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Nachricht vom 27.01.2022    

Ist Hundefutter ungesund?

Hundehalter, die nur das Beste für ihren Vierbeiner wollen, sorgen sich auch um dessen Ernährung. Doch welches Hundefutter ist wirklich gut? Welche Risiken es beim Kauf von Hundefutter gibt und wie man schlechte von guten Produkten unterscheiden kann, erklärt folgender Artikel.

Symbolfoto AK-Kurier

Welche Risiken birgt Hundetrockenfutter?
Hundefutter ist nicht immer das, was es zu sein scheint. Durch irreführende Werbung werden falsche Versprechen hinsichtlich der Inhaltsstoffe und Qualität gegeben. Doch was ist es, was viele Produkte so minderwertig macht? Das Verfahren, das bei der Produktion am häufigsten angewendet wird, nennt sich Extrusionsverfahren. Hier werden verschiedene Zutaten zusammen mit Wasser bei sehr hohen Temperaturen und mit hohem Druck zu einem formbaren Teig verarbeitet. Diesen presst man im Anschluss durch Düsen, um dem Hundetrockenfutter seine Form zu geben.

Problematisch ist hierbei, dass nicht nur Frischfleisch verwendet wird. Immer mehr Hersteller von Tiernahrung möchten Kosten einsparen und ersetzen hochwertige Fleischprodukte durch Schlachtabfälle wie Knochen, Federn, Häute, Augen und weiteres.

Ebenfalls wirkt sich das Verfahren an sich negativ auf den Hundeorganismus aus.
Das Hundefutter bleibt selbst in Kontakt mit Wasser länger hart. Dieser Effekt tritt übrigens auch bei Frühstückscerealien ein, die für den menschlichen Verzehr gedacht sind und ähnlich hergestellt werden. Während wir uns über Cornflakes freuen, die lange knusprig bleiben, tun sich Hunde damit schwer, was die Verdauung angeht.

Meist saugt sich Hundefutter erst im Hundemagen mit Flüssigkeit voll. Dadurch vergrößert sich das Volumen, der Magen wird gedehnt und der typische Futterbauch entsteht. Es können Magendrehungen entstehen, die für das Tier tödlich enden können.

Wie schafft es minderwertiges Hundefutter auf den Markt?
Vielen Verbrauchern ist gar nicht bewusst, dass das Hundefutter, das sie ihrem Haustier womöglich täglich verabreichen, nicht aus hochwertigem Frischfleisch besteht. Zudem wurde herausgefunden, dass viele Tiernahrungsmarken Fleisch- und Tiermehl verwenden. Das Futter soll so die gewünschte Konsistenz erlangen und Geld bei der Produktion eingespart werden.

Als wäre das noch nicht genug, wurden auch Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Arsen und sogar Quecksilber in Hundefutter gefunden. Minderwertiges Hundefutter kann daher nicht nur zu Verdauungsbeschwerden führen, sondern auch zu Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und anderen Organen.

Doch wie ist es möglich, dass in der heutigen Zeit Hersteller von Tiernahrung solche Produkte vermarkten, wo doch andere Unternehmen aufgrund weitaus kleinerer Fehler schnell von der Bildfläche verschwinden? Tatsächlich sind es ausgerechnet die Verbraucher selber, die es Panschern so leicht machen. Das liegt daran, dass die Gesellschaft immer geiziger wird und immer mehr Möglichkeiten sucht, um zu sparen.

Trotzdem wird ein hohes Maß an Qualität erwartet. Verbraucher gehen von etwas aus, was sie gar nicht überprüfen. Dass diese Rechnung nicht aufgeht, liegt aber auf der Hand.
Das Resultat ist, dass Hersteller versuchen, immer billigeres Hundefutter anzubieten. Deshalb werden von den Herstellern anstatt von frischem Fleisch, billige Ersatzprodukte, wie Fleisch- oder Tiermehle eingekauft. Durch falsche Werbeversprechen wird Verbrauchern immer weiter eingeredet, dass das, was sie kaufen, tatsächlich hochwertig und gut für ihr Haustier ist.

Fleischsaftgarung als Qualitätsgarant
Eine Alternative zum bereits erklärten Extrusionsverfahren bildet die Fleischsaftgarung. Hier wird hochwertiges Frischfleisch, das für Hunde gut verträglich ist, schonend ohne Zugabe von Wasser im eigenen Fleischsaft gegart. Diese Garung erfolgt über einen längeren Zeitraum und bei niedrigen Temperaturen.

Futter, welches auf diese Weise produziert wird, quillt nicht im Hundemagen auf und führt somit auch nicht zu einem Futterbauch. Zudem ist das Hundetrockenfutter weicher und besser kaubar. Da Futter, das im eigenen Saft gegart wird, einen starken Eigengeschmack hat, muss nicht mit künstlichen Zusatzstoffen nachgeholfen werden. Zudem sind viele Nährstoffe enthalten, die ein Hund benötigt.

Minderwertiges Futter erkennen – was können Verbraucher tun?
Wer seinem Vierbeiner wirklich etwas Gutes tun möchte und ihn nicht durch die Verabreichung von minderwertigem Hundefutter gefährden will, sollte sich eingestehen, dass man hierfür ein paar Euro mehr bezahlen muss. Gutes Hundefutter ist jedoch seinen Preis wert, da das Haustier hier alles bekommt, was es benötigt.

Wer sich beim Kauf von Hundefutter nicht sicher ist, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Zudem ist es hilfreich, sich über das Produktionsverfahren zu informieren. Die Fleischsaftgarung ist dem Extrusionsverfahren stets vorzuziehen.

Foodwatch hat eine Initiative ins Leben gerufen, welche sich der „Goldene Windbeutel“ nennt. Hier wird jährlich eine Auszeichnung für Produkte vergeben, welche besonders irreführende Werbung im Bereich des menschlichen Konsums betrieben haben. Wenn ein Produkt mit einem Goldenen Windbeutel ausgezeichnet wurde, lässt man am besten die Finger davon. Hoffentlich gibt es die Negativprämierung bald auch für Tierfutter.

Fazit
In puncto Hundefutter kann man viel falsch machen, da Hersteller aufgrund von Sparmaßnahmen häufig zu minderwertigen Inhaltsstoffen greifen. Um dem Vierbeiner artgerechtes Futter zu geben, sollte man daher auf die enthaltenen Zutaten und das Produktionsverfahren achten. (prm)



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