Werbung

Nachricht vom 24.10.2021    

569 Meisterbriefe in feierlichem Rahmen übergeben

Meisterfeier der HwK Koblenz ehrt 119 Jungmeisterinnen und 450 Jungmeister. Unter Einhaltung der 2G-Regel, den aktuellen Hygienestandards sowie einem reduzierten Personenkreis, konnte die Meisterfeier in diesem Jahr wieder stattfinden.

569 Absolventen umfasst der Meisterjahrgang 2020, der im Rahmen der Meisterfeier in der Rhein-Mosel-Halle geehrt wurde. Fotos: Michael Jordan

Koblenz. „Die coronabedingten Einschränkungen hatten auch auf Ihren meisterhaften Weg Einfluss, genauso wie auf unsere Meisterakademie und Dozenten, die Meisterprüfungsausschüsse und alle, die bei der Vorbereitung eine Rolle spielten“, beschreibt Krautscheid die Umstände und notwendigen Anpassungen eines jeden Einzelnen in den letzten beiden Jahren; und spricht gleichzeitig seine Anerkennung aus. „So wurde Ihr Meistertitel zu einem Gemeinschaftswerk. Vielleicht ist und bleibt er deshalb außergewöhnlich. Denn sind die Inhalte einer Meistervorbereitung ohnehin anspruchsvoll, haben die Corona-Bedingungen das Ganze sicherlich nicht leichter gemacht.“ Wurden Online-Fortbildungen vorher als vielversprechende Option in der Berufsbildung gehandelt, waren Sie spätestens mit Beginn des Lockdowns einzige Alternative bei der Vermittlung von Lerninhalten. Ein Schulungsapparat, den es innerhalb kürzester Zeit anzupassen galt.

Anerkennung fand auch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, die es sich nicht nehmen ließ, als Festrednerin die Absolventen persönlich zu beglückwünschen. „Ich möchte Ihnen meine Anerkennung aussprechen und zum Erreichten herzlich gratulieren“, sagte Schmitt. „Sie alle haben Ihre Ausbildung während der Pandemie absolvieren müssen. Das war sicher nicht einfach. Doch trotzdem lag darin für Sie – unsere Handwerkerinnen und Handwerker - auch eine positive Botschaft: Viele handwerkliche Dienstleistungen sind systemrelevant und unersetzlich für eine funktionierende Gesellschaft.“ Nicht zuletzt dadurch habe „sich das Handwerk für unsere Wirtschaft als Stabilitätsanker während der Corona-Krise erwiesen“. Schmitt ermutigte die neuen Meister, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen – egal ob in einem eigenen Betrieb oder nach einer Betriebsübernahme: „Sie verstehen ihr Handwerk – und deshalb stehen Ihnen alle Türen offen.“

Ein Novum gab es bei den Jahrgangsbesten: Die besten Drei sind allesamt weiblich! „Vor einigen Jahrzehnten war es in manchen Berufen noch undenkbar, dass hier Frauen eine Rolle spielen. In meiner Dachdeckermeisterklasse 1984 gab es keine einzige Frau. Heute ist die Beste des Dachdeckerkurses eine Frau“, zeigt sich der Kammerpräsident beeindruckt und verweist auf Julia Peetz, die als Jahrgangsbeste bei den Dachdeckern auch die zweitbeste Prüfung aller 569 Absolventen ablegte. Mittlerweile 21 Prozent aller Meisterschüler sind weiblich und Sie zeigen: Das Handwerk ist (auch) Frauensache!



Seinen besonderen Dank sprach Krautscheid denen aus, die im Zuge der Flutkatastrophe im Ahrtal zu den „Ersthelfern“ zählten und exemplarisch für Werte des Handwerks einstanden: Solidarität, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Unterstützung; und nennt als ein Beispiel von vielen Katharina Stoll. Die aktuelle Meisterschülerin des Metallbauerhandwerks steht seit der ersten Stunde im Helfer-Camp in Grafschaft parat, schmiedet in Nachtschichten Werkzeuge; das alles zwischen Arbeitsalltag und Meisterschule. „Diese Beispiele zeigen uns, das Handwerk ist eine Familie!“.

Meisterbefragung zeigt positives Stimmungsbild
Ein Blick auf die aktuelle Meisterbefragung untermauert die Zielstrebigkeit der jüngsten Meistergeneration, in der die Altersspanne von 19 bis 52 Jahren reicht. 85 Prozent der Absolventen planen in den kommenden fünf Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit durch Übernahme oder Gründung eines Betriebes, 22 Prozent wollen diesen Weg sogar innerhalb des nächsten Jahres gehen. Als weitere Motivation gaben die Absolventen die finanzielle Verbesserung (50 Prozent der Befragten) sowie einen mit dem Meisterbrief verbundenen beruflichen Aufstieg (57 Prozent) an. Mit dem Meisterbrief ist für all diese Vorhaben das nötige Fundament gelegt!

Meistergeneration wird gefeiert – und honoriert
Die Meisterfeier, durch die Moderator Holger Wienpahl führte, wurde von der Band „Brass Machine“ aus Pirmasens musikalisch umrahmt. Eine besondere Überraschung erwartete die Jungmeister mit dem Sänger Benoby, der den neuen Handwerker-Song live performte und dessen Zeilen sich an jeden Absolventen richteten: „Lasst uns was tun, was für immer bleibt!“

Die drei besten Prüfungsergebnisse wurden mit Geldprämien honoriert, gestiftet durch die Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Sonderpreis der IKK Südwest ging in diesem Jahr an Augenoptikermeisterin Sabrina Weiß aus Retzstadt und wurde von Regionaldirektor Prof. Dr. Jörg Loth überreicht: „Der Meisterbrief ist eine werthaltige Investition in die eigene Zukunft. Deshalb fördern wir als IKK die Gesundheitshandwerke mit diesem Sonderpreis.“


Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Live-Online-Lehrgang "Zollwissen kompakt"

Region. Die Unternehmen arbeiten heute fast alle global, somit werden Kenntnisse in der Außenwirtschaft zu Schlüsselqualifikationen. ...

Detektei Holmes und Co ermittelt seriös, auch in schwierigen Fällen

Steinefrenz. In seinem Büro sitzt ein Mann von respekteinflößender Statur, der jedoch mit einer nicht gespielten, sondern ...

Regionaler Bio-Wochenmarkt in Buchholz ist eine Besonderheit

Buchholz. Am Wagen vom Burglahrer Heinrichshof kann man aus der angebotenen Vielfalt an Joghurt, Frisch-, Weich-, Schnitt- ...

IHKs in Rheinland-Pfalz sehen zügige Regierungsbildung als positives Zeichen

Region. SPD, Grüne und FDP stellen in Berlin acht Wochen nach der Bundestagswahl einen Koalitionsvertrag vor. Aus Sicht der ...

HwK Koblenz: Arbeitnehmervizepräsident Joachim Noll würdigt Krisenmanagement

Koblenz/Region. In seiner Rede auf der jährlichen Vollversammlung der Handwerkskammer Koblenz bescheinigte Joachim Noll, ...

IHK Koblenz: Lieber 2G als Lockdown

Koblenz. „Dass nun wieder härtere Maßnahmen erforderlich sind, zeigt, dass die Corona-Krise noch lange nicht überstanden ...

Weitere Artikel


Epileptischer Anfall: Verkehrsunfall zwischen Elkenroth und Weitefeld

Elkenroth/Weitefeld. Der Polizeiinspektion Betzdorf wurde am Samstag, den 23. Oktober, gegen 7.50 Uhr ein Verkehrsunfall ...

Kaminbrände: So verhält man sich richtig

Katzwinkel/Region. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Katzwinkel hat es sich auf die Fahne geschrieben, in regelmäßigen ...

Filmreif Kino: Für Menschen in den besten Jahren

Hachenburg. Der Film erzählt mit großer Sorgfalt für seine Figuren die Geschichte einer starken, unabhängigen Frau – zwischen ...

Nicole nörgelt... über den Preisschlager an der Zapfsäule

Die 3,10 Mark haben wir umgerechnet längst hinter uns gelassen – und das einzige, was geht, bin bald wohl ich, weil ich mir ...

Wissener Schützen auf Wanderschaft

Wissen. Bei schönem Herbstwetter hatten die Organisatoren Jürgen Thielmann und Florian Marhöfer eine anspruchsvolle Wanderstrecke ...

4:2 - Wisserland holt Pokalsieg bei der JSG Niederahr

Wissen / Niederahr. In der ersten Spielhälfte entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Obwohl Wisserland mehr Ballbesitz ...

Werbung