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Nachricht vom 23.02.2022    

Vier ehrenamtlichen Seelsorgerinnen entsandt

Ein besonderer "Entsendungsgottesdienst" ist für am Samstag, 5. März, 18 Uhr in der Kirchener Lutherkirche geplant. Die ersten vier Teilnehmerinnen einer kreiskirchlichen Fortbildung "Professionelle Seelsorge im Ehrenamt" haben ihre Ausbildung abgeschlossen und werden künftig in zwei Krankenhäusern (Kirchen und Altenkirchen) ihren Dienst aufnehmen.

Die vier künftigen ehrenamtlichen Seelsorgerinnen des Teams der Evangelischen Krankenhaus-Seelsorge im Kirchenkreis Altenkirchen: (von links) Uta Hinrichs, Petra Krämer, Janina Strunk und Jutta Blähser. (Fotos: Kirsten Galla/KK Altenkirchen)

Kreis Altenkirchen. Im Dezember 2020 fasste die Synode des Evangelischen Kirchenkreises nach langjährigen Überlegungen innerhalb ihres Zukunftskonzeptes einen Beschluss, der einen „Paradigmenwechsel“ im Bereich der Seelsorge einläutete.
Angesichts von veränderten Bedürfnissen, sinkenden Mitgliederzahlen und fehlendem Nachwuchs in den Hauptämtern will man in den Seelsorgefeldern Krankenhaus-, Altenheim-, Behinderten- und Notfall-Seelsorge sowie im Besuchsdienst verstärkt auch speziell ausgebildete Ehrenamtliche einsetzen. Damit dieses Unterfangen auch gut begleitet wird, entschied die Kreissynode, künftig das Arbeitsfeld der „Betreuung von professionellen Seelsorgern im Ehrenamt durch eine Teil-Pfarrstelle (25 Prozent Umfang) personell zu fördern.

Begonnen wurde das Gesamtprojekt nun mit einer ersten Ausbildung im Arbeitsfeld „Krankenhaus“, da hier absehbar hauptamtliche Umbrüche anstehen. Die verbleibende Dienstzeit bis zur Pensionierung der Kirchener Krankenhaus-Pfarrerin Jutta Braun-Meinecke im Herbst 2022 soll genutzt werden, um eine gute Basis für die künftig verstärkte ehrenamtliche Seelsorge zu schaffen.

Anfang Oktober startete der erste Ausbildungsgang mit fünf Teilnehmerinnen. Sie erhielten seither in 22 Unterrichtseinheiten (insgesamt 150 Unterrichtsstunden), in Wochenend-Seminaren und Praxisphasen, durch Selbst-Studium und Abendschulungen, ihre Grundausbildung. Orientiert war das Curriculum an erprobten Standards der Landeskirche und wurde an lokale Bedürfnisse angepasst. Begleitet wurden die Kurs-Teilnehmerinnen – alle mit persönlicher Lebenserfahrung und mit entsprechender „Feldkompetenz“ versehen - von den beiden Pfarrerinnen Jutta Braun-Meinecke und Kirsten Galla. Die Themen des Ausbildungsgangs reichten dabei von Kommunikationsfragen, über Seelsorge-Theorie bis hin zur geistlichen Zurüstung oder bei Kommunikationsfragen.

Pfarrerin Braun-Meinecke ist seit 23 Jahren Seelsorgerin im Krankenhaus in Kirchen, hat eine pastoral-psychologische Zusatz-Qualifikation und ist ausgebildete Kinder-Trauerbegleiterin. Pfarrerin Galla engagiert sich im Bereich der Ausbildung Ehrenamtlicher, ist Gemeindepfarrerin in Daaden und ausgebildet in „Palliative Care“. Unterstützt wurden die beiden evangelischen Pfarrerinnen im Ausbildungsteam von verschiedenen Fachleuten, etwa im Bereich Umgang mit Demenzerkrankten, Trauerbegleitung oder auch Datenschutz und von der katholischen Klinik-Seelsorgerin Barbara Meinert (Krankenhaus Kirchen).



Mit fünf Teilnehmerinnen startete das Pilotprojekt. Eine der ursprünglichen Teilnehmerinnen will die neuen Seelsorgerinnen nur im Hintergrund mit ihren zusätzlich fachlich erworbenen Kompetenzen unterstützen. Jutta Blähser, Uta Hinrichs, Petra Krämer und Janina Strunk hingegen starten in den kommenden Wochen ihren Dienst in der professionellen Seelsorge in den Krankenhäusern Altenkirchen und Kirchen – mit der entsprechenden Unterstützung und den Nachfolge-Angeboten des Kirchenkreises wie Supervision, Austauschgesprächen und Fortbildungen.
Die vier Seelsorgerinnen nehmen ihren ehrenamtlichen Dienst in verschiedener Weise wahr, etwa durch feste oder flexible Teminangebote in den Krankenhäusern, in Besuchsdiensten oder sind in die Rufbereitschaft verschiedener Abteilungen eingebunden.

„Sichtbar“ sind die vier Frauen auch auf einer Bilder-/Informations-Tafel im Foyer des Krankenhauses in Kirchen. Sie tragen „ihr Gesicht“ der Seelsorge in die Klinikwelt hinein und stehen dabei für qualifizierte evangelische Seelsorge. Organisatorisch angebunden in den Klinikbetrieb sind sie bei der dortigen Pflege-Direktorin.

Nach dem Pilotprojekt mit der erstmaligen Ausbildung von professionellen Seelsorgerinnen im Ehrenamt im Krankenhausbereich, wollen die Verantwortlichen im Kirchenkreis künftig weitere Kursangebote auch in den anderen Arbeitsbereichen anbieten. So könnte die Seelsorge im Altenheim als nächstes Arbeitsfeld gefördert werden.

Superintendentin Andrea Aufderheide wird die vier ehrenamtlichen Seelsorgerinnen im Gottesdienst „entsenden“. Der Gottesdienst in der Lutherkirche wird gestaltet von den Pfarrerinnen Jutta Braun-Meinecke, Kirsten Galla und Gemeindereferentin Barbara Meinert und musikalisch begleitet von der Gruppe „Remember“ und Organistin Karin Endrigkeit.

Wer gerne am Gottesdienst teilnehmen möchte, sollte sich (bitte 3G-Regelung beachten!) im Vorfeld anmelden in der Superintendentur des Kirchenkreises (02681/80 08 35). Es ist zudem möglich, den Gottesdienst auf Distanz im Internet zu verfolgen. (PM)


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