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Nachricht vom 23.02.2011    

Bruch: "Feuerwehren unverzichtbar für die Sicherheit"

Die Feuerwehren seien unverzichtbar für die Sicherheit, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch bei einer Veranstaltung in Brachbach. Deswegen müssten auch die Standorte auf dem Land erhalten bleiben.

Innenminister Karl Peter Bruch (Mitte) sprach in Brachbach über die Zukunft der Feuerwehren im ländlichen Raum.

Brachbach. "Die Feuerwehren sind im ländlichen Raum genauso wie in den Städten unverzichtbar für die Sicherheit der Menschen und Voraussetzung für einen funktionierenden Staat." So lautete die Kernbotschaft des rheinland-pfälzischen Innenministers Karl Peter Bruch bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Hüttenschenke in Brachbach. Der Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Krell hatte die Feuerwehren, Verbandsgemeinde-Bürgermeister und alle Interessierten eingeladen, gemeinsam mit dem Minister über die Zukunft der Feuerwehren im ländlichen Raum zu diskutieren.

Landtagsabgeordneter Dr. Matthias Krell unterstrich zu Beginn die vielfältigen Aufgabengebiete der Feuerwehren für das Allgemeinwesen. Die Hilfeleistungen gingen heute weit über die Brandbekämpfung hinaus und würden auch Notlagen wie Verkehrsunfälle, Orkanschäden oder Hochwassereinsätze umfassen. Dazu sei ein enormes Fachwissen erforderlich, zollte der SPD-Politiker den Feuerwehrfrauen und -männern seine Anerkennung. Die Situation werde jedoch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, aber auch aufgrund veränderter Arbeitsverhältnisse nicht einfacher, erklärte Krell.

Minister Bruch nahm den Ball für die Landesregierung auf. Die Politik müsse für eine funktionierende Feuerwehr Antworten auf drei zentrale Fragen finden: "Wie können diese personell ausgestattet werden? Wie erfolgt die Sicherstellung der Tagesbereitschaft? Wie sieht die technische Entwicklung aus?"
Erklärtes Landesziel sei es, dass die Feuerwehren in den Dörfern erhalten bleiben, so der Minister. Insgesamt sei man in Rheinland-Pfalz heute noch gut aufgestellt. Landesweit existieren über 2400 Löschzüge, in denen mehr als 70.000 Frauen und Männer ehrenamtlich engagiert seien. Auch im Nachwuchsbereich werde vorbildliche Arbeit geleistet. Untersuchungen hätten gezeigt, dass aus den Jugendfeuerwehren 37 Prozent später in den aktiven Dienst wechseln.
Man müsse jedoch registrieren, dass die Zahl der Aktiven abnehme, gab Bruch zu bedenken. So werde es immer schwerer, sich bei Einsätzen von den Arbeitgebern freistellen zu lassen. Das Land habe gemeinsam mit dem Feuerwehrverband sowie den Kammern Initiativen gestartet, um bei den Unternehmen ein entsprechendes Bewusstsein für die Belange der Feuerwehr zu wecken. Der Minister zeigte sich offen für den Vorschlag, dass auswärtig arbeitende Feuerwehrleute mit den dort ansässigen Wehren gemeinsam ausrücken könnten.

15 Millionen Euro gebe das Land jährlich für die Beschaffung neuer Fahrzeuge aus. Die Einnahmen aus der Brandschutzsteuer würden zu 100 Prozent an die Feuerwehren weitergegeben. "An der Zuschusshöhe wollen wir trotz knapper Haushaltsmittel festhalten", versicherte Bruch und wies auf weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit hin. So sei jüngst die Gültigkeit des Feuerwehrführerscheins auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht heraufgesetzt worden. Auch sei man bei der Einführung des Digitalfunks ein gutes Stück vorangekommen, wo zurzeit die Ausschreibung für die digitale Alarmierung laufe. Die Verzögerungen seien in erster Linie auf Probleme des Bundes bei den digitalen Schnittstellen zurückzuführen.

Zustimmung fanden die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihre Bitte nach einem hauptamtlichen Gerätewart. Fahrzeuge und Geräteinstandhaltung nähmen immer mehr Zeit in Anspruch und erforderten eine Vollzeitstelle. "Unsere Gedanken gehen in diese Richtung", erklärte Bruch gegenüber den anwesenden Gästen.


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