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Nachricht vom 30.10.2021    

Lehrerin Goeke verstorben: In Köttingerhöhe und Hachenburg Respekt erworben

Sie hat einige Schülerjahrgänge im Wissener Stadtteil Köttingerhöhe auf das Leben vorbereitet und sich großen Respekt und auch Zuneigung erworben: Rosemarie Goeke. Jetzt hat die beliebte frühere Lehrerin die Welt verlassen. Nachhaltige Spuren hinterlässt sie nicht nur im Wisserland – in Hachenburg war ihr eine besondere Ehre zuteilgeworden.

Rosemarie Goeke war von 1962 bis 1971 Lehrerin im Wissener Stadtteil Köttingerhöhe. Das rechte Foto wurde um 1968 aufgenommen bei einem Ausflug ins Grünenthal. (Fotos: Bernhard Theis/Archiv)

Wisserland/Hachenburg. Geboren am 8. September 1927 zog Rosemarie Goeke mit ihrem Vater, einem Ingenieur im heimischen Walzwerk, nach Wissen in die Dörnerstraße. Ihre erste Lehrerstelle trat sie in Herdorf an. Im Herbst 1962 wurde Gieke auf die Köttingerhöhe versetzt und bezog eine Dienstwohnung im dortigen Schulgebäude. Zunächst betreute sie die Klasse 1 (1. bis 4. Schuljahr). Nach dem Tod von Oberlehrer Josef Ellerich
wurde Rosemarie Goeke am 1. Dezember 1966 als alleinstehende Lehrerin mit der Schulverwaltung beauftragt. Die Klasse 2 (5. bis 9. Schuljahr) besuchte seit diesem Datum die Mittelpunktschule in Wissen. Somit war die Schule Köttingerhöhe seit Ende 1966 eine einklassige Grundschule, wie die Lehrerin in der beispielhaften Schulchronik festhielt. Und zum 1. August 1971 wurde die Schule dann ganz aufgelöst.

Bis etwa 1990 war Goeke dann noch in Wissen tätig. Nach der Pensionierung ging es zunächst in ein Fachwerkhaus nach Altenbrendebach. Einige Jahre später erwarb sie zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth Vandenberge ein historisches Gebäude unweit des Hachenburger Marktplatzes.



2005 errichteten die beiden Schwestern, inzwischen „Bürgerinnen des Jahres 2000 der Stadt Hachenburg“ die „Stiftung Beust`sches Haus“. Sie hatten das denkmalgeschützte Gebäude mit viel Herzblut restauriert und damit der Nachwelt erhalten. Rosemarie Goeke hielt stets Verbindung mit der alten Heimat und ließ sich gerne über sämtliche Geschehnisse berichten. Ihr größtes Interesse galt den ehemaligen Schülern. Nannte man einen Namen, wusste sie in aller Regel sofort, wie es damals um die betreffende Person gestellt war. Besonders engen Kontakt hielt sie mit der Familie Selbach. Die Teilnahme an Klassentreffen war ihr eine besondere Freude. Gestorben ist Rosemarie Goeke am 24. September 2021, nur zwei Tage nach dem Tod ihrer Schwester Elisabeth. Auf der Köttingerhöhe wird man ihr ein bleibendes Gedenken widmen. (bt)


Lokales: Wissen & Umgebung
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