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Nachricht vom 16.03.2022    

Schutz des Klimaschützer Wald Altenkirchen: Landtagsabgeordnete Bätzing-Lichtenthäler vor Ort

Zu einer Wanderung durch den heimischen Wald in Herkersdorf hatte sich die SPD Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit dem Waldbauverein Altenkirchen e.V. verabredet, um sich vor Ort über den Zustand des Waldes in ihrer Heimat, die Zukunftsherausforderungen und die Wünsche der Waldbesitzenden zu informieren.

Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Mitte) und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Nico Steinbach (2.v.r.), machen sich für die Wälder stark. (Foto: SPD Rheinland-Pfalz)

Herkersdorf. In Begleitung des forst- und umweltpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Nico Steinbach, wanderten sie gemeinsam mit Vertretern des Vorstands des Waldbauvereins, Landesforsten und Verbandsbürgermeister Hundhausen durch den Wald in Herkersdorf.

Engagement von Waldbauverein
Der Waldbauverein ist das Sprachrohr des privaten Waldbesitzes im Kreis Altenkirchen, ihm gehören 1.450 Einzelmitglieder an, unter denen sich 62 Haubergsgenossenschaften, 91 Waldinteressentenschaften und mehrere größere Privatwaldbesitzer befinden. Knapp 90 Prozent Waldfläche beziehungsweise 22.000 Hektar sind Mitglied im Waldbauverein Altenkirchen. Mit über 100.000 Festmetern Holz versorgen die Mitglieder des Waldbauvereins die heimische Holzindustrie. Der Vorsitzende Friedrich Freiherr von Hövel
erläuterte auf dem Rundgang, bei dem die Schäden des Waldes unübersehbar waren, die aktuellen Herausforderungen. „Der Wald ist der Beginn einer Wertschöpfungskette und bedeutender Wirtschaftsfaktor im Raum. Die Folgen des Klimawandels wie Dürrezeiten, Käferplage oder Sturmschäden stellen die Waldbesitzer vor große Aufgaben."

Unterstützung durch Politik
Die Frage der Aufforstung und wenn ja, mit welchen Baumarten stellt sich ebenso wie die Frage nach der Bewirtschaftung oder des Fachkräftemangels, um die Arbeiten im Forst durchzuführen. Bätzing-Lichtenthäler und Steinbach zeigten sich beeindruckt ob des Engagements des Waldbauvereins „Der Klimaschützer Wald braucht mehr denn je unseren Schutz. Mit der Walderklärung der Landesregierung und den umfangreichen Waldhilfen in Höhe von 53 Millionen Euro wurden bereits wichtige Maßnahmen zum Erhalt des Lebensraums Wald umgesetzt", so der forstpolitische Sprecher Steinbach, der die Forstpolitik in Rheinland-Pfalz seit Jahren kennt. Diese Maßnahmen fanden von Seiten des Vorstandes auch Anerkennung „In anderen Bundesländern, wie beispielsweise im angrenzenden Nordrhein Westfalen funktioniert die Zusammenarbeit mit der Landesregierung nicht so unkompliziert wie mit der rheinland-pfälzischen", lobte Vorsitzender Freiherr von Hövel die
aktuelle Politik. Gleichwohl verwies er auf das Geflecht von Bundes- und Europaregelungen, die jede noch so gute Landesregelung drohen zu konterkarieren, wenn beispielsweise Nutzungsverbote statt nachhaltiges Wirtschaften, welches der Region zugutekommt, ausgesprochen werden.



„Waldprämie" und „Waldklimafond"
Bätzing-Lichtenthäler machte bei ihrem Besuch ganz klar, dass es für Erhalt des Waldes als Klimaschützer einen Paradigmenwechsel benötige: Ein pragmatischer Wald- und Klimaschutz muss die Leistung des Waldes als CO2-Speicher künftig auch finanziell honorieren. „Als SPD-Fraktion unterstützen wir daher die Idee einer „Waldprämie" und die
Einrichtung eines „Waldklimafonds" zur Ertüchtigung unserer Wälder. Gekoppelt an den CO2-Preis der Bundesregierung und geknüpft an konkrete Nachhaltigkeits- und Zertifizierungskriterien kann eine solche Waldprämie den Systemwandel hin zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft einleiten.", ist sich Bätzing-Lichtenthäler mit ihrem Fraktionskollegen Steinbach einig.
Auch der Mangel an Fachkräften an dem die Branche zu leiden hat, war Gesprächsthema mit den Abgeordneten. So binden bereits die Alltagsgeschäfte so viele Kapazitäten, dass für planerische und gestalterische Tätigkeiten kaum noch Möglichkeiten blieben. Daher
wurde die Stärkung des Landesbetriebes Landesforsten durch eine entsprechende Stellenaufstockung im Haushalt von den Teilnehmenden sehr begrüßt.

Zum Abschluss des Besuches, anlässlich dessen auch die Potentiale von Windkraft und der Autarkie von Energie diskutiert wurde, durften die Gäste aus Mainz eine Winterlinde als Erinnerung pflanzen.
„Mir war es wichtig, mit unserem Besuch und dem Austausch vor Ort, den Waldbesitzenden auch Dank und Anerkennung auszusprechen für ihre wertvolle Arbeit. Gerne werden wir im Austausch mit ihnen bleiben und uns für ihre Anliegen und unsere Heimat stark machen", so Sabine Bätzing-Lichtenthäler abschließend.


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