Werbung

Nachricht vom 12.01.2022    

Leserbrief: Lebensgefahr am Zebrastreifen? Eine Mutter appelliert an die Autofahrer

"Wie skrupellos, hirnlos oder dumm muss man dafür sein?", fragte Julia Müller aus Neitersen angesichts der Situationen, die sie jeden Morgen auf dem Schulweg mit ihrer Tochter am Zebrasteifen erlebt. Die wütende Mutter wendet sich in einem Leserbrief direkt an die Autofahrer. Ihren Appell lesen Sie im Folgenden im Wortlaut.

Lebensgefahr am Zebrastreifen? Eine Mutter appelliert an die Autofahrer. (Symbolfoto)

Neitersen. "Fahren Sie morgens zwischen 7.25 Uhr und 7.45 Uhr auf der B256 durch Neitersen? Dann fühlen Sie sich gerne von meinen nun folgenden Ausführungen und anschließendem Appell angesprochen, denn es könnte gut sein, dass Sie einer der zig Autofahrer sind, die wochentäglich morgens mein Leben und das meines Kindes in derart unverschämtem Maße gefährden, dass ich mich genötigt fühle, diese Zeilen zu verfassen.
Eigentlich ist es jeden Tag gleich: Ich bringe mein Kind zum Schulbus und muss dafür am Zebrastreifen "Alter Bahnhof" die B256 überqueren. Ein Leichtes? Keinesfalls, denn was man da erlebt, geht auf keine Kuhhaut. Es reicht von Menschen, die einfach nicht anhalten, über die, die nicht mehr bremsen können und einem fast über die Füße brettern, bis hin zu denen, die einfach weiterfahren, auch wenn ich mich noch auf dem Überweg befinde. Wie kann das sein?

Die besagte Stelle liegt in einem Ort, es gilt also 50 Stundenkilometer. § 26 StVO schreibt vor, dass sich Fahrzeuge dem Zebrastreifen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern dürfen. Des Weiteren lernt man meines Wissens beim Erwerb eines Führerscheines, dass man am Zebrastreifen anhalten muss, wenn man sieht, dass Personen queren wollen, und ebenso stehen zu bleiben hat, bis die Querung vollständig erfolgt ist. Haben Sie es alle so eilig, dass die Einhaltung dieser Regelungen nicht möglich ist? Dann sollten Sie früher losfahren oder gleich zu Hause bleiben. Sie nehmen wissentlich in Kauf, Leben zu gefährden. Wie skrupellos, hirnlos oder dumm muss man dafür sein?



Nach dem, was ich da täglich erlebe, kann und werde ich niemals mein Kind alleine zum Bus gehen lassen und das in einer Welt, in der unsere Kinder alles können sollen.
Hier nun mein abschließender Appell: fahren Sie doch bitte langsamer, damit ich ihr Nummernschild beim nächsten Mal besser erkennen kann. Oder halten Sie gerne an und diskutieren mit mir über Ihr Fehlverhalten, welches täglich mein Leben und das meines Kindes in Gefahr bringt.

Ach übrigens, die Polizei ist über diese Situation informiert. Es könnte also sein, dass Sie in nächster Zeit einen Bußgeldbescheid und Punkte zu erwarten haben. Bis dahin, fröhlichen Bleifuß.
Mit den wütenden Grüßen einer verzweifelten Mutter

Julia Müller, Neitersen


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


AK-Land: Austausch zwischen Polizei und Kommunen soll intensiviert werden

Die Zusammenarbeit der Polizei mit den Kommunen im Kreis Altenkirchen soll verbessert werden. Vor diesem ...

Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen: Rück- und Ausblicke

Die Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Bei der Jahreshauptversammlung ...

Neue DNA-Methoden entdecken alten Tatverdächtigen im Cold Case "Amy Lopez": Festnahme nach 31 Jahren

Anlässlich der Festnahme eines Tatverdächtigen im Fall der ermordeten Amy Lopez fand in Koblenz eine ...

Handwerkskammer Koblenz ehrt langjährige Ehrenamtsträger

Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz hat bei einer Veranstaltung 14 Personen für ihr langjähriges ehrenamtliches ...

Zeugensuche nach Körperverletzung Betzdorf

In Betzdorf kam es am Mittwochabend (25. Februar 2026) zu einem Vorfall, bei dem eine Frau von einer ...

Energetische Sanierung abgeschlossen: Druidenhalle öffnet ihre Türen

Nach einer umfangreichen Sanierung erstrahlt die Druidenhalle in Herkersdorf-Offhausen in neuem Glanz. ...

Weitere Artikel


Alpaka-Spaziergang am Tag der Kinderhospizarbeit

Mit einem Alpaka-Spaziergang möchte das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar den Tag der Kinderhospizarbeit ...

Im Rausch unterwegs durch Betzdorf: Polizei ertappt mehrere Autofahrer

Viel zu tun für die Beamten der Polizeiinspektion Betzdorf: Allein am Dienstagabend (11. Januar) und ...

Nach dem Brandanschlag: Rathaus Altenkirchen bleibt vorerst geschlossen

Aufgrund des Brandanschlags auf das Rathaus Altenkirchen am vergangenen Freitag (7. Januar) bleibt das ...

Wissen und Birken-Honigsessen danken den Sternsingern

Sie waren wie jedes Jahr unterwegs, um Segen in die Häuser zu bringen: In Wissen und Birken-Honigsessen ...

Westerwälder Rezepte: Das beste Spiegelei der Welt

Ein Spiegelei ist eine nahrhafte und preiswerte Speise, die kinderleicht zuzubereiten ist. Trotzdem gleicht ...

Erwin Rüddel: "Ein Anschlag auf unser demokratisches Gemeinwesen"

Mit Entsetzen hat der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auf den Brandanschlag aufs Rathaus ...

Werbung