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Pressemitteilung vom 25.02.2022    

Nicht nur Heizkosten verringern Budgets: Caritasverband im Kreis erlebt steigende Bedürftigkeit

Noch ist die Betriebskostenabrechnung in den meisten Haushalten nicht angekommen, oft erfolgt die Abrechnung mit den Energieversorgern mitten im Jahr. Und dennoch: Katrin Hagen, Allgemeine Sozialberatung im Caritasverband Rhein-Sieg, erlebt in ihrem Arbeitsalltag schon jetzt den steigenden Finanzdruck auf die Menschen, die Rat bei ihr suchen.

Symbolfoto.

Altenkirchen. Gerade während ihrer Sprechstunden zu Zeiten der Tafelöffnung in Altenkirchen hat sie die Erfahrung gemacht: "Steigende Mieten und Lebensmittelpreise treiben jetzt auch diejenigen zur Tafel in Altenkirchen, die bislang eigentlich nicht auf Sozialleistungen angewiesen waren." Sogar für ehemalige Beamte reiche die Pension in manchen Fällen nicht mehr aus, um die Alltagskosten zu decken, so die Sozialarbeiterin. Heiz- und Stromkosten würden künftig diesen Druck erhöhen, auch wenn der Anstieg erst mit Verzögerung spürbar sein werde. Dann aber würden die Kosten - mit Blick auf die Ukraine-Krise noch verstärkt - nicht nur einmalig, sondern langfristig drastisch ansteigen.

"Viele Mieter und auch Eigentümer wird das in Zahlungsschwierigkeiten bringen", fürchtet Hagen. Dass Energieversorger gesetzlich verpflichtet sind, Ratenzahlungen anzubieten, helfe ein wenig. Doch eine permanent gestiegene Rate schmälere auf Dauer ohnehin kleine Budgets. Zwar erhalten unter anderem Menschen, die Wohngeld beziehen, eine staatliche Unterstützung; andere, die Sozialleistungen von Jobcenter oder Sozialamt erhalten, zählen aber nicht automatisch zu diesem Kreis. "Ich höre oft, dass eine Unterstützung von Hartz-IV- oder Sozialgeld-Beziehern von den Jobcentern und Sozialämtern abgelehnt wird, weil ihnen ein unwirtschaftlicher Verbrauch unterstellt wird." Katrin Hagen empfiehlt deshalb, die Verträge bei den Energieversorgern zu überprüfen. Vorsicht sei unbedingt vor Billiganbietern geboten. Doch sei bei den großen Energieversorgern oft ein Wechsel in einen Spartarif möglich.




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"Es ist auch wichtig, noch einmal genau hinzuschauen, wie Energie gespart werden kann", rät Katrin Hagen. Tipps dazu biete unter anderem der Stromsparcheck des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (www.stromspar-check.de). Und als Letztes ermutigt sie: "Wenn kein Geld mehr da ist und der Monat noch lang, dann kann kurzfristig der Besuch bei einer Tafel Abhilfe schaffen. Hier wird beim ersten Mal niemand abgewiesen." Katrin Hagen bietet begleitend zu den Öffnungszeiten der Tafel in Altenkirchen auch eine persönliche Beratung an: dienstags, 11 bis 15 Uhr, Rathausstraße 7. Kontakt und mehr Informationen unter: www.caritas-rheinsieg.de. (PM)


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