kommt die enge Kooperation mit den weiterführenden Schulen im Kreis Altenkirchen zu tragen. "Wir wollen unsere Schüler im Kreis halten", betonte Glöckner. Deshalb sei es auch wichtig, enge Kooperationen mit den ansässigen Vereinen und Körperschaften einzugehen. Dort sprach John vor allen Dingen den BGV, die VHS, das Altenzentrum und weitere an. Nur so könne neben beruflicher Bindung auch die kulturelle Bindung an die Region festgemacht werden. Schule müsse Lebens- und Kulturort sein.




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Die neue fünfte Klasse übertraf die Erwartungen von allen. "Wir haben Anmeldungen von 16 verschiedenen Grundschulen. Das ist neu", so die pädagogische Koordinatorin der Orientierungsstufe, Renate Himmrich-Kilian. Nicht zuletzt der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund macht die Heterogenität der Schülerschaft deutlich. Mit zahlreichen Fortbildungen zu diesem Thema und neuen Konzepten zur Elternpartizipation macht sich das Schulteam fit für diese Herausforderung. Dort ist zum Beispiel das Projekt „Mama lernt mit“ ein integrativer Schritt, bei dem Eltern mit ihrem Kind Kurse belegen, so Deutsch als Zweite Sprache. Zudem ist die BvS mit einer modernen Schulbibliothek gut aufgestellt, um zum Beispiel die Lesekompetenz massiv zu fördern.

Peter Meinung, 2. Konrektor und Berufskoordinator der BvS, betonte, die Realschule Plus sei vom Konzept her gut und richtig. Das zentrale Plus sei die Berufsorientierung. "Deshalb sind wir eng vernetzt mit der heimischen Wirtschaft, mit den Betrieben", so Meinung. Man müsse die Kompetenzen der Schüler rechtzeitig erkennen, fördern und fordern. "Das gelingt uns wenn wir nach außen gehen mit Praktika, Betriebserkundungen und Praxistagen." Es seien bereits einige Verträge mit Unternehmen abgeschlossen, weitere würden folgen.

Landrat Lieber betonte die Investitionen des Kreises in die Schulen. Die Hauptbereiche, wo Geld rein fließe, seien die Infrastruktur und die Schulen des Kreises. Gerade bei den Schulen wolle der Kreis inklusive Zuschüsse des Landes in den nächsten Jahren 16 bis 18 Millionen Euro investieren, um so den Wettbewerbsvorsprung gegenüber benachbarten Regionen zu stärken. Lieber sicherte der Schulleitung aber zu, dass man alles dafür tun werde, die Qualität der Schule weiter zu fördern und die Attraktivität noch mehr zu steigern.
Der 1. Abgeordnete der Verbandsgemeinde, Bernd Rödder, einst selbst Schulleiter an der ehemaligen Dualen Oberschule, sprach von einer sehr erfreulichen Entwicklung. "Man sieht, dass die Schulleitung mit Herzblut diese Schule entwickelt. Das positive Konzept wird auf die Bevölkerung überschwappen", sagte Rödder. Alle Anwesenden sprachen dem Schulleitungsteam Lob und Anerkennung für ihre Arbeit aus. "Die CDU wird alles tun, um dieses großartige Konzept zu unterstützen. Man soll merken, dass die guten Schulen in Betzdorf sind und ein Weggang aus der Region keine qualitative Verbesserung bringt", so der 2. Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Betzdorf, Simon Bäumer.


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