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Nachricht vom 12.01.2022    

"Montagsspaziergänge" - Diakonie, Caritas und DGB finden: "Genug ist genug"

Die Diakonie, die Caritasverbände Altenkirchen und Betzdorf und der DGB Kreisverband Altenkirchen haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung die sogenannten "Montagsspaziergänge" entschieden abgelehnt. Die Zivilgesellschaft dürfe sich demokratiefeindliche Aktionen nicht gefallen lassen.

Sind die Montagsspaziergänge "demokratiefeindlich"? Diakonie, Caritas und DGB haben sich in einer gemeinsamem Erklärung positioniert. (Foto: Archiv Elke Stockhausen)

Kreis Altenkirchen. Die Diakonie, die Caritasverbände Altenkirchen und Betzdorf und der Deutsche Gewerkschaftsbund im Landkreis Altenkirchen erklären in einer gemeinsamen Stellungnahme deutlich ihren Unmut über die zunehmende Radikalisierung einer lauten Minderheit. Dabei sei es unbestritten, dass das Versammlungsrecht Teil der demokratischen Kultur in unserem Lande" ist. Trotzdem gelte es, das Pandemiegeschehen einzugrenzen sowie ältere und kranke Menschen zu schützen.

"Deshalb", so heißt es in der Stellungnahme, "haben wir großes Verständnis für die pandemiebedingten Auflagen auch bei Demonstrationen. Hinzu kommt, dass jede Person, die sich an den unangemeldeten Spaziergängen beteiligt, sich darüber im Klaren sein muss, mit wem man sich da zusammentut. Niemand kann behaupten, er wüsste nicht, dass die Aktionen häufig durch demokratiefeindliche Gruppierungen und Einzelpersonen gesteuert sind, die es bewusst darauf anlegen, Gewalt zu provozieren und den Eindruck einer Spaltung der Gesellschaft zu vermitteln. Schon nach dem ersten Klick in einschlägigen Chatgruppen offenbaren diese Protagonisten ihre Umsturzphantasien, Gewaltandrohungen und sogar Todesdrohungen gegenüber politisch Verantwortlichen, Repräsentanten des Staates und Gewerkschaftern. Wir wünschen uns stattdessen ein solidarisches Zeichen für all diejenigen, die sich seit zwei Jahren den Auswirkungen der Pandemie mit ihrer Arbeitskraft entgegenstellen. Pflegekräfte, Krankenhauspersonal, Ärzte, Lehrkräfte und zunehmend auch Polizisten und viele mehr brauchen Unterstützung und Wertschätzung statt höheren Druck durch unverantwortliches Verhalten einiger weniger. Gewalttätige Sprache führt unweigerlich auch zu Taten. Das darf sich die Zivilgesellschaft nicht gefallen lassen."




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Pressemitteilung, unterzeichnet von
Margit Strunk, Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen
Christa Abts, Caritasverband Rhein-Sieg e. V.
Eberhard Köhler, Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e. V:
Axel Karger, DGB Kreisverband Altenkirchen


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