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Nachricht vom 21.09.2021    

40 Wanderfreunde auf der "Reise in die eiserne Vergangenheit"

Auf eine "Reise in die eiserne Vergangenheit" der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld begaben sich rund 40 kleine und große Wanderfreunde. Heimatforscher Albert Schäfer aus Willroth gab an insgesamt 20 Stationen einen Einblick in die Montageschichte der Region, bei dem die Grube Louise (Bürdenbach) im Mittelpunkt stand.

Die einstige Grube Louise stand im Mittelpunkt der Exkursion mit Heimatforscher Albert Schäfer. (Fotos: VG Altenkirchen-Flammersfeld)

Horhausen. Vor 91 Jahren wurde der Grubenbetrieb eingestellt. Rund 400 Belegschaftsmitglieder förderten dort insgesamt 3,2 Millionen Tonnen Eisenerz zu Tage. Als Fundort seltener und besonders schöner Mineralen hat die Grube heute noch bei Mineralienfreunden in der ganzen Welt einen hohen Stellenwert.

Start für die Exkursion, die von dem Bergbauförderverein, gemeinsam mit dem Touristikbüro der VG, ausgerichtet wurde, war an der „Glück auf!“- Grundschule in Horhausen. Dort begrüßte auch Bürgermeister Fred Jüngerich die Schar der Wanderer und dankte Albert Schäfer und Hans-Jürgen Kalscheid vom Bergbauförderverein für deren Einsatz.

An der Grundschule stellte Albert Schäfer die dortigen Exponate Rennofen, Kohlenmeiler, den Erzwagen und auch das Modell des Förderturms der Grube Georg in Willroth vor. Weiter führte die Strecke zur Raiffeisenhalle (Güllesheim), wo Schäfer auf den früheren Basaltkegel hinwies. Nächste Station war der Sportplatz Güllesheim. Dort befand sich einst die Grube Nöchelchen.

Am Gabeler Marien-Bildstock erinnerte Schäfer an einen Unfall beim Schachtabteufen auf Grube Georg und bei der Rast auf der als Kulturdenkmal ausgewiesenen Steinstraße in Richtung Niedersteinebach informierte der Heimatforscher die interessierten Teilnehmer über den Erztransport zur Sayner Hütte nach Bendorf, anfangs mit Achswagen und Pferden, später dann mit dem „Straßendampfer“, dem Cugnot’schen Dampfwagen.

Auf den folgenden Stationen standen der Tagebau (Pingenzug) und der Gerlachschacht im Mittelpunkt. Schließlich erinnerte Schäfer an die einstige Eremitage, die 1703 von einem Konrad Hümberg oberhalb der Ortslage von Niedersteinebach, errichtet wurde. Weitere Stationen waren die Krupp’sche Konsumanstalt, die Krupp’schen Steigerhäuser und die ehemalige Krupp’sche Schule (alle im Bürdenbacher Ortsteil Grube Louise).




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An den Übertageanlagen des Barbaraschachtes (Grube Louise) wies Schäfer von den Malakow-Turm, auf die einstigen Röstofen, den Albrechtstollen und die frühere Krupp’sche Bahn mit dem Bahnhof in Seifen hin. Zum Abschluss der Exkursion stärkten sich die Wanderfreunde mit Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus in Niedersteinebach. Zuvor begrüßte sie dort der Erste Beigeordnete der Gemeinde Heiko Lüneburg. Aus Zeitgründen wurde die ursprünglich vorgesehene Bilderschau von Hans-Jürgen Kalscheid abgesagt. Rolf Schmidt-Markoski (Erster Beigeordnete der VG) versicherte, dass die Bilderschau an einem anderen Termin nachgeholt werde.

Schließlich dankte Schmidt-Markoski allen Teilnehmern der Exkursion, besonders auch den Kindern, die den ganzen Nachmittag die Erläuterungen von Albert Schäfer aufmerksam verfolgt hatten. Ein großes Lob richtete der Verbandsgemeinde-Beigeordnete nicht nur an die beiden Bergbauexperten Schäfer und Kalscheid, sondern auch an die Ortsgemeinde Niedersteinebach, vertreten durch den dortigen Beigeordneten Heiko Lüneburg und an sein Team, das für leckeren Kuchen und Kaffee gesorgt hatte. (PM)


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