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Nachricht vom 19.01.2022    

K92 Diedenberg – Tüschebachsmühle soll als "Stadtstraße" erhalten bleiben

Von Katharina Behner

Die mehr als desolate Kreisstraße 92 zwischen Diedenberg und der Tüschebachsmühle erhitzt die Gemüter seit Jahren. Doch die Gemüter konnten jetzt besänftigt werden, nachdem eine gute Lösung angestrebt ist. Der Erhalt der "Straße mit Verbindungscharakter" rückt in greifbare Nähe.

Der desolate Zustand der K 92 zwischen Diedenberg/Apfelbach und der Tüschebachsmühle ist nicht nur den direkten Anliegern seit Jahren ein Dorn im Auge. Jetzt ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. (Foto: Matthias Mockenhaupt)

Region. Der Zustand der K92 zwischen Diedenberg und Äpfelbach hin nach Niederfischbach zur Tüschebachsmühle ist so desolat, dass kaum jemand diese Straße noch freiwillig nutzt. Entsprechend sorgt sie seit Jahren für Gesprächsstoff der unerfreulichen Art.

Das wird sich mit Stand Montag, 18. Januar, ändern: Kirchens Bürgermeister Andreas Hundhausen gab in einer Online-Anwohnerversammlung bekannt, dass für die fast schon aufgegebene Kreisstraße endlich eine gute Lösung in Sicht sei. Und wie es scheint, ist damit der Erhalt der Überlandstrecke oder "Straße mit Verbindungswegcharakter" in greifbare Nähe gerückt.

Sanierung mit Fördergeldern – Termin noch offen
Der Plan umfasse in erster Instanz die Herabsetzung der gesamten Kreisstraße zur Stadtstraße, erläuterte Hundhausen in der Versammlung. Im Nachgang bestehe dann die Möglichkeit die rund drei Kilometer-Strecke etwa mittels EU-Fördergeldern grundhaft zu sanieren. Je nach Variante könne es Förderungen von bis zu 75 Prozent geben, der Rest müsse dann anderweitig finanziert werden.
Auf die brennende Frage, wann mit der Sanierung zu rechnen sei, konnte Andreas Hundhausen noch keinen Termin nennen. Hierfür bedürfe es weiterer Gespräche, etwa mit dem Kreis und der SGD-Nord, um die Rahmenbedingungen genauestens zu erörtern. Einigkeit herrschte jedoch über alle Teilnehmer hinweg, wenn die Straße erhalten bliebe, dürften davon alle profitieren.

Dem stimmten auch Friesenhagens Ortsbürgermeister Norbert Klaes zu. "Wenn wir das so hinbekommen, ist das eine tolle Sache." Wingendorfs Ortsvorsteher Gerold Wäschenbach sprach seinen Dank an „Nachbar-Ortsbürgermeister“ Hubert Becher aus Katzwinkel aus, der ebenfalls am Online-Treffen teilnahm. Becher hatte den Hinweis auf mögliche Fördertöpfe der EU gegeben, da im vorangegangenen Jahr Wirtschaftswege in der Ortsgemeinde Katzwinkel mit denselben saniert wurden.
Besonders hinsichtlich der landwirtschaftlichen Nutzung, zudem der gemeinde- und gemarkungsübergreifenden Nutzung der Straße, könne man mit EU-Fördergeldern rechnen.



Nochmal hingewiesen wurde seitens einiger Anlieger auf die Frage, weshalb sich die Straße, die in den 60er Jahren gebaut wurde, überhaupt in dem aktuell jämmerlichen Zustand befinde. Doch am Ende zähle jetzt, dass eine Lösung in Sicht sei.

L 279 Katzwinkel - Friesenhagen: Sanierung im Landeshaushalt verankert
Eine weitere gute Botschaft konnte hinsichtlich der L 279 bekannt gegeben werden. Hier wartet man schon seit Jahren auf die Sanierung der Straße im Abschnitt Hohhäuschen bis Wingendorf/Katzwinkel.
Nach Informationen von Norbert Klaes sind die Gelder nun im Landeshaushalt für 2022/23 verankert.

Im ersten Bauabschnitt soll die Strecke ab Wingendorf/Katzwinkel bis Diedenberg hergerichtet werden. Die "Noch-K 92" wird hier wieder eine Rolle spielen, da sie dann sicherlich als Umleitungsstrecke in Betracht kommt. (KathaBe)




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