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Pressemitteilung vom 19.10.2021    

B8 Ortsumgehungen: Auch in Hasselbach formiert sich Widerstand

Kürzlich trafen sich zahlreiche Hasselbacher Bürger im Bürgerhaus der Ortsgemeinde, um eine lokale Arbeitsgruppe gegen die B8-Ortsumgehungen Hasselbach und Weyerbusch zu gründen. Denn auch hier formiert sich Widerstand gegen die als große Talbrücke geplante Ortsumgehung Hasselbach sowie die Ortsumgehungen Weyerbusch.

Auch in Hasselbach formiert sich Widerstand gegen die geplanten Ortsumgehungen auf der B8. (Symbolfoto)

Hasselbach. Hasselbach betreffen nämlich gleich zwei Teilprojekte der im Bundesverkehrswegeplan 2030 geplanten B8-Ortsumgehungen: So ist vorgesehen, die im Moment durch Hasselbach verlaufende B8 südlich am Ort vorbei mittels eines großen Brückenbauwerks über die K24 (Mehrbachstraße) und das Mehrbachtal zu führen (sogenanntes Teilprojekt „Ortsumgehung Hasselbach“). Dieses Brückenbauwerk würde gemäß derzeitigem Planungsstand auf den Wiesen- und Weideflächen des Mehrbachtals und in unmittelbarer Nähe (geschätzte 100 Meter) der südlichen Bebauungsgrenze von Hasselbach entstehen.

Außerdem würden auch die Nord- und Süd-Variante des Teilprojektes „Ortsumgehung Weyerbuch“ durch die Gemarkung Hasselbach verlaufen. So würde die Nord-Variante beispielsweise im östlichen Gebiet von Hasselbach beginnen und sich dann mit einem weiteren Brückenbauwerk über das biologisch wertvolle Feuchtgebiet „Im Wolfshahn“ in Richtung Leingen und Werkhausen erstrecken. Die neu zu errichtenden Auf- und Abfahrten dieser Ortsumgehung würden sich teilweise in einem großen Bogen zwischen den Hasselbacher Wohnhäusern entlangziehen.

Hasselbacher sind "schockiert"

Nach einer gemeinsamen Betrachtung des derzeitigen Planungsstandes bezüglich der beiden Teilprojekte zeigten sich die bei der Gründungssitzung der Arbeitsgruppe anwesenden Hasselbacher über die zu erwartende Landschaftszerstörung durch die erforderlichen, enormen Anrampungen, die weitläufigen Auf- und Abfahrten, die Brückenkonstruktionen und die breiten Trassen schockiert.



Man war sich einig, dass man aktiv werden möchte, um diesen Flächenfraß zu vermeiden und die Landschaft sowohl als Naherholungsgebiet als auch als landwirtschaftliche Fläche zu schützen. Ebenfalls war man hinsichtlich der für Mensch und Tier zu erwartenden Lärmbelästigung, welche von der Brücke weit ins Tal schallen könnte, besorgt.

Großes Unverständnis erzeugt in Hasselbach des Weiteren, warum kürzlich erst hohe Summen in den dreispurigen Ausbau der östlichen B8-Kurve in Hasselbach investiert wurden (Fertigstellung erfolgte in 2020), obwohl diese bei neuer Streckenführung gar nicht mehr verwendet würde.

Kooperation mit der Bürgerinitiative Weyerbusch?

Auch der Ortsgemeinderat von Hasselbach hatte sich bei der letzten Sitzung am 5. Oktober einstimmig gegen die Errichtung einer Ortsumgehung ausgesprochen. Die Arbeitsgruppe Hasselbach beabsichtigt, sich mit der bereits vor einiger Zeit ins Leben gerufenen und seitdem sehr aktiven Bürgerinitiative gegen die B8-Umgehungen Weyerbusch zusammenzuschließen.

Die Arbeitsgruppe möchte hierbei jedoch als Untergruppe einen besonderen Fokus auf Maßnahmen gegen das Teilprojekt der Hasselbacher Ortsumgehung legen, da dieses von der Bürgerinitiative bisher noch nicht fokussiert bearbeitet wurde. Am Freitag, 29. Oktober, um 19 Uhr, findet im Gasthof „Zur Post“ in Weyerbusch, ein nächstes gemeinsames Treffen mit der Bürgerinitiative gegen die B8-Ortsumgehungen statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Um Anmeldungen per E-Mail unter info@nob8ou.de wird gebeten. (PM)



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